Gernot Mittler begeistert beim Mendiger Seniorentreff
Die vielfältigen Talente und Verdienste des Lenese Florin
Staatsminister a.D. befasste sich mit Leben und Wirken von Florin Kloeppel
Mendig. Im Haus am Lindenbaum hatten sich dicht gedrängt weit über 50 Senioren zusammengefunden, um den Ausführungen von Staatsminister a.D. Gernot Mittler zu folgen, der dem Obermendiger Bäckermeister und Heimatdichter Florin Kloeppel ein Denkmal setzte.
Er spannte dabei den Bogen ausgehend von der Familiengeschichte über die vielfältigen ehrenamtlichen Engagements in Obermendiger Vereinen bis zum weitgehenden Sponsoring des von imposanten Pappeln eingesäumten Sportplatzes der Ehemaligen von Grün-Weiß, als Mendig durch den Handballsport international repräsentiert wurde.
Der unter dem Rufnamen Lenese Florin weithin bekannte Heimatdichter war vielseitig karitativ unterwegs und fand trotzdem reichlich Muße, um bei den in den guten alten Zeiten noch vielfältigen Vereinsfestivitäten für jede Besonderheit des Ortslebens eine gelungene und angemessene Umsetzung zu finden. Oftmals steckte darin auch der schelmische Humor in den Zeilen, was mehrfach zu herzlichem Gelächter unter den Anwesenden beitrug.
Aber auch Momente des Innehaltens gab es, wenn die nachdenkliche Seite der Prosa ins Blickfeld geriet. Verweise auf den damals herrschenden Zusammenhalt der Ortsgemeinschaft fanden bei den Senioren zustimmende Kommentare.
Gernot Mittler hat mit Zeitgenossen und Familienangehörigen des Heimatdichters ausführliche Gespräche geführt, sodass er aus einem reichen Fundus an persönlichen Details berichten konnte. Zudem kamen so im Laufe der Zeit Aufzeichnungen längst verloren geglaubter Dichtkunst des Lenese Florin zutage, die einem Heimatmuseum gut zu Gesicht stünden. An mehreren Texten von Florin Kloeppel zeigte Mittler dessen umfangreiches Repertoire auf und nahm die Anwesenden mit auf eine Reise zurück ins 20. Jahrhundert, als die Vereinigung der beiden Ortsteile bereits in diesem Oeuvre vorausgesehen wurde.
Zum Ende hin stimmte die Gemeinschaft der Senioren ein in die Verse des Obermendiger Heimatliedes, mit dem sich der Dichter einen festen Platz in den Herzen der Einwohner gesichert hat: „Denn da soll für immer meine Heimat sein.“
