66 Jahre Elferrat Rot-Weiß
Die wilde 13 regiert ab Januar
Karnevalseröffnung im Till Eulenspiegel
Höhr-Grenzhausen. „Mit 66 Jahren, fängt Karneval erst an“. Zumindest macht ein erfolgreicher Verein bei dem weiter, was er sich in diesen Jahren aufgebaut hat. Und da hat der Elferrat Rot-Weiß aus Höhr-Grenzhausen einiges zu bieten. Der Verein kann eine lange Geschichte erzählen, die am 13. Januar 1951 anfing.
Gründervater war damals Alois Gerz, welcher neben Egon Grauel, Richard Weimerskirch, Richard Wittelsberger, Ossi Enders und Ludwig Diefenbach im Februar dann das erste mal die Bühne betrat und vor Rot-Weißem Publikum in die Bütt stieg. Ein Zug wurde ausgerichtet und natürlich musste es einen Präsidenten geben. Rudi Weiß hatte die Ehre, als erster Präsident des Elferrats Rot-Weiß zu kandidieren.
Nach ihm folgten noch viele weitere bis schließlich Michael Specht, seit 2002 dieses Amt übernimmt.
Der Verein kam auch im Umkreis gut an und war bekannt für seine Feierstimmung. Tanzgruppen entstanden und so wurden die Tanzmariechen Aushängeschild des Vereins. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.
Wenn die Rot-Weißen Narren die Bühne betreten herrscht Stimmung im Saal. Dann wird gesungen und getanzt, damit Karneval niemals Ernst wird.
Verabschiedung der Prinzenpaare
Zur langjährigen Tradition gehören auch die Prinzenpaare. Darunter fällt sowohl das Kinderprinzenpaar als auch das erwachsene Paar. Wer im Jubiläumsjahr regieren wird, wurde am letzten Samstag in der Gaststätte Till Eulenspiegel vorgestellt. Der große Saal strahlte in den Vereinsfarben und auch die Gäste hatten ihre Kostüme aus dem Schrank geholt. In Form einer kleinen Sitzung, die ein buntes Programm bot, war dafür gesorgt, dass die reine Vorstellung der Prinzenpaare nicht zu trocken wird. Nachdem Bürgermeister Thilo Becker seine Ansprache an die Narren gehalten hatte, übernahm Theo Hartmann das Mikrofon und fungierte als Moderator. Bevor die noch amtierenden Prinzenpaare einige Abschiedswörter sagen durften, zeigten erst einmal die Mädchen des Rot-Weiß-Balletts ihr Können. In einem spektakulären Gardetanz warfen sie ihre Beine in die Luft und präsentierten die unterschiedlichsten Formationen.
Dann war es so weit. Amtierendes Kinderprinzenpaar Florian und Kira aus dem Westerwald betraten zusammen mit Joachim und Petra Rosenbach und ihrem Gefolge die Bühne. Ein kleiner Tanz des Kinderprinzenpaars mit Gefolge lockerte die eher wehmütige Stimmung auf. Nachdem sich die Kinder verabschiedet hatten, kamen die Erwachsenen zu Wort. Passend gekleidet zum Motto „Formel 1“ gaben sie dem neuen Prinzenpaar gute Wünsche mit auf den Weg. Bis zum 13. Januar, der offiziellen Proklamation, würden sie noch regieren. Beim Ausmarsch zeigten die Rennfahrer, was sie unter Stimmung machen verstanden und steckten damit das Publikum an.
Einige Gastauftritt befreundeter Vereine durfte der Elferrat Rot-Weiß in seinem Saal empfangen. Dazu gehörte der Showtanz des Grau-Blau-Balletts unter dem Motto „Rom“. Auch die Chilies aus Hilgert beeindruckten mit Bewegungen zu moderner Musik. Neben Tänzen betrat auch der Musikverein aus Obertiefenbach die Bühne und heizte seinem Publikum mit zahlreichen Instrumenten ein.
Vorstellung der neuen Prinzenpaare
Die Spannung stieg, als das neue Kinderprinzenpaar angekündigt wurde. In zart-rosa und baby-blauen T-Shirts betraten Robin Beyer und Nele Gräf mit ihrem Gefolge die Bühne. Nachdem sie ausführlich vorgestellt wurden und bereits eine lange karnevalistische Laufbahn vorweisen konnten, zauberten sie ihren Zuschauern mit einer modernen Ansprache ein Lächeln ins Gesicht. Dank ihres frischen Auftritts können es die Vereinsmitglieder kaum erwarten, bis Robin und Nele in 66 Tagen ihre Regentschaft antreten dürfen.
Mit dem Satz „Ich? Niemals!“ begann die Regentschaft des neuen Prinzen Roman Brinbach. Umso mehr freute man sich, ihn auf der Bühne als neuen Prinzen sehen zu dürfen. Zusammen mit seiner Gattin Andrea (Andi) Birnbach und ihrem Gefolge begrüßten sie ihren Verein. Auch sie mussten sich einer langen Vorstellung unterziehen. Mit einer außergewöhnlichen Rede rissen sie ihr Publikum in den Bann und zeigten so, wie gut sie zusammen harmonierten. Nachdem sie die „perfekte“ Rede in den Händen hielten, verließ das Paar die Bühne. Dass sie bereits sehnsüchtig auf den 13. Januar hinarbeiten, demonstrierten ihre T-Shirts mit dem Aufdruck „Die wilde 13“.
Bis spät in die Nacht feierten die Höhr-Grenzhausener Narren noch und wurden dabei musikalisch von der Band „Hörgerät“ begleitet. Dass die Sitzungen an Karneval ein voller Erfolg werden, haben die neuen Prinzenpaare bewiesen. Bis dahin bleibt nur noch zu sagen: „Ein dreifach kräftiges Höhr-Grenzhausen, HELAU!“
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