Zehnthaus-Kolumne 54
Dorfgeschichte – Wasserversorgung (2)
Essig/Odendorf. Nach der kommunalen Neuordnung im Jahre 1969 gründete sich der Wasserversorgungsverband Euskirchen-Swisttal (WES). Zum Zuständigkeitsbereich der WES gehören die Flächen der Gemeinde Swisttal mit zehn Ortsteilen und die der Stadt Euskirchen mit 18 Ortsteilen. Versorgt werden ca. 76.000 Einwohner. Die wichtigsten Wassergewinnungs- anlagen stehen in Heimerzheim, Ludendorf und Nöthen. Das Wasser wird aus 15 eigenen Brunnen aus einer Tiefe von bis zu 250 Metern zu Tage gefördert. Es handelt sich überwiegend um Vertikalfilterbrunnen mit Tauchmotorpumpen.
Das zutage geförderte Rohwasser wird in Trinkwasseraufbereitungsanlagen (Wasserwerke) physikalisch aufbereitet. Diese befinden sich in Arloff, Heimerzheim und Ludendorf. Das gewonnene Grundwasser enthält aufgrund seiner geologischen Herkunft gelöstes Eisen und Mangan, natürliche Bestandteile der Erdkruste. Über Filteranlagen mit Quarzkies und Quarzsand können diese Stoffe entfernt werden.
Alle natürlich vorkommenden Wasser enthalten freies Kohlenstoffdioxid (CO2), das Wasser ist sauer. Die Entsäuerung erfolgt über Kreuzstrombelüfter. Hierbei wird das unerwünschte CO2 durch gleichmäßiges Einblasen von Luft aus dem Wasser entfernt. Im regulären Betrieb erfolgt eine prophylaktische Desinfektion in den Wasseraufbereitungsanlagen durch die Zugabe von Chlordioxid. Schließlich werden noch natriumbasierte Aufbereitungsstoffe zugesetzt, die korrosionshemmend wirken.
Kein anderes Lebensmittel in Deutschland wird so engmaschig kontrolliert wie Trinkwasser. Unabhängige Labore überprüfend laufend die Qualität des Wassers aus den Brunnen. Die Untersuchung des Trinkwassers erfolgt bei der WES durch ein unabhängiges akkreditiertes Institut, das über eine entsprechende staatliche Zulassung verfügt. Unabhängig davon überwachen auch die Gesundheitsämter die Einhaltung der Qualitätsvorschriften.
Im Versorgungsgebiet der WES werden monatlich an über 30 mit den Genehmigungsbehörden abgestimmten repräsentativen Entnahmestellen Proben entnommen. Zusätzlich erfolgt quartalsmäßig eine Trinkwasser-Beprobung an den Wasserwerken. Gerade in landwirtschaftlich geprägten Regionen hat der Trinkwasserschutz eine besondere Bedeutung. Im Rahmen von landwirtschaftlichen Kooperationen werden die beteiligten Landwirte durch qualifizierte Berater bei einer optimalen und gewässerschonenden Düngung fachgerecht unterstützt. Pro Jahr werden über 1000 Bodenproben untersucht.
Wichtig für die angepasste Dosierung der Waschmittel und die Einstellung technischer Geräte ist die Berücksichtigung des Härtebereichs von Trinkwasser. Die Wasserhärte wird in die Bereich 1 (weich), 2 (mittel = 8 bis 14 Grad Deutsche Härte) und 3 (hart) eingeteilt. Aufgrund der unterschiedlichen Herkünfte des Wassers unterscheidet sich der Härtegrad in den verschiedenen Ortslagen analog zur Zuordnung der Ortschaften zum Wasserwerk. Ludendorf liegt im Härtebereich 2 (mittel).
Der durchschnittliche Tagesverbrauch an Trinkwasser pro Person beläuft sich in Deutschland auf 127 Liter pro Tag, das sind 46.000 Liter pro Jahr. Das Wasserwerk Ludendorf beliefert die Ortschaften Odendorf und Palmersheim über zwei Brunnen in einer Tiefe von 30 und 90 Metern. Ludendorf wird von Heimerzheim bedient.
Die Betriebsführung aller Anlagen liegt seit 2014 bei der e-regio GmbH in Kuchenheim.
Wasserwerk Ludendorf.
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