Proklamation des Prinzenpaares für alle Bendorfer
Die fünfte Jahreszeit hat begonnen
Karnevalisten aller Stadtteile feiern die Stromberger Regenten
Bendorf. Alle Mitglieder der karnevalistischen Vereinigungen in der Stadt Bendorf und ihren Stadtteilen haben lange auf diesen Tag gewartet. Jedes Jahr am 11. November beginnt traditionsgemäß in den Hochburgen des Karnevals die „fünfte Jahreszeit“, die mit dem Straßenkarneval an Schwerdonnerstag und am Rosenmontag ihren Höhepunkt erreicht und am darauffolgenden Aschermittwoch zu Ende geht. In Bendorf gab es in diesem Jahr einen besonderen und fulminanten Start in die neue Session, im Stadtteil Stromberg stand nämlich zum Auftakt der neuen Kampagne die Proklamation eines Prinzenpaares auf dem Programm, nach dem großen Sommerumzug zum Jubiläum ein weiteres Highlight in der 44-jährigen Vereinsgeschichte des Stromberger Karnevals.
Die Karnevalsvereine aller Stadtteile schickten am Samstag ihre Abordnungen nach Stromberg, um der Proklamation von Prinz Gregor I. und seiner Lieblichkeit Prinzessin Tine I vom goldenen Tanzschuh beizuwohnen. Auch prominente Stadtbürger wie Bürgermeister Michael Kessler, die Altbürgermeister Michael Syré und Hajo Stuhlträger, die Stadträte Herbert Speyerer und Günter Schöneberg mit ihren Partnern ließen es sich nicht nehmen, dem neue Prinzenpaar ihre Aufwartung zu machen.
Im rappelvollen Saal der Dieter-Trennheuser-Halle eröffnete der Vorsitzende der GSK Stromberg Gerhard Specht das in Bendorf nicht alltägliche Spektakel einer Prinzeneinführung. Stolz konnte er zum ersten Mal seit vierzehn Jahren den Karnevalisten der Stadt wieder ein Prinzenpaar präsentieren, das zur Freude aller Bendorfer Fastnachter in dieser Session seine Regentschaft Vereinsübergreifend auf das gesamte Stadtgebiet ausdehnen wird. Ein gemeinsames Prinzenpaar für alle Korporationen in der Stadt, diese Konstellation kann für die Zukunft des Bendorfer Karnevals nicht nur tauglich, sondern sogar richtungsweisend sein.
Doch zunächst musste die seit der Session 2003/2004 amtierende Prinzessin Karin von Übersee verabschiedet werden – Prinz Walter ist leider schon verstorben. Die Prinzessin war für diese Zeremonie extra aus ihrer neuen Heimat Kanada angereist und hatte ihren gesamten Hofstaat gleich mitgebracht. Vorsitzender Gerd Specht begrüßte die weitgereisten Gäste und dankte Prinzessin Karin für die lange Regentschaft. Specht: „Liebe Karin, du hast den Stromer Karneval international gemacht, mit dir sind wir über den großen Teich und haben in Kanada richtig toll den Karneval feiern dürfen.“ Nachdem die bis dahin noch aktive Prinzessin ihre in lustige Verse verpackte Abdankung zelebriert hatte und nach einer kleinen Begrüßung der Gäste durch Bürgermeister Michael Kessler eroberte endlich das designierte Prinzenpaar mit einem großen Gefolge unter den Klängen des Musikvereins Stromberg und eines Dudelsackspielers die bunte Narrenbühne, um dort feierlich und würdevoll die ‚Insignien der Macht‘ zu empfangen. Das sympathische Pärchen, das auch im ‚bürgerlichen‘ Leben ein Paar ist, hat eine lange Tradition im Stromberger Karneval und war daher in seinen Antrittsreden sehr zuversichtlich, der großen Aufgabe, drei Monate lang das Zepter nicht nur für Stromberg, sondern für die ganze Stadt Bendorf mit ihren drei Stadtteilen zu schwingen, durchaus gewachsen zu sein. Nachdem das Prinzenpaar den Gästen humorvoll ihren Hofstaat vorgestellt hatte, begann für die Stromberger Karnevalisten und die vielen Besucher der gemütliche Teil des Abends.
Die Garde grün-weiss Stromberg sorgte für viel Beifall.
Das Prinzenpaar in voller Pracht.
Schottische Musik für das Prinzenpaar.