Allgemeine Berichte | 30.09.2022, 16:23 Uhr

Lotto Rheinland-Pfalz – Stiftung verlieh zum dritten Mal das „KultDING“

Drei Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche ausgezeichnet

Die glücklichen Gewinner mit Walter Desch (links, Mitglied im Stiftungsvorstand), Monika Sauer (2.vl., Mitglied im Stiftungsrat), Margret Staal (3.v.l., Vorstand der LAG Soziokultur und Kulturpädagogik), Magnus Schneider (7.v.r., Vorstandsvorsitzender der Lotto-Stiftung), Staatssekretär a.D. Walter Schumacher (5.v.r., Mitglied im Stiftungsrat und Vorsitzender der Jury), Prof. Jürgen Hardeck (4.v.r., Kulturstaatssekretär), Jürgen Häfner (3.v.r, Lotto-Geschäftsführer), Frank Zwanziger (2.v.r., Geschäftsführer der Lotto-Stiftung).
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Koblenz. Seit 15 Jahren unterstützt die Lotto Rheinland-Pfalz – Stiftung gemeinnützige Anliegen im Land. In diesem Jahr verlieh die Stiftung zum dritten Mal das „KultDING“, einen Preis für beispielhafte soziokulturelle Projekte mit Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz.

Die Kunstwerkstatt im Kunstpavillon Burgbrohl, die Tuchfabrik in Trier und der Verein Perspektiven e.V. in Wittlich sind die Preisträger in diesem Jahr, die im Beisein von Kultur-Staatssekretär Jürgen Hardeck in der Kulturfabrik in Koblenz verliehen wurden.

Bewerben konnten sich gemeinnützige Vereine und Institutionen mit Kulturprojekten aus den Bereichen Bildende Kunst, Medien, Literatur, Musik, Tanz und Theater, die sich an Kinder und Jugendliche richten. Kooperationspartnerin des KultDING ist die LAG Soziokultur & Kulturpädagogik Rheinland-Pfalz e. V.

„Zu KultDING gehören neben dem Geldpreis der Lotto-Stiftung auch handgefertigte Trophäen der Jugendkunstschule Cochem-Zell und professionelle Imagefilme der TomTom PR-Agentur“ erläutert Frank Zwanziger, Geschäftsführer der Lotto-Stiftung. Und Staatsekretär a.D. Walter Schumacher, Mitglied des Lotto-Stiftungsrates und Vorsitzender der Jury, ergänzt: „Die Filme zeigen, wie kreativ und integrativ die soziokulturelle Arbeit in ganz Rheinland-Pfalz ist. Man kann das als die eigentliche Intention des Preises bezeichnen: Wir möchten die tollen Projekte für eine breite Öffentlichkeit sichtbar machen, damit die Organisatoren mehr Anerkennung und Förderung erfahren können.“ Magnus Schneider, der Vorsitzende der Lotto-Stiftung, pflichtet ihm bei: „Das KultDING soll zeigen, was Kinder und junge Menschen auf die Beine stellen können und was sie sich – unter Anleitung von Erwachsenen – als Zugang zur Kultur einfallen lassen.“ Das bestätigt auch Margret Staal, Vorstand der LAG Soziokultur und Kulturpädagogik in Rheinland-Pfalz, die sich über die besondere Zusammenarbeit mit der Lotto-Stiftung freut: „Wir haben schon lange überlegt, wie wir diese herausragenden Projekte von Kindern und Jugendlichen mehr in die Öffentlichkeit tragen können. Dieser Preis der Lotto-Stiftung ist wertvoll und wichtig zugleich, denn er zeigt gegenüber den Projekten die nötige Wertschätzung und bringt sie in die Öffentlichkeit.“ Bei der zentralen Preisverleihung in der Koblenzer Kulturfabrik überreichte Kultur-Staatssekretär Jürgen Hardeck gemeinsam mit Schülern der Jugendkunstschule Cochem die Preise an die Verantwortlichen der drei Projekte, die im Vorfeld aus einer Vielzahl von Bewerbungen ausgewählt wurden. So knapp wie in diesem Jahr ist es noch nie zugegangen. Deswegen wurden auch zwei erste Plätze vergeben. Für diese beiden gab es jeweils 3.500 Euro, für den dritten Platz 1.500 Euro.

