„Nacht der Studiosen“ im Polcher Forum
Doppelter Zuwachs für die „wissbegierigen“ Männer
Maximilian Mumm und Peter Hermen wurden ernannt
Polch. Die „Nacht der Studiosen“ bot den zahlreichen Saalgästen im Polcher Forum wieder mal ein buntes karnevalistisches Feuerwerk der Extraklasse. In einem mehrstündigen Programm präsentierten die Männer des Vereins Akademie für freie Künste, Wissenschaft und Narrheit zu Polch bei Caan auf dem Maifeld 1888 e.V. im schwarzen Anzug und bunter Narrenkappe den Gästen im vollbesetzten Saal ihre vielfältige närrische Begabung und starteten mit einem selbstgetexteten Lied „Studiosen, geboren um Freude zu geben“ in einen tollen Studiosenabend. Kanzler Willi Wagner freute sich bei der Eröffnung, neben den zahlreich erschienenen Narren, auch einige Ehrengäste begrüßen zu können, u.a. den Bürgermeister der Stadt Polch Gerd Klasen, Franz Schmitz als Vertreter der Verbandsgemeinde Maifeld, Claudia Blotzki von der Kreissparkasse Mayen, Markus
Reiter von der Volksbank RheinAhrEifel sowie die Ehrenmitglieder des Vereins Akademie Robert Brand und Johannes Weinand. Aus der Nachbarschaft waren die Abordnungen der Möhnenvereine aus Mertloch, Rüber, Pillig, Ruitsch und Münstermaifeld sowie die Aktiven der KG Münstermaifeld und des Carnevalvereins der Viedeler Möhnen erschienen. Die Vertreter und Aktiven des Vereins Akademie mit ihrer amtierenden Obermöhn Heidi I. samt Gefolge „stürmten“ die Narrenbühne und hatten das neue Polcher Kinderprinzenpaar mitgebracht. Prinz Luca I. aus dem Hause der Fußballgötter und Prinzessin Louisa I. aus dem Königshaus der Einhörner präsentierten sich dem närrischen Publikum.
Zwei Neuernennungen bei den Studiosen
Bevor das karnevalistische Programm starten konnte, war es an der Zeit zwei weitere „wissbegierige Männer“ in den handverlesenen Studiosenkreis aufzunehmen. In einer feierlichen Ernennungszeremonie stellte der Kanzler die beiden Anwärter vor und überreichte ihnen Orden und Kappe als äußeres Zeichen ihrer neuen Würde.
Mit Peter Hermen, der als Justizbeamter beim Oberlandesgericht beschäftigt ist, erhielt ein waschechter Polcher die närrische Auszeichnung. Er ist seiner Heimatgemeinde eng verbunden und in vielen Vereinen der Stadt aktiv.
Der zweite neue Studiosus stammt passenderweise aus der Karnevalshochburg Köln, zog der Liebe wegen nach Kobern-Gondorf und baute in Münstermaifeld ein Haus. Als dortiger Stadtbürgermeister begann er seine politische Karriere, die ihn später an die Spitze der Verbandsgemeinde Maifeld führte. Es ist Bürgermeister Maximilian Mumm. Die beiden neu Ernannten zeigten anschließend, dass sie über ausreichend karnevalistisches Talent verfügen. Mit ihrem wortlosen Vortrag „Papierkram“, bei dem die Dialoge mit Hilfe großer Plakate geführt wurden, begeisterten sie das Saalpublikum. Als die „drei Heulbojen“ hatten Martin Eisenbürger, Manfred Höger und Fred Strässer in ihrem zweiteiligen Moritat vieles über Polch zu erzählen. Unter dem Titel „Was ist los in Polch?“ beleuchteten sie das politische Geschehen in der Stadt und illustrierten ihre Kritik mit Musik und passenden Bildern. So hieß es zu der Melodie von „Mendocino“: Ein Zebrastreifen wird nicht genehmigt, stattdessen bekommen wir einen neuen Kreisel“. „Probleme“ mit dem Text von deutschen Schlagerhits zeigte H.G. Schnitzler, zur Freude des Publikums, in seinem Vortrag „Scheiß Schlager“ auf. Einen Augenschmaus der besonderen Art bot der Gardetanz von „Hauptmann“ Maximilian Mumm und „Tanzmariechen“ Martin Eisenbürger.
Die begeisterten Saalgäste krümmten sich vor Lachen, bei dieser tollen Nummer. Unter dem Motto „Probier`s mal mit Gemütlichkeit“ zauberten die Studiosen mit tänzerischen Einlagen die Welt des Dschungelbuchs in die Polcher Narrhalla. Das Publikum war komplett begeistert von der Vorstellung der gesamten Truppe, die von Michaela Frieb-Preis trainiert wird.
Insbesondere von den Frauen sehnsüchtig erwartet, brachte Hans-Georg Ziesemer im Finale als „wahrer König von Mallorca“ den Polcher Saal zum Beben. Als Schmusesänger präsentierte er ein Potpourri von bekannten Partyhits und verteilte Luftballons sowie Rosen an seine Verehrerinnen.
In den Pausen und nach Abschluss der Veranstaltung sorgte Alwin Wölwer für die musikalische Unterstützung und brachte die Saalgäste zum Schunkeln und Tanzen.
Die Studiosen hatten wieder ein tolles Programm abgeliefert, so war die einhellige Meinung der begeisterten Gäste.
LP
Eine tolle „Nummer“ als Gardetanzpaar boten Maximilian Mumm und Martin Eisenbürger.
Kanzler Willi Wagner (Mitte) ernannte Maximilian Mumm (links) und Peter Hermen (rechts) zu neuen Studiosen.
