Allgemeine Berichte | 01.06.2018

Stefan-Morsch-Stiftung setzt sich seit 1986 unermüdlich für Leukämie-Patienten ein

Diese Krankheit kann jeden treffen

Der 19-jährige Lukas P. während der Spende.privat

Steimel. „Hoffen, Helfen, Heilen“: Das ist das Motto der Stefan-Morsch-Stiftung, die sich seit 1986 unermüdlich für die Heilung von Leukämie- und Tumorpatienten einsetzt. Viele Menschen kennen inzwischen die Geschichte des 17-jährigen Stefan, der zwar den eigenen Kampf gegen die Leukämie verlor, dessen Lächeln jedoch in den Räumen der Stiftung und darüber hinaus allgegenwärtig ist, doch macht sich wirklich jeder bewusst, dass Leukämie uns alle angeht und jeden treffen kann?

Als sich der damals noch 17-jährige Lukas P. aus Steimel Anfang des Jahres 2017 für die Stefan-Morsch-Stiftung als potenzieller Stammzellenspender typisieren ließ, ahnte er nicht, wie bald er vor die Entscheidung gestellt werden würde. Nur zehn Monate nach seinem 18. Geburtstag gab es den ersten Treffer in der Datenbank, sechs Wochen danach den zweiten. Für diesen Empfänger war der inzwischen 19-Jährige der ideale Spender. Nachdem er seine Entscheidung getroffen hatte, folgten eine Menge Voruntersuchungen und ein erster Termin bei der Stiftung in Birkenfeld. Der Spendetermin für die Stammzellen wurde festgesetzt. In den fünf Tagen vor der Spende bekommt der Spender Medikamente verabreicht, die die Produktion der körpereigenen Stammzellen anregen sollen. „Natürlich haben die Medikamente einige Nebenwirkungen“, räumt Lukas P. ein, „aber ein paar Tage Unwohlsein sind ein kleiner Preis für ein Menschenleben. Und es ist ein gutes Gefühl, jemandem die Chance auf das Weiterleben zu schenken.“

Am Abend vor der Spende reisen der Spender und eine Begleitperson in Birkenfeld an, wo sie in einem Hotel untergebracht und sehr aufmerksam betreut werden. Am nächsten Tag folgt die Stammzellenentnahme in den Räumen der Stiftung in einer lockeren und freundlichen Atmosphäre. Nach maximal fünf Stunden ist die Entnahme beendet, Spender und Begleitperson essen dann in der Stiftung noch zu Mittag, während die Stammzellen und das Blut im Labor untersucht werden. In den nächsten 72 Stunden erhält der Empfänger seine Stammzellen.

Am Spendetag erfährt der Spender nur Eckdaten seines Empfängers (Herkunftsland, Alter und Geschlecht), doch nach zwei Jahren kann die Anonymität aufgehoben werden, Spender und Empfänger können sich kennenlernen. Diese Begegnung wird in den meisten Fällen von beiden gewünscht. Es kommt sehr häufig zu emotionalen Treffen, aus denen nicht selten Freundschaften entstehen.

„Natürlich war ich nach der Spende noch ein wenig wackelig auf den Beinen, aber der Tag in der Stiftung war eine wertvolle Erfahrung“, so der 19-Jährige nach seiner Spende.

Je mehr Menschen sich typisieren lassen, desto mehr Patienten bekommen die Chance aufs Überleben. „Und Leukämie kann jeden treffen und geht deswegen auch uns alle an“, wie Emil Morsch, der Gründer der Stiftung, in seinem Buch schreibt. Informationen zur Typisierung und der Stammzellenspende sind unter www.stefan-morsch-stiftung.com zu finden. Für eine Typisierung kann sich jeder Interessierte kostenlos ein Set nach Hause schicken lassen, ein Abstrich der Mundschleimhaut genügt.

Der 19-jährige Lukas P. während der Spende.Foto: privat

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