1. Preis: Kunstwerkstatt im Kunstpavillon Burgbrohl

Die Angebote der Kunstwerkstatt im Kunstpavillon Burgbrohl richten sich an Kinder, Jugendliche, Familien und junge Erwachsene. Die Angebote sind ausdrücklich partizipativ, integrativ und offen für alle Altersgruppen, Schichten und Kulturen angelegt. Prämiert wurde ein Ferienprojekt für 65 Kinder zwischen 7 und 13 Jahren. Begleitet wurden sie von fünf Künstlerinnen und Künstlern zwischen 30 und 63 Jahren. Der Kunstpavillon Burgbrohl, ein Bauspielplatz am Ortsrand und die Straßen des Dorfes standen zur Verfügung, um Ideen und neue Handlungsräume auszuprobieren. Dabei wurde folgender Frage nachgegangen: Was brauchen wir für unsere Dörfer? Wie stellen wir uns unsere Lebensumwelt vor? Auf diese Weise wurden die Kinder zu einem guten Wechsel zwischen künstlerischen Inputs, kreativem Gestalten, Reflexion und Spielen angeregt. Am Ende konnten alle Beteiligten erleben, wie Kinder und Jugendliche ohne Lernzwang neugierige Fragen stellen, lernen und umsetzen. Jede Person hat in dieser kleinen Gemeinschaft auf Zeit bestimmte Talente entdeckt; ob künstlerisch, kreativ, sprachlich oder sozial.

1. Preis: Tuchfabrik Trier

Die Tuchfarbrik Trier ist seit über 30 Jahren das Kultur- und Kommunikationszentrum für den Großraum Trier und mit rund 70.000 Besucherinnen und Besuchern im Jahr auch das größte soziokulturelle Zentrum in Rheinland-Pfalz.

Prämiert wurde der Abenteuerspielplatz „Tufatopolis Im Schammat“ – Die Kinderbaustelle in Trier-Süd. Seit 2010 wird auf dieser Kinderbaustelle mit echten Werkzeugen gesägt, gehämmert, modelliert, improvisiert, so dass eine eigene Stadt mit Hütten, Brücken, einer Grillstelle, etc. entstanden ist. Nach zehn erfolgreichen Jahren verließ Tufatopolis das ursprüngliche Gelände, welches an die Tufa Trier angrenzt, 2020 gab es einen Neubeginn im Schammatdorf in Trier-Süd. Die Kinder und Jugendlichen im Alter von 8 bis 15 Jahren arbeiten frei und ohne Vorgaben und finden ihre Ideen aus sich selbst heraus und inspirieren sich auch gegenseitig. Das Entdecken individueller Kreativität, die respektvolle Zusammenarbeit, Solidarität und Unterstützung bei größeren Ideen, sowie das Aushandeln von Kompromissen, sind Wunsch und Ziel des Projektes. Nach zwölf Jahren sind die Initiatoren stolz darauf, mit dem Angebot viele Entwicklungen gefördert zu haben.

3. Preis: Perspektiven e.V. Wittlich

Perspektiven e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der in der Region Bernkastel-Wittlich und darüber hinaus für Vielfalt und Zusammenhalt sowie gegen Diskriminierung überparteilich wirkt. In dem mehrsprachigen und multiprofessionellen Team engagieren sich Menschen vielfältiger Herkunft, unterschiedlichen Alters, diverser Geschlechter und Identitäten, mit und ohne Behinderung. Prämiert wurde ein partizipatives Filmprojekt, bei dem zwölf Kinder im Grundschulalter mit und ohne Fluchtgeschichte die Möglichkeit hatten, sich bei der Produktion ihres eigenen Kurzfilms auf neue Weise zu begegnen und zu zeigen, was sie bewegt. Es bedurfte keinerlei Vorerfahrungen, vielmehr galt es zu entdecken, zu fragen, auszuprobieren und in die verschiedenen Dimensionen der Filmproduktion abzutauchen. Das Projekt eröffnete den Kindern den Raum, sich auf vielfältige Weise in den vier Projektphasen der inhaltliche Ideenentwicklung und Konzeption ihres Kurzfilms, dem Filmdreh, der Nachbearbeitung des Filmmaterials und der Premiere ihres Kurzfilms im vollen Kino, einzubringen und selbstwirksam zu erfahren. Das Projekt erprobte und stärkte dabei soziale, kreative, technische und sprachliche Fähigkeiten.

KultDING soll zu einer festen Institution werden

Für Stiftungs-Geschäftsführer Frank Zwanziger ist das KultDING eine sinnvolle Ergänzung zum großen Kunstpreis der Lotto Rheinland-Pfalz GmbH, der alle zwei Jahre unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin vergeben wird. Der Stiftungs-Geschäftsführer erklärt: „Wir wollen mit dem KultDING unserem Stiftungsauftrag nachkommen und soziokulturelle Projekte mit und für Kinder und Jugendliche prämieren.“

Pressemitteilung

Lottostiftung RLP

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