Allgemeine Berichte | 31.08.2018

- Anzeige - Trendsportart E-Sport: Erlebnisbericht aus dem Alltag eines Teams von Sim-Racing-Organisatoren

Die neue Realität - ein virtueller Tag

Fahrerplatz im Team von „BLICK aktuell“ beim 4-Stunden-Simulatoren-Rennen im Raceroom-Café Nürburgring zu gewinnen

Am 3. November 2018 findet im Raceroom-Café am Nürburgring das beliebte 4-Stunden-Simulatoren-Rennen statt. Bereits zum vierten Mal treten 30 Teams und bis zu 120 Fahrer auf ihren GT3-Boliden gegeneinander an.Max Bermel/NRingInfo

Halb acht - Aufmachen - Anmachen

Es ist halb acht morgens, Tim hält einen Chip an das elektronische Schloss, grünes Licht blinkt, die gläserne Tür öffnet sich.

Dahinter ist ein Raum, in dem man auch ein Tennismatch austragen könnte. Die Gruppe Menschen, die in den Raum strömt, begrüßt sich und teilt sich schnell auf. Vereinzelt wird noch gegähnt, als sich die Helfer an den dichten Reihen der Rennsimulatoren vorbeischieben. Diese bestehen aus einem Sitz, Lenkrad, Pedalerie, PC und Bildschirm.

Auch Tim, der Standortleiter des Simulatoren-Raums, sieht noch etwas verschlafen aus, als er die Computer hochfährt. Er wartet geduldig darauf, dass die Maschinen mit melodischem Geklimper anzeigen, einsatzbereit zu sein.

Der Raceroom am Nürburgring ist der größte festinstallierte Simulatoren-Standort Europas. Normalerweise kann hier Jeder über die virtuelle Nordschleife fahren, völlig risikolos sein Können testen oder einfach nur aus Jux eine Runde drehen.

Heute findet hier ein Rennen statt. Natürlich nur auf dem Bildschirm.

„Schon alle da?“, fragt Max.. Der junge Mann mit der Kappe kämpft noch mit dem frühen Morgen und dem Papierkram: „Man unterschätzt das doch, was so Alles dazu gehört“, tönt es hinter dem Stapel Unterlagen, den er auf einen der hohen Tische wuchtet. Reglements, Einschreibelisten, Hintergrundinformationen, Teamvorstellungen.

„Wir fangen quasi am Ende des letzten Rennens mit der Planung für das Neue an“, erklärt er.

Hinter ihm sind Bierzeltgarnituren aufgestellt. Die angemeldeten Teams sollen heute auch verköstigt werden.

Halb neun - Anmelden - Freies Training

Pünktlich um halb neun beginnt der Einlass. 22 Teams haben sich für das 4-Stunden-Rennen angemeldet.

„Dieses Mal haben wir noch Platz“, erklärt Max, während er den Ankommenden zusieht: „Aber für das nächste Rennen sind wir ausverkauft. Hat uns selbst überrascht. Wir sind ja keine so große Veranstaltung. Aber die Resonanz ist sehr gut.“

Sabrina, ein weiteres Mitglied des Helferteams, steht auf einem Podest, streicht Namen auf ihrer Liste ab und verteilt Bändchen. Mit ihren über 1,80 m und den langen braunen Haaren hätte sie das nicht wirklich gebraucht, um hier wahrgenommen zu werden. Insbesondere, weil die Teams fast ausschließlich aus jungen Männern bestehen.

Da unterscheidet sich der virtuelle nicht vom realen Rennsport: Weibliche Fahrer sind dünn gesät.

„Dieses Mal fahr ich auch noch mit“, eröffnet sie. „Ab dem nächsten Mal konzentriere ich mich ganz auf die Organisation. Aber es hat schon sein Gutes, wenn du hier einmal mitgefahren bist, da erinnert sich jeder dran.“

Endlich sind die Formalitäten erledigt. Es geht ins freie Training. Zeit genug, um mit Tim über das Spiel zu reden.

Der Mann im schwarzen Poloshirt hat die Arme verschränkt und lächelt über seine Bildschirme hinweg: „Wir fahren hier das ´Raceroom racing experience´. Wie die meisten Rennspiele ist das sehr aufwändig gemacht. Allein für die Grafik fahren Kameraautos mehrmals die Strecke ab. Jeder Baum und jedes Graffiti ist an der richtigen Stelle.“

Ist das nicht ein bisschen viel Aufwand?

„Wir versuchen, so nah an die Realität zu kommen, wie möglich. Wenn man manche Teile unserer Streams sieht, fällt nicht immer auf, dass es sich um Animationen handelt. Ich habe hier häufiger Leute, die reinkommen, zuschauen und mich dann fragen, welches Rennen das ist, weil sie die Fahrzeuge noch nie gesehen haben. Außerdem haben wir auch schon mal Fahrer, die sich bei uns warmfahren. Bei einem der letzten Porsche Cups hatten wir Fahrer eines australischen Teams hier, die sich an unseren Simulatoren die Strecke eingeprägt haben. Das erfordert Konzentration. Und so wie hier manche aus dem Simulator steigen, merkt man schnell, dass es auch die Runden bei uns in sich haben.“

Zwanzig vor zwölf - Mittagessen

Um 11.40 Uhr steht das Mittagessen an. Es gibt ein Buffet, das Max aber nichts nutzt, weil gerade der Kommentator für den Livestream gekommen ist.

