Allgemeine Berichte | 07.05.2013

Nistkasten am Kreishaus erneuert

Domizil für die Turmfalken ist einzugsbereit

Rhein-Sieg-Kreis. Seit vergangener Woche ist es einzugsbereit, das neue Domizil für die Turmfalken an der Fassade des Kreishauses. In luftiger Höhe, auf der Balustrade des 10. Stocks, montierten Frank Hoffmann, Biologe bei der Unteren Landschaftsbehörde, und Michael Adscheid von der Gebäudewirtschaft des Rhein-Sieg-Kreises einen neuen Nistkasten. Auf der Rindenmulch-Sand-Mischung können es sich die Tiere jetzt bequem machen.

Seit 1997 nisten bereits Turmfalken am Kreishaus – im letzten Jahr allerdings bekamen sie unliebsamen Besuch von einem Sakerfalken. Der bei einer Flugschau entwischte Greifvogel attackierte den Nistkasten und tötete mindestens ein Küken. Zwar konnte er vertrieben werden, der bewährte Familiensitz der Turmfalken aber war zerstört, Ersatz musste her. Karl-Josef Habernickel aus Much stiftete das neue Falkennest. Ohne einen fremden „Nest-Architekten“ geht es auch nicht, denn der Falco tinnunculus – so der lateinische Name des Turmfalken – baut sich kein eigenes Nest. Er nutzt vorwiegend alte Krähennester oder vergleichbare Nischen an Gebäuden und polstert sie höchstens etwas aus.

Übrigens: Mit rund 460 Brutpaaren ist der Turmfalke nach dem Mäusebussard der häufigste Greifvogel im Rhein-Sieg-Kreis.

Pressemitteilung des

Rhein-Sieg-Kreises

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