Allgemeine Berichte | 21.04.2016

DRS Neuwied war Gastgeber im Rahmen eines europäischen Erasmus-Projektes

Digitale Lernumgebung schaffen

Schüler und Lehrer aus neun Ländern arbeiten am digitalen Unterricht der Zukunft

Die Projektteilnehmer des Erasmus-Projektes an der David-Röntgen-Schule in Neuwied. privat

Neuwied. Für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft spielen Information, Wissen und Bildung eine immer bedeutendere Rolle. Kein Wunder, dass die digitalen Medien auch aus dem modernen Unterricht nicht mehr wegzudenken sind. Doch zuweilen fehlen die schlüssigen Konzepte. Dagegen arbeitet ein europaweites Schulprojekt, an dem auch die David-Roentgen-Schule beteiligt ist, in einem auf drei Jahre angelegten Projekt. Unter dem Titel „Closing the Gap in ICT“ (Schließen der Lücke in der Informationstechnologie) widmen sich Schüler und Lehrer aus neun Ländern der Frage, wie man digitale Lernumgebungen der Zukunft schaffen kann. Die Informationstechnologie bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, den Unterricht zu verbessern: E-Learning, Online-Kurse, Online-Management und Webgestütze-Diagnose sind Schlagwörter, hinter denen sich vielfältige Möglichkeiten für Lehrer und Schüler verbergen. Aber warum hat man nicht schon einen umfangreicheren Einsatz solcher IT-Tools, um den Unterricht zu bereichern? Ein Grund hierfür ist die Lücke in den IT-Kenntnissen zwischen Lehrern und Schülern. Der Schließung dieser „Lücke“ hat sich das Erasmus-Projekt verschrieben.

Weiterhin ist das Projekt dazu angelegt, um unterrichtliche Inhalte, zum Beispiel mittels der Lernplattform „Moodle“, zu erstellen, damit ein vermehrter Einsatz im Unterricht ermöglicht wird. Insgesamt eine Woche lang arbeiteten die Projektteilnehmer unlängst auf Einladung der David-Roentgen-Schule in Neuwied, um Informationen auszutauschen, Erfahrungen zu sammeln und die digitale Lern- und Arbeitsplattform „Moodle“ weiterzuentwickeln: „Mithilfe von Moodle können die Schüler nicht nur im Unterricht, sondern auch zu Hause an den Unterrichtsinhalten arbeiten“, erläutern die DRS-Projektleiter Winfried Dietz und Carsten Lenze. „Lehrer dagegen, haben die Möglichkeit, das Erarbeitete direkt zu sichten, Fortschritte oder Schwächen zu erkennen und gezielt Rückmeldungen zu geben, die den Arbeitsprozess unterstützen“, wissen sie aus der langjährigen Arbeit mit Moodle. Dabei soll die Lernplattform den normalen Unterricht und die Interaktion zwischen Schülern und Lehrern nicht ersetzen, sondern vielmehr bereichern und ergänzen. Hier konnten auch die teilnehmenden Schüler der höheren Berufsfachschule und des beruflichen Gymnasiums der DRS ihre Erfahrungen und Anregungen einbringen. Neben der Arbeit an Moodle und dem kollegialen Austausch standen unter anderem auch ein Besuch der Lehrwerkstatt der Firma Rasselstein oder ein Antikonflikttraining für die Schüler auf dem Programm der Arbeitswoche in der DRS.

In den kommenden Tagen geht es dann für eine Neuwieder Delegation aus Lehrern und Schülern nach Konya in die Türkei. Dort wird weiter gearbeitet, um in naher Zukunft praktikable Konzepte anbieten zu können, die ein produktives Einbinden digitaler Medien in den Unterricht ermöglichen – auch über Landesgrenzen hinweg.

Internationale Schulen nehmen am Projekt teil

In dem Projekt befinden sich neben der David-Roentgen-Schule aus Neuwied noch Schulen aus Schweden (Söderköping), Litauen (Ponewiesch), Polen (Bielitz-Biala), Rumänien (Onesti), Bulgarien (Burgas), Türkei (Konya), Griechenland (Theben) und Italien (Syrakus).

Das Projekt hat im Oktober 2015 begonnen und ist auf drei Jahre angelegt. Insgesamt wurde von der EU eine Fördersumme von 297.000 Euro bewilligt, womit das Projekt in der aktuellen Antragsrunde die höchste Fördersumme in ganz Deutschland aufweist.

Die Schüler waren mit Spaß bei der Sache.

Die Schüler waren mit Spaß bei der Sache.

Die Projektteilnehmer des Erasmus-Projektes an der David-Röntgen-Schule in Neuwied. Fotos: privat

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