Allgemeine Berichte | 08.05.2025

Die stillende Madonna von Hemmessen

Bad Neuenahr. Eigentlich macht sie nur das, was alle Mütter mit kleinen Kindern tun: sie drückt das Kind an die Brust. Vielleicht stillt sie es, man sieht es nicht so genau. Die Maria, die im Hemmessener Dom eine Herberge gefunden hat, hat ihren Jesus fest im Griff, ihre Gesichtszüge weich und warm. So präsentiert sich die Muttergottes im Mai – keine entrückte Himmelskönigin im Blütenrausch eines Maialtärchens, sondern eine mitfühlende Frau nah an den Menschen, die im Ahrtal in diesen Tagen nach der Flut und in Zeiten großer Verunsicherung sicherlich eine mitfühlende, mütterliche Fürsprecherin gut brauchen können, die wach ist für die tiefsten Bedürfnisse.

Das wunderbare Bild ist eine Spende, die einlädt darüber nachzusinnen, wie sehr Gott uns Menschen zugewandt ist – gerade jetzt, oder trotzdem – trotz der schlimmen Erfahrungen der letzten Monate. Die Türe zum Hemmessener Dom steht eigentlich immer tagsüber offen zum Innehalten, Ruhe tanken, für s persönliche Gebet oder auch um nur rasch ein Kerzchen aufzustellen.

Ende Mai gibt es darüber hinaus die Einladung genau bei dieser Maria zu knackigen Impulsen, tiefen Gebeten, schönen Liedern und ein bisschen Verzäll einzukehren: am 26.05., 19 Uhr. Abschließend besteht die Möglichkeit, noch zu einem Gläschen Maibowle im DomCafé zusammenzubleiben.

Der Förderkreis Hemmessener Dom ist bestrebt, das Gemeinschaftsleben im Ortsteil zu pflegen und sozial, kulturell und liturgisch zu befruchten.

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