Der Kommentator stellt sich als Olli Martini heraus, dessen Stimme seit Jahren die Langstreckenrennen am Nürburgring begleitet. Dies ist sein erstes Simulatoren-Rennen. Doch Lampenfieber scheint nicht aufzukommen. Er plaudert mit dem Orga-Team, spielt mit dem Mikro.

Später stellt sich raus, dass er nicht die ganze Länge des Rennens bleiben kann, Alex Striege wird seinen Platz übernehmen.

„Man muss eben flexibel bleiben“, erklärt Max: „Nächstes Mal haben wir Olli auch wieder als Gast-Kommentator, und wir haben einen im Team, der nichts anderes macht, als unseren Kommentatoren zuzuarbeiten.

Der läuft dann durch die Gegend, fragt den Teams Löcher in den Bauch, sucht nach Anekdoten, interessanten Fakten“.

Ist das nicht ein bisschen übertrieben?

„Nein, eigentlich nicht. Wir müssen ja vier Stunden Stream füllen und nach Möglichkeit so, dass man Spaß am Zuhören hat“, dann muss Max wieder los, der Kommentator braucht noch einen neuen Stuhl, weil der Aktuelle zu hoch ist.

Viertel nach eins - Rennen

13.15 Uhr. Kopfhörer auf. Das Rennen beginnt. Der Raum ist gerappelt voll, trotzdem ist es plötzlich gespenstisch still. Nur klackende Lenkräder und leise Teamabsprachen sind zu hören, unterbrochen durch den Livekommentator.

Die Atmosphäre ist gespannt. Max und eine der Helferinnen sitzen an einem der Tische und beobachten ihre Teams. Hinter je zwei Simulatoren-Reihen sitzt ein Mitglied der Boxenaufsicht, wie sie es nennen, auf einem Barhocker. Es geht um die gleichen Dinge, die auch im realen Rennsport Probleme bereiten können: Drängeln, gewagte Überholmanöver, nicht eingehaltene Mindeststandzeiten in der Box.

Halb sechs - Siegerehrung

17.30 Uhr. Das Rennen ist vorbei. Sabrinas Team hat den zweiten Platz gemacht. Keine Zwischenfälle. Dafür gibt es jetzt Preise und Pokale. Einen neuen Reifensatz, eine Übernachtung, Tickets für ein Rennen an der Strecke.

Die Fahrer auf dem Treppchen im Raceroom hatten einen erfolgreichen Tag. Es gibt noch ein paar Fotos und Giveaways für die Teams. Schokolade und Applaus für die Helfer, das ist auch alles, was sie heute bekommen werden. Bezahlt wird keiner von ihnen. Aber wie drückt Max es aus: „Manche Menschen gehen angeln, wir veranstalten Simulator-Rennen.“

Text: Denise Korden

Fahrerplatz für das 4h-Rennen am 3. November zu gewinnen

Habt Ihr jetzt Lust bekommen, auch einmal ein virtuelles Rennen im Raceroom-Café am Nürburgring mitzufahren? „BLICK aktuell“ verlost einen Fahrerplatz im „BLICK aktuell“-Team, welches beim 4-Stunden-Rennen am 3. November 2018 im Raceroom-Café am Nürburgring an den Start geht. Die Veranstaltung beginnt um 8.30 Uhr und endet gegen 18 Uhr. Essen und Trinken sind für alle Teilnehmer frei.

Gewinnen kann, wer uns den originellesten Grund nennt, warum er unbedingt in unserem „BLICK aktuell“-Team dabei sein muss!

Was Ihr dafür tun müsst? Schickt uns einfach bis 14. September eine Mail mit Eurem Grund, Namen, Adresse und Kontaktmöglichkeiten per E-Mail an blick-aktuell@kruppverlag.de oder per Post an Krupp Verlags GmbH, Abteilung Redaktion, Kranzweiherweg 31, 53489 Sinzig.

Die Gewinnerin oder der Gewinner werden umgehend benachrichtigt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gewinnspieles erklären sich durch ihre Teilnahme damit einverstanden, dass ihre Kontaktdaten im Falle eines Gewinnes an den Veranstalter übermittelt werden.

Die neue Realität - ein virtueller Tag

Am 3. November 2018 findet im Raceroom-Café am Nürburgring das beliebte 4-Stunden-Simulatoren-Rennen statt. Bereits zum vierten Mal treten 30 Teams und bis zu 120 Fahrer auf ihren GT3-Boliden gegeneinander an.Foto: Max Bermel/NRingInfo

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