Mendiger Jugendfeuerwehr feierte ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Aktionstag
Diesmal stand der Nachwuchs im Mittelpunkt
Lukas Reutelsterz soll in Thür als Stellvertreter von Christopher Wittig vereidigt werden
Mendig. Mit einem Aktionstag am und vor dem Feuerwehrgerätehaus in der Pellenzstraße in Mendig hat die Freiwillige Feuerwehr Mendig am vergangenen Samstag das 50-jährige Bestehen ihrer Jugendfeuerwehr gefeiert. 15 Jugendliche ab zehn Jahren gehören mittlerweile der Jugendfeuerwehr an, betreut wird sie von Jugendwart Pascal Pape und seiner Stellvertreterin Simone Ockenfeld, die von der Pike auf dabei ist. Jeden Freitag wird von 18 Uhr an bis zu zwei Stunden lang geübt. Dieser Tag wurde extra ausgesucht, weil die Schüler keine Hausaufgaben zu verrichten haben.
„Wir haben den Aktionstag ins Leben gerufen, um weiter zu wachsen“, erklärte Wehrführer Christopher Wittig. „Im Dezember des vergangenen Jahres waren nur noch vier Nachwuchskräfte im Einsatz, wir mussten einfach reagieren. Heute ist die Jugendfeuerwehr wieder zu einem festen Bestandteil geworden. Sie ist die wichtigste Säule der Nachwuchsgewinnung. Kinder und Jugendliche können seit einem halben Jahrhundert in Mendig im Rahmen dieses sozialen Engagements spielerisch das Feuerwehrwissen erlernen. Die beiden Jugendwarte kümmern sich mit viel Herzblut um den Nachwuchs. Sie schenken den Jugendlichen ein gewinnbringendes Hobby, bei dem stets das soziale Miteinander im Fokus steht.“
Beim Aktionstag gab es neben einer Showübung der Mendiger Jugendfeuerwehr jede Menge Spielangebote und natürlich vielfältige Informationen rund um die Themen Brandschutz und Brandbekämpfung. Vier Stationen waren auf dem Vorplatz aufgebaut: Dazu gehörten das Info-Fahrzeug der Verbandsgemeinde Pellenz, das Entchenangeln, eine Löschübung auf verschiedene Pylonen und eine abschließende Schnitzeljagd.
„Viele haben ihre Feuerwehrkarriere wie ihr begonnen. Ihr gehört heute zu mehr als 13.000 Mitgliedern im Alter von zehn bis 18 Jahren, die in rund 1100 rheinland-pfälzischen Jugendfeuerwehren ihr Können zeigen. Ihr lernt, wie wichtig es ist, für den anderen da zu sein und dass soziales Engagement auch Spaß machen kann“, lobte Jörg Lempertz, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, vom 18. bis zum 30. Lebensjahr selbst aktiver Feuerwehrmann. „Mein Dank gilt heute aber auch allen, die sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten für die Ausbildung und die Betreuung des Feuerwehrnachwuchses eingesetzt haben. Unsere Jugendfeuerwehren sind wie die aktiven Wehren attraktiv und sehr gut aufgestellt. Das wird trotz enger Haushaltsspielräume auch in Zukunft so bleiben, denn ihr steht für Daseinsvorsorge und Sicherheit, heute und in der Zukunft.“
Der Sonntag startete um 11 Uhr mit einem Frühschoppen, um 12 Uhr öffnete die Frittenbude. Ein Höhepunkt des Feuerwehrfestes war um 14 Uhr eine live moderierte Feuerwehrübung. Ab 14.30 Uhr konnte an einer Übungsstation für Jedermann auch selbst „gelöscht“ werden. Umrahmt wurde der Tag der Mendiger Feuerwehr, die über 40 aktive Feuerwehrleute verfügt und als Stützpunktwehr 150 bis 200 Einsätze pro Jahr verzeichnet, von einer großen Fahrzeugausstellung. Während des ganzen Tages wurden Kaffee und Kuchen angeboten. Der nächste Feiertag lässt nicht lange auf sich warten: Beim Feuerwehrtag der Verbandsgemeinde Mendig zum 100-jährigen Bestehen der Feuerwehr Thür wird Lukas Reutelsterz offiziell als stellvertretender Wehrführer der Mendiger Wehr vereidigt
Vor dem Feuerwehrgerätehaus in der Pellenzstraße war so richtig was los.
Früh übt sich, was ein Meister werden will.
Wehrführer Christopher Wittig (2.v.l.) und sein Stellvertreter Lukas Reutelsterz (r. daneben) erhielten Besuch von Jörg Lempertz, dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig (l.), und vom Ersten Beigeordneten der Stadt Mendig, Achim Grün, der Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel vertrat.
