Allgemeine Berichte | 11.12.2019, 12:45 Uhr

Parents for Future setzen klimafreundliche Planung durch

Dorfmitte Niederbachem wird jetzt doch begrünt

Auf dem Dorfplatz in Niederbachem sollen nach einem neuerlichen Beschluss des Infrastruktur- und Bauausschusses eine klimafreundliche Bepflanzung mit einem Solitärbaum, ökologischer Unterbepflanzung und mobilen Pflanzelementen vorgesehen werden. Die Fotomontage zeigt eine der angestrebten Umsetzungen. Fotos: Parents for Future - Wachtberg
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Niederbachem. Um die Dorfmitte Niederbachem gab es seit Jahren viele Diskussionen. Wohl kaum eine andere Infrastrukturmaßnahme

hat so viel dauerhafte, teilweise auch kontroverse Aufmerksamkeit erfahren, wie die Dorfmitte in Niederbachem. Über Jahre hinweg wurde geplant, diskutiert, beschlossen und wieder diskutiert. Doch trotz der langen Planungsphase stieß der von einer Jury im Jahr 2017 gefasste Beschluss einer flächendeckenden Versiegelung der gesamten Freifläche auf den deutlichen Widerstand in der Bevölkerung . Besonders kritisiert wurde auch die von Kommunalpolitikern vorgetragene Forderung nach einem ca. 200 Personen fassenden Festzelt. Damit einhergehend sollten auch Fahrbahn und alle anderen Platzflächen zwischen den angrenzenden Häusern für Schwerlastverkehr für Kirmesfahrgeschäfte ausgelegt werden. Eigens deswegen mussten Betonpflastersteine aus dem entfernten Bayern hertransportiert werden. Im Zuge des Klimawandels war eine solche Planung für die Wachtberger Initiative „Parents for Future“, die der Fridays-Bewegung nahe steht, ein Schritt „genau in die falsche Richtung“. Anstelle von Versiegelungen von Flächen sollte der Platz so weit wie möglich ökologisch offen gestaltet werden. Daher haben die Initiatoren der Parents for Future mit zahlreichen Planvorgaben an die Verwaltung im Berkumer Rathaus und die Kommunalpolitiker Einspruch erhoben und an die Generationenverantwortung appelliert, einen Teil dieser Fläche zu entsiegeln. Anhand des fortgeschrittenen Bauzustands der Platzanlage war Eile geboten. In einer Ortsvertretungssitzung

wurde daraufhin der ursprüngliche Beschluss einer „reinen Steinwüste“, so die Initiative, noch einmal aufgeschnürt und die Verwaltung gebeten, eine im jetzigen Stadium noch umsetzbare Begrünungsalternative durch das planende Ingenieurbüro vorzulegen. Im Infrastruktur- und Bauausschuss der Gemeinde lag jetzt diese Planung vor, die mehrheitlich Zustimmung fand: Ein weiterer, zentral angeordneter Solitärbaum (geplant ist eine Elsbeere) mit einer ökologisch bepflanzten großflächigen Wurzelscheibe. Davor kommt eine (in den nächsten Jahren) schattige Sitzbank. Darüber hinaus wurde eine durch den Jugendrat vorgeschlagene Begrünung der angrenzenden Hausfassade beschlossen. Zudem sollen weitere mobile Pflanzelemente vorgesehen werden, sobald die Umbaumaßnahmen des gemeindeeigenen Saals im Henseler Hof abgeschlossen sind. Für diese Entscheidung des Ausschusses hat sich Parents for Future jetzt in einem Schreiben bei allen Beteiligten bedankt. Gleichwohl appellierte die Initiative mit der dringenden Bitte an alle Verantwortlichen, bei zukünftigen Projekten der Gemeinde – auf welchen Gebieten auch immer – der Ökologie, dem Umweltschutz und der Nachhaltigkeit, sowie den Bürgeranregungen deutlicher als bisher Rechnung zu tragen. „Nur so kann gemeinsam versucht werden, mitzuhelfen, den Klimawandel zu begrenzen“, heißt es weiter. Parents for Future kündigte an, auch weiter die anstehenden Projekte der Gemeinde aktiv und konstruktiv begleiten zu wollen.

Pressemitteilung Parents for

Future - Wachtberg

Weitere mobile Pflanzelemente sind vorgesehen.

Weitere mobile Pflanzelemente sind vorgesehen.

Auf dem Dorfplatz in Niederbachem sollen nach einem neuerlichen Beschluss des Infrastruktur- und Bauausschusses eine klimafreundliche Bepflanzung mit einem Solitärbaum, ökologischer Unterbepflanzung und mobilen Pflanzelementen vorgesehen werden. Die Fotomontage zeigt eine der angestrebten Umsetzungen. Fotos: Parents for Future - Wachtberg

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