Tilo Stratmann vom Erich-Klausener-Gymnasium Adenau siegt im Kreisentscheid
Drei Bestleistungen beim Vorlesewettbewerb
Bad Neuenahr/Ahrkreis. Die Freude und Erleichterung war dem zum besten Leser Tilo Stratmann deutlich anzusehen. Der Junge strahlte übers ganze Gesicht als feststand, dass er das Rennen im Austragungsort Stadtbibliothek Bad Neuenahr-Ahrweiler für sich entschieden hatte. Zum zweiten Mal in Folge siegte nach Mia Mönig aus Müllenbach damit erneut ein Schüler des Adenauer Erich-Klausener-Gymnasiums beim Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels auf Kreisebene.
Seit Jahren organisieren der Kreis Ahrweiler und die Stadtbibliothek Bad Neuenahr-Ahrweiler gemeinsam den Kreisentscheid der traditionsreichen bundesweiten Veranstaltung, zu der Bibliotheksleiterin Gisela Franz und Jürgen Kempenich vom Kreis wieder die Schulsieger der 6. Jahrgangsstufen begrüßten.
Nach wie vor, auch in Zeiten von digitalen neben gedruckten Medien, wie Büchern, sei das „Lesen von gut formulierten Texten“ und die Lesekompetenz wichtig, auch „um die Flut der Informationen vernünftig einzuordnen“, so Kempenich. Rund 6.000 Schüler machen bundesweit mit. Für das Kreisgebiet hatten zwölf Schulen ihre Kandidaten entsandt, doch musste eine Leserin krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Die elf Verbliebenen boten eine tolle Leistung auf. Selten war das Gesamtniveau so hoch wie beim diesjährigen Wettbewerb. Das freute die Jury unter dem Vorsitz von Gisela Franz, zu der außer ihr Grundschulleiterin Ursula Bell und Buchhändlerin Karin Berens gehörten sowie Journalistin Hildegard Ginzler, Autor Gregor Schürer und die Vorjahressiegerin Mia Mönig.
Zeit der Lieblingsbücher
Franz erläuterte Schülern und Begleitpersonen den Ablauf: Zwei Lesedurchgänge erwarteten die Teilnehmer, erst die Wahllektüre, später der unbekannte Text. In der Pause konnten die Besucher die Bibliothek erkunden und sich stärken. Vorneweg aber hatten alle das Vergnügen Anna Hinson zu lauschen. Mit zwei Stücken auf ihrer Harfe entführte die Musikerin in klangliche Sphären.
Dann hieß es für das Publikum einzutauchen in die Welt der Jugendliteratur. Kemal Ali Atabek las engagiert aus Jennifer Killiks „Crater Lake - Schlaf niemals ein“. Nicht nur Liebhaber von Spannung mit Gruselfaktor vermochte Kemal Ali durch seine lebendige Art zu fesseln. Ebenso gruselig und ein bisschen eklig ging es bei Emma Bongherz weiter. Sie trug aus J.K. Rowlings Fantasy-Klassiker „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ vor. Ein angsteinflößender Dementor trat in ihrer Textstelle auf, während Leo Bous „Rory Shy - Der schüchterne Detektiv“ vorstellte, geschrieben von Oliver Schlick. Leo fand seinen ganz eigenen Ton beim Vortrag und wusste das Publikum so für den cleveren Krimi einzunehmen.
Mit „Die goldene Schreibmaschine“ von Carsten Henn stand Nele Corbellas Fantasy-Wahllektüre, in der „eine golden glitzernde Füllfeder“ vorkommt, in direkter Beziehung zum Lesethema, was in anderer Manier auch aufs heiter-ernste „Gregs Tagebuch“, Autor Jeff Kinney, zutrifft. Mia Krause lieh ihre Stimme Gregs Eskapaden, nachdem sein Dad ihn gezwungen hatte im Schwimmverein zu trainieren.
Es fiel auf, dass viele Vorleser ihr Buch ausdrücklich empfahlen. Dass manche sogar den Kaufpreis nannten, war bislang nie vorgekommen. Jedenfalls machte Erik Kupke mit seinem sicheren und gut betonten Lesebeitrag aus Tommy Krappweis‘ „Ghostsitter - Geister geerbt“ neugierig auf das Buch, in dem Tom mit einer Geisterbahn samt Untoter klarkommen muss. Von der krachenden Unterhaltung ging es zur Nachdenklichkeit. Als Pragathy-Joyce Sivarasah Paul Maars „Das Beste vom Sams“ aufschlug, hielt das Sams seinem Freund Herrn Taschenbier vor, sich vielleicht Falsches gewünscht zu haben: Statt lauter Dingen, hätten es auch Fähigkeiten sein können.
Spannung, Magie und Spaß
In „Die Nacht in der Schule“ von Anja Janotta nahm Sinan Sonay die Zuhörer mitten hinein in eine turbulente Schulgeschichte. Noch abenteuerlicher geht es in der drei ???-Folge um den tanzenden Teufel zu, wie Tilo Stratmann sehr gut lesend und interpretierend zu Gehör brachte. Traurig wurde es durch eine Textpassage von „White Fox - Der Ruf des Mondsteins“ von Chen Jiatong. Anfissa Thulke las daraus, wie ein Fuchs zum Waisen wird. Zuletzt wechselte die Stimmung dann in Richtung Spaß und Schelmereien, als Elias Wegen ansprechend aus „Die Wilden Kerle Teil 13“ von Joachim Masannek vorlas.
Meist erleichtert der unbekannte Text, den wieder Autor Gregor Schürer verfasste, der Jury ihre Entscheidung. Doch diesmal lagen auch nach dem zweiten Lesedurchgang drei Kandidaten im Spitzenfeld nur jeweils einen Punkt auseinander, wie Gisela Franz bekannt gab. Die meisten heimste indes Tilo Stratmann ein. Für alle Teilnehmer gab es schließlich eine Urkunde und sowie das Buch „Die wundersamen Talente der Kalendario-Geschwister“ von Louisa Söllner.
Tilo durfte außerdem noch „Res will nach Hause“ von Jasmine Warga mit nach Hause nehmen. Anfangs hatte er keinen Spaß am Lesen. „Ab der dritten Klasse fing es an, schön zu werden“, erklärt er gegenüber Blick aktuell. Dass er auf der Freilichtbühne Schuld zudem Erfahrung im Theaterspiel sammeln konnte, 2024 bei Peter Pan als John und im Jahr zuvor in der Hauptrolle von „Jim Knopf und die wilde Dreizehn“, hat geholfen, glaubt Tilo. Ist es doch beim Schauspielern wie beim Lesen unerlässlich, sich in die Figuren hineinzuversetzen. Für den Sieger des Ahrkreises gilt es im Frühjahr sich in der nächsten Wettbewerbsrunde beim Bezirksentscheid in Koblenz zu bewähren. HG
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