Allgemeine Berichte | 01.07.2024

Digitales Treffen zum Thema Katzenschutzverordnung für die Städte und Gemeinden des Kreis Ahrweiler

Fundkater aus Birresdorf, unkastriert und schwer verletzt. Fotos: Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V.

Kreis Ahrweiler. Das Problem der freilebenden, herrenlosen Streunerkatzen und wie man es in den Griff bekommen kann, war der Anlass des Treffens, bei dem sich Birgit Stupp für die Grünen im Stadtrat der Kreisstadt, Evelyn Stieber, Andrea Brezina und Ursula Stang des Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V., Holger Wolf (Tierschutzexperte) und Dr. Gitta Greif-Werner, Vorsitzende des Jagd, Natur und Umweltschutz e.V. (JANU), austauschten.

Tierschutzexperte Holger Wolf erläuterte in einem interessanten Fachvortrag die Hintergründe zum Thema Katzenschutz und Straßenkatzen. Neben der problematischen Situation der unkontrollierten Vermehrung waren auch die rechtlichen Grundlagen und Hintergründe sowie Umsetzungsbeispiele für Katzenschutzverordnungen Thema des Vortrags.

Im Anschluss präsentierte Evelyn Stieber, Schriftführerin der Katzenschutzfreunde, die aktuelle Situation des Katzenschutzvereins. Neben Zahlen und Daten der Fundkatzen zeigte sie viele Beispiele von gefundenen, kranken Straßenkatzen der vergangenen Jahre auf. Andrea Brezina (1. Vorsitzende) und Ursula Stang (2. Vorsitzende) teilten ebenfalls ihre Erfahrungen der vielen Jahre im Katzenschutz. „Was viele nicht wissen: Überall in unserem Kreis gibt es sie: Verwilderte und verwahrloste Straßenkatzen, die meist nur durch Zufall entdeckt werden. Die Meisten werden krank und von Parasiten befallen aufgefunden und müssen tierärztlich versorgt werden. Manche können leider nur noch erlöst werden“, so Evelyn Stieber. Das Problem der herrenlosen Streunerkatzen, die sich immer weiter vermehren, ist städte- und gemeindeübergreifend und um die Vermehrung einzudämmen, bedarf es einer flächendeckenden Kastrationspflicht für Freigängerkatzen. Die Arbeit der Tierschutzvereine alleine kann das Problem der unzähligen Straßenkatzen nicht lösen. Nur die Kastration der Streunerkatzen in Kombination mit der konsequenten Kastration von Freigängerkatzen kann zu sinkenden Populationen und dem Weg aus dem Elend führen.

Dr. Gitta Greif-Werner pflichtete dem bei und berichtete ebenfalls vom Problem der herrenlos streunenden Katzen. Zur Deckung ihres Nahrungsbedarfs jagen sie Vögel und andere Kleintiere und sind häufig Krankheitsträger von Katzenschnupfen und Katzen-AIDS.

Am Ende waren sich alle einig: In den vergangenen Jahren wurde seitens der Katzenschutzfreunde viel Öffentlichkeitsarbeit zu diesem Thema geleistet, um über das Problem aufzuklären, aber nun muss endlich gehandelt werden. Die Einführung der Katzenschutzverordnung ist die einfachste und nachhaltigste Methode, das Tierleid um uns herum einzudämmen und langfristig und effektiv zu verhindern. Die gezeigten, teils schlimmen Bilder und Schicksale der Straßenkatzen wirken noch immer nach und bleiben in Erinnerung. Umso mehr motiviert es aber, sich gemeinsam für die Einführung der Katzenschutzverordnung in den Städten und Gemeinden des Kreis Ahrweiler einzusetzen.

Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V.: Tel. (0 26 46) 91 59 28, E-Mail: info@katzenschutzfreunde.de, www.katzenschutzfreunde.de.

Spendenkonto: Volksbank RheinAhrEifel eG, IBAN: DE61 5776 1591 0416 1258 00.

Pressemitteilung der

Katzenschutzfreunde

Rhein-Ahr-Eifel e.V.

Fundkitten.

Fundkitten.

Fundkater aus Birresdorf, unkastriert und schwer verletzt. Fotos: Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag Imageanzeige
150 Jahre Krupp Verlag
Sonderpreis 150 Jahre
150 Jahre Zeitungstradition
La Vida Sports Sommeraktion
150-jähriges Jubiläum Krupp Verlag
150 Jahre Zeitungstradition
Empfohlene Artikel
Im Kurpark von Bad Neuenahr: Pascal Rowald, Gordon Schnieder und Bundeskanzler Friedrich Merz.
1099

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Fünf Jahre ist es jetzt her, dass sich am 14./15. Juli 2021 eine verheerende Flut durch das Ahrtal wälzte, 135 Menschen aus dem Leben riss, zahllose Verletzungen an Leib und Seele forderte, Existenzen, Häuser, Straßen und Wege zerstörte und das ganze Tal nachhaltig veränderte – bis heute. Am fünften Jahrestag der größten Naturkatastrophe der jüngeren deutschen Geschichte gedachte...

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer.
849

Als ich diese Zeilen schreibe, liegt der fünfte Jahrestag der Flut noch vor uns. Wenn Sie sie lesen, haben wir ihn hinter uns. Manche werden sagen: „Wir haben ihn geschafft!“ Und allein dieses Wort zeigt, wie viel dieser Tag vielen Menschen noch abverlangt.

Weiterlesen

v.l.n.r. Wolfram Hutsteiner, Leiter Kita St. Josef, Luisa Wittersheim, stellv. Leiterin Kita St. Josef, Ramona Mühlenkamp, Gesamtleitung Kita gGmbh, Anne Herrig, Vorsitzende des Kita-Elternausschusses und Kita-Förderverein.  Foto: privat
24

Altenahr. Sechs Jahrzehnte voller Leben, Lachen und Lernen - sechs Jahrzehnte, in denen Generationen von Kindern in der Kindertagesstätte St. Josef in Altenahr begleitet, gefördert und auf ihrem Weg ins Leben gestärkt wurden. Das runde Jubiläum war Anlass, um ein buntes Familienfest zu feiern.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Familie Frank aus Plaidt freute sich über Präsente im Sayner Freibad.
121

Sommerwetter sorgt für gute Besucherzahlen

20.000-Gäste-Marke im Freibad Sayn erreicht

Bendorf-Sayn. Anfang der Woche konnte im Freibad Sayn ein besonderer Meilenstein erreicht werden: Bereits der 20.000. Badegast der diesjährigen Saison wurde begrüßt. Damit wurde diese Marke deutlich früher geknackt als im vergangenen Jahr. Die anhaltend warmen Temperaturen haben in den vergangenen Wochen viele Besucherinnen und Besucher ins Freibad Sayn gelockt.

Von Stadtverwaltung Bendorf aus Bendorf

Weiterlesen