Kaiser Ruderregatta in Bad Ems
Die traditionsreichen Rennen sind etwas ganz Besonderes
Bad Ems. Die Kaiser Ruderregatta in Bad Ems ist eine traditionsreiche Veranstaltung im schönen Kaiserbad, wie die Kurstadt an der schönen Lahn, gerne genannt wird.
Seit einigen Jahren hat sich diese Veranstaltung mit in das Bad Emser Brückenfestival integriert. Am Sonntag wurde zum 132. mal der begehrte „Kaiser-Pokal“ aus dem Museum geholt. Der Kaiser-Sprint in Bad Ems, vor kaiserlicher Kulisse bei kaiserlichem Wetter und Temperaturen um die 28 Grad, lockte auch in diesem Jahr wieder hunderte Besucher in die traditionsreiche Kurstadt mit ihrem tollen Ambiente. Schon vor 160 Jahren gab es die Ruderregatta zum ersten Mal. Sie ist die Älteste Deutschlands und vielleicht auch die schönste Ruderregatta. Kein Wunder, dass die traditionsreichen Rennen für die Teilnehmer etwas ganz Besonderes sind. Besonders ist auch das Profil der 350 m langen Regattastrecke an sich. Sie ist von überall her gut einsehbar. Ob von der Kurbrücke, der Karl-Heyer-Promenade oder dem Festgelände des Brücken-Festivals im Kurpark. Seit einigen Jahren wird die traditionelle Kaiserpokal-Regatta in einer neuen Form der „Sprint-Regatta“ durchgeführt. Das bedeutete für die Ruderinnen und Ruderer, dass erstens mindestens zweimal ein Rennen gewonnen werden musste und zweitens, dass in kurzer Folge die Boote bis zu dreimal die Regattastrecke zu bewältigen hatten. Für die beteiligten Ruderer aus Limburg, Wetzlar, Bonn, Lahnstein, Holland und den Gastgebern Bad Ems, eine sehr hohe Konditionsleistung, für die Zuschauer beste Regattaatmosphäre mit spannenden Wettkämpfen und vielen Rennen. In den Vorläufen jeder Rennklasse fuhr „Jeder gegen Jeden“. Insgesamt wurden 11 Rennen um die begehrten Pokale ausgefahren. Highlight wie in jedem Jahr und bei den Ruderer heiß begehrt, der Sieg um den „Kaiser-Pokal“ im Männer-Vierer mit Steuermann. Hier gingen im „Best of Three“ die Mannschaften der Rgm. Neuwied/Bonn/Siegburg gegen den Limburger Club für Wassersport auf die Strecke. Die Jungs spürten hier einen ganz schönen Druck auf den Riemen, der sich aber für das Team Limburg auszahlte und zum Sieg führte.
Der Wanderpokal stammt aus dem Jahre 1884, wurde von Kaiser Wilhelm I., als ewiger „Wanderpreis“ gespendet. Ein außergewöhnliches Rennen gab es im Frauen-Riemen-Vierer gingen erstmals 2 Mannschaften auf die Strecke. Holland und Deutschland lieferten sich ein spannendes Duell. Fast eineinhalb Bootslängen führte das Team Deutschland zum Sieg. Der schönste Schluss einer jeden Regatta ist wohl das Rennen der „Rennachter“ mit Steuermann.
Die einzelnen Rennen, die nahezu alle sieben Minuten anstanden, wurden von Arno Boes, bekannt durch TV-Kommentare nationaler und internationaler Regatten, über Lautsprecher angekündigt und kommentiert. Er vollzog auch später die Siegerehrung mit der Rosenkönigin Sybilla Busch und Marktkönigin Kathrin Plaggenmeier, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Rudervereins Uwe Bruchhäuser, Jörg Strack (2. Vorsitzender), Bürgermeister Berny Abt, Elfi Jörnhs, Lutz Itschert (Präsidenten des Koblenzer Ruderclubs Rhenania). Ein tolles sportliches Ambiente, die Zuschauer sparten nicht mit Applaus und die Vereinskameraden feuerten ordentlich an.
Das Frauen-Riemen-Vierer Team Holland.
Bei herrlichstem Wetter lieferten sich die Teilnehmer eine spannende Regatta.
