Allgemeine Berichte | 10.05.2021

Mobile Corona-Impfteams des DRK

Die leisen Helfer während der Pandemie

Eine kleine Spritze und ein damit verbundener kleiner Piks in den Oberarm im Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2. Bisher wurden 16 Prozent der zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen durch die mobilen Impfteams des DRK-Kreisverbands Ahrweiler e.V. in Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe erimpft.Foto: Thorsten Trügen

Kreis Ahrweiler. Sie stehen nicht im Rampenlicht. Sie agieren unauffällig hinter verschlossenen Türen der Pflegeeinrichtungen im Kreis Ahrweiler. Mit ihrem Einsatz leisten sie einen wertvollen Dienst in der Pandemiebekämpfung zum Schutz der Senioren und chronisch kranken Mitbürger: Die mobilen Impfteams vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) im Kreis Ahrweiler.

Seit Januar sind die mobilen DRK-Impfteams des Kreisverbandes Ahrweiler e.V. aktiv. Eigentlich ist die Impfung der Pflegeeinrichtungen zentral in Mainz beim dortigen Landesimpfkoordinator und dem DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. angesiedelt. Durch die lokalen Impfteams des DRK-Kreisverbandes ist der Kreis Ahrweiler in einer komfortablen und vor allen Dingen zeitsparenden Situation.

Die Einsätze der Impfteams im Ahrkreis organisiert Michael Alberti. Hauptberuflich ist er beim DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V. Bereichsleiter für den ambulanten PflegeService. In seiner Freizeit engagiert er sich für seine Mitbürger im Bevölkerungsschutz des DRK-Ortsvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. und des Kreises Ahrweiler als Organisatorischer Leiter. Alberti selbst sieht sich als repräsentativer Stellvertreter für die Helfer der mobilen DRK-Impfteams. „Ohne die Helfer in den Teams könnte ich alleine wenig leisten. Ein besonderer Dank geht an alle DRK Kameradinnen und Kameraden welche mich seit Anfang Januar bei der Bewältigung dieser Aufgabe tatkräftig unterstützen“, sagt Alberti.

Bei der Impfaktion geht es zu wie im ganz normalen Rotkreuz-Großeinsatz: Alberti ist mit dem DRK-Landesverband in Mainz vernetzt. Dadurch ist gewährleistet, dass in Mainz, wo alle Fäden zusammenlaufen, immer ein aktuelles Situations- und Lagebild vorliegt. Durch regelmäßige Videokonferenzen und Telefonate wird der Informationsfluss sichergestellt. Darüber hinaus ist Alberti Ansprechpartner für die unterste Behörde in der Pandemiebekämpfung, der Kreisverwaltung Ahrweiler und dem dortigen Kreisgesundheitsamt. Man kennt sich seit vielen Jahren, was die Kommunikation deutlich erleichtert und beschleunigt.

Vom 4. Januar bis 27. Februar haben die mobilen DRK-Impfteams in einem ersten Durchgang die Pflegeeinrichtungen im Ahrkreis aufgesucht. Bewohner und Pflegekräfte hatten die Möglichkeit, sich vor Ort in ihrer gewohnten Umgebung bzw. während der Arbeitszeit mit der Erst- und Zweitimpfung impfen zu lassen. Nach 41 Terminen war dieser Bereich in kürzester Zeit durch die Kräfte vor Ort abgearbeitet. Nahtlos ging der Einsatz dann mit bisher 25 Terminen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Behinderte weiter. Insgesamt wurden während dieses ersten mobilen Impfdurchgangs 6.299 Bewohner des Kreises Ahrweiler der ersten Impfpriorität durch die mobilen DRK-Teams geimpft.

Aktuell befinden sich die Impfteams in einem zweiten Durchgang in den Pflegeeinrichtungen. Pflegepatienten, die sich vorher bezüglich der Impfung nicht sicher waren und auch Pflegekräfte, die zum Jahresanfang nicht zur Verfügung standen, haben nun die Möglichkeit, die verpassten Impftermine nachzuholen. Für Michael Alberti bedeutet der momentane zweite Impfdurchgang durchaus Entspannung. „Zur Organisation des ersten Impfdurchgangs mussten wir die Ansprechpartner herausfinden und uns mit den Besonderheiten der jeweiligen Einrichtung vertraut machen. Nachdem wir nun bereits zweimal dort waren, kennen wir die Ansprechpartner, die zur Verfügung stehenden Räume und haben hier und da unsere Arbeitsweisen mit den Erfahrungen der ersten Termine optimiert. Das erleichtert und beschleunigt momentan die Einsätze“, sagt Michael Alberti.

Diese komplexe Aufgabe in einem Flächenkreis wie Ahrweiler kann man nur mit guten personellen Ressourcen bewältigen. Das dezentral im Kreis Ahrweiler organisierte DRK kann hier seine Stärken voll ausspielen. Je nach Region unterstützen Kräfte der DRK-Ortsvereine in Adenau, Bad Breisig, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Niederzissen und Sinzig die mobilen Impftermine in den naheliegenden Einrichtungen. Weitere Rotkreuzler, etwa Kräfte aus der Grafschaft, versehen ihren Dienst als Notfallhelfer im Landesimpfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf. Sollte es dort einem Geimpften nach dem kleinen Piks in den Oberarm nicht gut gehen, stehen die Rotkreuzler zur Verfügung, um die Hilfe vor Ort einzuleiten und zu unterstützen. Zu den Rotkreuzkräften in den mobilen Impfteams gehören zusätzlich Ärzte und Apotheker. Während der 41 Termine im ersten Durchgang waren neben 206 ehrenamtlichen Rotkreuzlern 66 Ärzte und 62 Apotheker oder Pharmazeutisch-Technische-Assistenten (PTA) im Einsatz. Sie gehören zu einem insgesamt neunköpfigen Team aus dem Kreis Ahrweiler, die sich in der Pandemiebekämpfung in den mobilen Impfteams engagieren. Sie bereiten die Injektionen für die Impfkräfte vor. Das in der Medizin nicht alltägliche Handling des hochtechnologisierten mRNA Impfstoffs macht den Einsatz dieser Fachkräfte erforderlich. Die Ärzte sind dem Aufruf ihrer Berufsverbände gefolgt und stehen den Impflingen für die Aufklärungsgespräche zur Verfügung und beobachten den gesamten Impfvorgang. Dank der motivierten Mitarbeit aller Beteiligten unter Koordination der mobilen Impftermine durch DRK und Kreisverwaltung konnte im Ahrkreis die mobile Impfung in Pflegeeinrichtungen in dieser kurzen Zeit umgesetzt werden. Dieses Engagement führt unsere Gesellschaft langsam in kleinen Schritten zurück Richtung Normalität.

Pressemitteilung des

DRK-Kreisverbandes Ahrweiler

Eine kleine Spritze und ein damit verbundener kleiner Piks in den Oberarm im Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2. Bisher wurden 16 Prozent der zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen durch die mobilen Impfteams des DRK-Kreisverbands Ahrweiler e.V. in Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe erimpft.Foto: Thorsten Trügen

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