Allgemeine Berichte | 09.12.2019

Ludgera Heilmann feierte ihren 100. Geburtstag

Drei Enkelkinder, sechs Ur-Enkel und drei Ur-Ur-Enkel!

Mit einem strahlenden Lachen empfing die 100-jährige Ludgera Heilmann gemeinsam mit ihrer Tochter Christel Laux und deren Ehemann Willi sowie ihrer Enkelin und stellvertretenden Heimleiterin Nicole Fuchs die Gratulanten: Achim Grün (1. Beigeordneter der Stadt Mendig), VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und die Kreisbeigeordnete Birgit Meyreis.Foto: FRE

Mendig. Dass Ludgera Heilmann aus Ettringen am 1. Dezember das biblische Alter von 100 Jahren erreicht hat, ist ihr absolut nicht anzusehen. Gemeinsam mit ihrer Familie, zu der insgesamt drei Enkelkinder, sechs Ur-Enkel und drei Ur-Ur-Enkel zählen, feierte sie ihr Jubelfest in der Aula des Altenheimes Marienstift, wo sie seit circa einem halben Jahr wohnt.

Bis dahin wurde die Seniorin von ihrer inzwischen bald 70-jährigen Tochter Christel Laux, geborene Heilmann und deren Ehemann Willi gepflegt. Da die Seniorin inzwischen an den Rollstuhl gefesselt war, mussten die Eheleute sie in die erste Etage des gemeinsam bewohnten Hauses tragen. Seit einer in jungen Jahren offensichtlich schief gelaufenen OP ist Frau Heilmann gehbehindert, da ein Bein circa sieben Zentimeter kürzer ist, was sie wiederum mit orthopädischen Schuhen ausgleichen musste. Im Marienstift war Ludgera Heilmann einmal im Jahr während des Urlaubs ihrer Tochter in Kurzzeitpflege. Auf die Frage, wie sie es geschafft habe, in ihrem hohen Alter noch so gut auszusehen, antwortete Christel Laux. „Sie arbeitete immer gerne im Garten und liebte gutes Essen. Außerdem hat meine Mutter Zeit ihres Lebens großen Wert auf ihre Gesichts- und Körperpflege gelegt. Allerdings behauptet sie bis heute, dass sie nur deshalb so faltenfrei sei, weil sie den größten Teil ihres Lebens ohne Mann gelebt hat.“ Die Enkelin und langjährige stellvertretende Heimleiterin Nicole Fuchs fügt hinzu: „Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass meine Oma jeden Abend ausgiebig ihre Haare gebürstet hat, bis diese glänzten!“

Kein leichtes Leben

Ein leichtes Leben hatte Ludgera Heilmann keineswegs. Nachdem ihr Mann sie und ihre damals 10-jährige Tochter wegen einer anderen Frau verlassen hatte, suchte sie sich eine Arbeitsstelle in der Hutfabrik Rockel im Nettetal und zog ihre Tochter alleine groß, was in der damaligen Zeit eine wahre Meisterleistung war. Sie selber wurde von ihrem ersten Lebensjahr an von ihrer Tante groß gezogen, da ihre Mutter damals in die USA ging. Nachdem sie ihre Mutter dann im Alter von 15 Jahre einmal in Amerika besucht hatte, wollte sie keinen Kontakt mehr. Nach ihrer Pensionierung kümmerte sie sich noch bis zu ihrem 80. Lebensjahr um den Haushalt, wobei sie von ihrer ebenfalls in der Hausgemeinschaft wohnenden Tante unterstützt wurde.

Mit einem strahlenden Lächeln empfing die alte Dame kürzlich die Gratulanten: VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, den 1. Beigeordneten der Stadt Mendig, Achim Grün und die Kreisbeigeordnete Birgit Meyreis, die im Namen von Landrat Dr. Alexander Saftig gratulierte und ein Glückwunsch-Schreiben von Ministerpräsidentin Malu Dreyer überbrachte. „Frau Heilmann ist ein Musterbeispiel dafür, wie man mit einer positiven Einstellung zum Leben und vor allem bei der guten Ettringer und Mendiger Luft in Würde alt werden kann“, so VG-Bürgermeister Jörg Lempertz wörtlich.

FRE

Mit einem strahlenden Lachen empfing die 100-jährige Ludgera Heilmann gemeinsam mit ihrer Tochter Christel Laux und deren Ehemann Willi sowie ihrer Enkelin und stellvertretenden Heimleiterin Nicole Fuchs die Gratulanten: Achim Grün (1. Beigeordneter der Stadt Mendig), VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und die Kreisbeigeordnete Birgit Meyreis.Foto: FRE

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