Allgemeine Berichte | 27.04.2021

DRK Kreisverband Ahrweiler informiert

Die stillen Helfer im Hintergrund

Je Einsatztag kreisweit rund 70 ehrenamtliche Helfer in Schnelltestzentren im Pandemieeinsatz

Je gemeinsamen Einsatztag sind ab dieser Woche kreisweit rund 80 Helfer in den Schnellteststellen im Dienst.Fotos: Thorsten Trütgen

Kreis Ahrweiler. Es war eine ad hoc Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz, als am Morgen des 4. März verkündet wurde, dass jeder Bürger ab dem 8. März einen Anspruch auf einen kostenfreien Corona-Schnelltest pro Woche haben sollte. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), im Kreis Ahrweiler beauftragt für die Mitarbeit im Katastrophenschutz, half der Kreisverwaltung Ahrweiler bei der Umsetzung der Einrichtung der ersten Corona-Schnellteststellen.

Durch die Aktion „Sicheres Weihnachten“ des DRK, durch die Bürger sich ab dem 21.12.2020 erstmals für eine geringe Gebühr einen Corona-Antigen-Schnelltest machen lassen konnten, hatten die Rotkreuzler Erfahrungen in der Organisation und Durchführung von Schnellteststationen. „Unsere DRK-Ortsvereine Adenau, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Grafschaft, Sinzig und Remagen beteiligten sich an der Aktion. Die Resonanz der Bürger war so überwältigend, dass das Angebot über Weihnachten hinaus teilweise weitergeführt wurde“, sagt Frank Trömel, Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler. Mit den gewonnen Erfahrungen und der erprobten Infrastruktur sei es möglich gewesen, den von der Ministerpräsidentenkonferenz gefassten ad hoc Beschluss umzusetzen.

„Als Einsatzorganisation sind wir arbeiten unter Stress gewohnt. Mit dieser medialen Ankündigung lag allerdings ein arbeitsreiches Wochenende vor uns und es lasteten hohe Erwartungen auf den Schultern unserer ehrenamtlichen Helfer. Bemerkenswert war der überall reibungslose Start der Schnelltests für alle“, sagt Trömel. Je gemeinsamen Einsatztag sind kreisweit rund 70 Helfer in den Schnellteststellen im Dienst. Insgesamt rund 800 Helfer leisteten in der Zeit vom Beginn der kostenfreien Bürgerschnelltests im März bis zum 16. April Dienst in den Schnelltestzentren mit DRK-Beteiligung im Einsatz.

Gemeinsame Aktion

„Wir sprechen ganz bewusst von Schnellteststellen mit DRK-Beteiligung, da nicht alle Stellen vom DRK alleine betrieben werden. In Sinzig etwa arbeiten Feuerwehr und DRK Hand in Hand, das THW unterstützt dort mit der Gestellung von Zelten. In Remagen liegt die Leitung bei der Kommune. Hier wurde eine kommunale Arbeitsgemeinschaft der ansässigen Katastrophenschutzorganisationen von Feuerwehr, DRK und DLRG gegründet. Meines Wissens hat es einen solchen Einsatz so in Remagen noch nicht gegeben. Langfristig werden die Bürger davon profitieren, da die Organisationen sich in diesem gemeinsamen Einsatz, der ja noch einige Zeit dauern wird, wesentlich besser kennenlernen“, sagt DRK-Kreispräsident Achim Haag, der auch Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) ist.

Ab dem 25. April ist auch der DRK-Ortsverein Wehr e.V. im Pandemieeinsatz. In Wehr hatte man sich zunächst mit einer eigenen Schnellteststelle in Zurückhaltung geübt, dachte man doch, dass die umliegenden Stationen in Niederzissen und Weibern ausreichen. Flexibel, wie man als Einsatzorganisation eben sein muss, kommt man in Wehr nun mit einer eigenen Schnellteststelle an der Römerhalle, die immer sonntags zwischen 10 und 12 Uhr geöffnet ist, nach. Dann wird sich die Einsatzstärke auf etwa 80 Helfer je Einsatztag erhöhen.

Informationen und Öffnungszeiten der Schnellteststellen mit DRK-Beteiligung hat der DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V. zentral unter www.kv-aw.drk.de/corona-schnelltest zusammengestellt.

Die stillen Helfer im Hintergrund

Je gemeinsamen Einsatztag sind ab dieser Woche kreisweit rund 80 Helfer in den Schnellteststellen im Dienst.Fotos: Thorsten Trütgen

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