Auf den Spuren der Maifelder Urahnen
Die unermüdliche Suche nach den Wurzeln
VG Maifeld. Die unermüdliche Suche nach den Wurzeln im Maifeld: „The Hoffmann, Laux, Fuhrmann, Ackermann and Hürter Families of the Maifeld.“ So lautet der Titel des Buches, das der in Amerika ansässige Paul J. Galganski verfasst hat. Als Rechtsanwalt in Milwaukee Menomonee Falls, Wisconsin, ging er, unterstützt von den Heimatforschern Manfred Rüttgers und Ursula Buchholz, auf eine Entdeckungsreise zu seinen Ahnen aus dem Maifeld und besichtigte sogar das Geburtshaus seiner Ur-Ur-Großmutter in der Münstermaifelder Stiftsstraße 5.
Auf der Suche nach dem amerikanischen Traum
1775 in Brieden geboren, war Bartholomäus Hoffmann ein Korbmacher und der Ehemann von Elisabeth Fuhrmann, der Tochter eines Stellmachers aus Gappenach. Münstermaifeld wurde zu ihrer Heimat, wo sie acht Kinder großzogen, darunter auch Josef Hoffmann, der 1810 in Brohl zur Welt kam. Josef erlernte das Schuhmacherhandwerk und heiratete Maria Laux, die leider nur zwei Jahre nach der Geburt ihrer Tochter Anna Maria starb. Mit seiner zweiten Frau Maria Anna Heidger aus Metternich zeugte er zwei weitere Kinder. Am 21. Juni 1843 brach die fünfköpfige Familie nach Amerika auf. Ihre Reise begann in Rotterdam und führte sie mit dem Ozeandampfer Louisa nach New York. Zunächst in Ohio ansässig, ließen sie sich 1846 als Farmer in Germantown, Wisconsin, nieder. Ihr Lebensabend wurde schließlich ab 1880 gemeinsam mit Tochter Mary Anna und ihrer Familie in Rib Falls, Marathon County, verbracht. Mary Anna, 1837 in Münstermaifeld geboren, ist die Ur-Ur-Großmutter von Paul J. Galganski.
Von Münstermaifeld über Rotterdam nach New York
„Dieser Weg, der so einfach klingt, war zu jener Zeit schon ein gewaltiges Abenteuer“, äußert Heimatforscher Manfred Rüttgers. „Die fünfköpfige Familie musste erhebliche Geldmittel aufbringen, sich irgendwie nach Rotterdam durchschlagen und sich dann auf eine Reise ins Ungewisse begeben.“ Durch seine familiären Aufzeichnungen ist Rüttgers sehr vertraut mit den Familien aus dem Maifeld und ihrer Geschichte. Als Paul J. Galganski sich im Jahr 2009 an ihn wandte, um mehr über seine Vorfahren zu erfahren, war er bei Rüttgers an der richtigen Adresse. Dreimal besuchte der Rechtsanwalt, der sich sehr für seine deutschen Ahnen interessierte und deren Geschichte für seine Familie und Nachkommen dokumentieren wollte, das Maifeld. Mithilfe von Rüttgers entdeckte er noch Einträge in alten Kirchenbüchern, besuchte Geburtshäuser und fand sogar Gräber seiner Urahnen an der Kapelle in Welling. In Dankbarkeit für die große Unterstützung widmete er sein Buch seinem „lieben Freund Manfred Rüttgers“.
Der Ruhestand und zukünftige Pläne von Paul J. Galganski
Ende Juni zog sich der 68-jährige Galganski aus seiner Partnerschaft in einer Anwaltskanzlei zurück und hat viele Pläne für seine neu gewonnene Freizeit. Er plant ein neues Buch über die Familie seines Ur-Ur-Großvaters Melchior Jensch, dem Ehemann der zuvor genannten Mary. Darüber hinaus plant er einen weiteren Besuch im Maifeld: In zwei bis drei Jahren möchte er seiner Frau Maura die reizvolle Gegend des Maifelds und der Mosel vorstellen, die sein Ur-Ur-Ur-Großvater einst verließ, um in Amerika sein Glück zu suchen. BA
Zu einer Weinprobe und einem Abendessen in Alken, an denen auch Manfred Rüttgers und Ursula Buchholz, Autorin verschiedener Familienbücher in den Verbandsgemeinden Cochem-Zell und Kaisersesch, teilnahmen, brachte Paul J. Galganski sein Buch mit, von dem ein Exemplar in der Rheinischen Landesbibliothek in Koblenz zu finden ist. Foto: VG Maifeld/Gudrun Kosira-Schmitt
