Allgemeine Berichte | 11.02.2019

Interessante Veranstaltung im Bürgerhaus in Nievern

„Die europäische Wildkatze in Taunus und Westerwald“

Sehr anschaulich informierte Dipl. Biologe Philipp Schiefenhövel über Lebensraum und Verhaltensweise der „Europäischen Wildkatze“ im Bürgerhaus Nievern. Foto: OG Nievern

Nievern. In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Nassau sowie dem BUND Rheinland-Pfalz hatte die Ortsgemeinde zu einem interessanten Vortrag über das Vorkommen und die Lebensweise der europäischen Wildkatze im heimischen Raum eingeladen. In seiner Begrüßung dankte Ortsbürgermeister Lutz Zaun zunächst Stefan Eschenauer, dem Referenten des Naturparks Nassau, der verantwortlich zeichnete, dass eine derartige Veranstaltung auch einmal in Nievern angeboten werden konnte. Stefan Eschenauer nutzte die Gelegenheit, zunächst einmal einen Einblick in seine Aufgabe bzw. die des Naturparks Nassau zu geben, die weit in Westerwald und Taunus hineinreiche. Neben der Pflege und dem Erhalt von Fauna und Flora sei eine zentrale Funktion, auch Aufklärungsarbeit zu leisten und die kommunale Seite bei Maßnahmen mit Rat und Tat, aber auch finanziell durch Fördermaßnahmen zu unterstützen. So beteiligte sich der Naturpark Nassau im letzten Jahr u.a. an der Renaturierung der Lahnuferhecke sowie am Ausbau des Rundwanderweges, wo er Mittel für die Sanierung der Holzbrücke zur Verfügung stellte.

Hauptredner war an diesem Abend jedoch Philipp Schiefenhövel, Diplombiologe und Naturschutzreferent der Masgeik-Stiftung, die sich u.a. um die Integration und den Schutz der Wildkatze kümmert, die im Jahr 2018 durch die Deutsche Wildtier Stiftung als Tier des Jahres ausgewählt wurde. Das Verbreitungsgebiet der Wildkatze beschränkt sich vorwiegend auf den mittel- und osteuropäischen Raum.) Den rund 20 Teilnehmern an der Veranstaltung wurde sehr anschaulich neben der Lebensweise des scheuen Waldbewohners auch die Unterschiede in Körperbau und Verhalten zur „gemeinen“ Hauskatze dargestellt. Im Erscheinungsbild ist die Wildkatze massiger und kraftvoller als die Hauskatze. Zwischenzeitlich hat sich erfreulicherweise auch die Population der Wildkatze in unserer Heimat stabilisiert, was u.a. auch damit zusammenhängt, dass sie - abgesehen vom Menschen (Zerstückelung von tatsächlichen und möglichen Lebensräumen, Verkehrstod beim Überqueren von Straßen) - keine natürlichen Feinde hat. Jungtiere werden häufiger Opfer von größeren Raubvögeln wie z.B. dem Uhu.

„Verkehrstod von Wildkatzen“

Zum Thema „Verkehrstod von Wildkatzen“ stellte im Anschluss an die Ausführungen von Philipp Schiefenhövel und zum Abschluss der Veranstaltung Ines Leonhardt vom BUND Rheinland-Pfalz, das Totfundmonitoring des BUND vor. Die im Auftrag des Umweltministeriums von Rheinland-Pfalz durchgeführte Untersuchung soll neben Verhaltensanalysen der Tiere auch Gefahrenstellen aufzeigen, um ggf. auch verkehrstechnische Maßnahmen zu ergreifen, die den häufigen Verkehrstod der Wildkatze vermeiden helfen sollen.

Am Ende waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, in Zukunft doch öfter derartige Veranstaltungen auch zu anderen Themen im Nieverner Bürgerhaus auszurichten.

Lutz Zaun

Ortsbürgermeister

Sehr anschaulich informierte Dipl. Biologe Philipp Schiefenhövel über Lebensraum und Verhaltensweise der „Europäischen Wildkatze“ im Bürgerhaus Nievern. Foto: OG Nievern

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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