Allgemeine Berichte | 28.04.2020

Tierporträt: Die Mauereidechse

Die flinken Tiere bevorzugen unbewachsene Mauer- und Steinflächen

Bei der Paarung der Mauereidechse geht es wild zu. Foto: WITE

Kreisgebiet. In Sonnen-exponierten Stein- und Geröllhaufen sowie Weinbergsbereichen - bevorzugt mit Trockenmauern - ist bereits seit einigen Wochen das rege Treiben der Mauereidechse zu beobachten. Bereits die erste Frühlingssonne lockt die flinken und neugierigen Tiere aus ihren Winterquartieren. Dies sind zumeist tiefere Mauerhöhlen. Die werden bei großer Mittagshitze von den tagaktiven Tieren auch als Sonnenschutz genutzt. Die Mauereidechse erreicht eine Gesamtlänge von 25 Zentimetern. Dabei ist der Schwanz länger als Kopf- und Rumpf der Tiere. Ihre Färbung ist der Umgebung angepasst, sodass die Tiere sich kaum vom Untergrund unterscheiden. Man muss beim Sonnenbad oder der auf der Lauer nach Nahrung liegende der Mauereidechse bisweilen schon genauer hinsehen, wenn man die still sitzenden Tiere erkennen will. Hierzu werden unbewachsene Mauer- und Steinflächen bevorzugt. Jedoch benötigt die Mauereidechse angrenzende vielfältig bewachsene Mauerflächen, von denen ihre Beutetiere angelockt werden. Die Nahrung der Mauereidechse besteht aus verschiedenen Spinnen- und Insektenarten, Würmern und Raupen. Sie selbst muss vor allem die ebenfalls in der Sonne lauernde - und recht selten gewordene - Schlingnatter, als Fressfeind fürchten.

In den Fortpflanzungszeiten sind die Männchen sehr streitsüchtig und verteidigen ihr Revier hartnäckig und mit Bissen gegen Eindringlinge. Nach der Paarung legt das Weibchen seine weichschaligen Eier in natürlichen Verstecken oder in vom diesem selbst gegrabenen Erdlöchern ab. Die zwei bis manchmal zehn Eier werden danach zugescharrt.

WITE

Bei der Paarung der Mauereidechse geht es wild zu. Foto: WITE

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Kommentare
01.05.202003:40 Uhr
Steve Hahnemann

Ich denke nicht, dass Naturschützer gegen Steingärten sind. Steingärten nicht mit den neumodischen Schotterwüsten verwechseln.

28.04.202010:58 Uhr
S. Schmidt

Da sollte der Einrichtung von Steingärten doch nichts mehr entgegen stehen. Nur so ein Gedanke falls irgendwelche Umweltschützer wieder gegen Steingärten protestieren oder dem Nachbarn verbieten möchten.

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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