Neues Weintrifolium mit Weinkönigin Carolin Zimmermann und ihren Prinzessinnen Emma Lopez Gonzalez und Cara Amendt proklamiert
Drei Tage Hochbetrieb beim 75. Remagener Weinfest
Remagen. Das 75. Weinfest im idyllischen Weindorf vor den Toren des Rathauses wurde am Wochenende zu einem tollen Event. Bei angenehmen spätsommerlichen Temperaturen feierten die Bürger und Gäste der Stadt Remagen dort gemeinsam in geselligen Runden bis tief in die Nacht. Besonders am Freitag und Samstag waren die Sitzplätze im Weindorf bei den Vereinen stets besetzt. Eine kaum zu überschauende Gästeschar drängte sich ebenso stehend um die bunt geschmückten und beleuchteten Weinbuden der Remagener Vereine. Das Stadtsoldatenkorps, die Narrenzunft, die Möhnegesellschaft, der Spielmannszug „Rheinklänge“, der Sportverein und der Kameradschaftsverein der Feuerwehr sorgten hier nicht nur für den Genuss von edlem Rebensaft, sondern auch für leckere kulinarische Spezialitäten als Unterlage: von Brezeln und Flammkuchen über Reibekuchen, Bratwurst, Steaks und Pommes bis hin zu Kuchen und mehr.
Schon am späten Freitagnachmittag erreichten neben den Bürgern Scharen von Gästen das Weindorf auf dem Marktplatz, und rasch waren die Weinbuden der Vereine dicht umringt. Kurz darauf kamen die scheidende Weinkönigin Tabea Dörr und ihre Prinzessinnen Antonia Dörr und Julia Schmickler, begleitet von Marc Bors, der das Weinfest mitorganisiert hatte. Die scheidenden Weinmajestäten eröffneten das 75. Weinfest der Stadt Remagen unter dem Applaus der Weinfestgäste. Bürgermeister Björn Ingendahl zollte den scheidenden Regentinnen – im Übrigen drei Schwestern – großes Lob und Dank für ihren Einsatz für die Stadt Remagen in ihrem Regentschaftsjahr. Bei der Verabschiedung erhielt die scheidende Weinkönigin Tabea aus den Händen des Bürgermeisters eine silberne Ansteckbrosche in Form eines kleinen Pokals, auf dem alle ehemaligen Weinköniginnen der Stadt Remagen zu sehen sind. Weinkönigin Tabea dankte allen, die ihr und ihren Weinprinzessinnen ein unvergessliches Regentschaftsjahr beschert und zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hatten. Anschließend sorgte die Band „Wahnsinn total“ bis tief in die Nacht für beste Unterhaltung. Die Gäste und Besucher amüsierten sich prächtig im idyllischen Weindorf. Die ausrichtenden Vereine hatten alle Hände voll zu tun, um die zahlreichen Weinfestgäste mit edlen Tropfen und kulinarischen Köstlichkeiten zu versorgen. Und wer geglaubt hatte, der Hochbetrieb vom Weinfestfreitag sei nicht zu toppen, wurde am Weinfestsamstag eines Besseren belehrt. Schon am frühen Nachmittag füllte sich der Marktplatz mit Bürgern und Gästen, die den Sonnenschein und die edlen Tropfen genossen und im Weindorf auf den Weinfestzug mit den neuen Weinmajestäten des 75. Remagener Weinfestes warteten. Dieser erreichte dann kurz nach 16 Uhr den Remagener Marktplatz.
Anreise per Kutsche
Die neue, charmante Weinkönigin Carolin Zimmermann aus dem kleinsten Remagener Ortsteil Rolandswerth und ihre ebenso charmanten Weinprinzessinnen, Emma Lopez Gonzalez aus Kripp und Cara Amendt aus Bandorf, kamen per Kutsche. Bürgermeister Björn Ingendahl geleitete sie aus der Kutsche und zur Bühne auf den Rathaustreppen. Die neuen Majestäten, die alle drei eng mit Remagen und seinen Vereinen verbunden sind, wurden vom Spielmannszug „Rheinklänge“ unter der Stabführung von Adi Görres, dem Musikkorps der Stadtsoldaten unter der Leitung von Regimentskapellmeister Frank Weiss, den Majoretten der Stadtsoldaten, den Ex-Weinköniginnen, der Feuerwehr Rolandswerth mit Jugendfeuerwehr sowie der Oberwinterer Hafengarde begleitet. Bei herrlichem spätsommerlichem Wetter begrüßte Bürgermeister Björn Ingendahl die riesige Schar der Weinfestgäste und betonte, dass die neue Weinkönigin aus dem kleinsten Remagener Ortsteil Rolandswerth stamme und sich über den größten Weinfestzug von Remagen freuen könne. Mit launigen Worten stellte er die Weinkönigin und ihre Weinprinzessinnen vor. Der Stadtchef verdeutlichte anschaulich, wie eng die drei Weinmajestäten – im Übrigen allesamt Studentinnen – mit den Vereinen ihrer Heimatorte verbunden sind. Ihre erste Rede absolvierte die Weinkönigin dann mit Bravour. Ihr Dank galt vor allem der Stadt und den ausrichtenden Vereinen im Weindorf, bevor sie das Publikum mehrsprachig begrüßte. Nach der Überreichung der Pokale und Blumenarrangements als Zeichen ihrer Proklamation durften sich die Majestäten noch ins Goldene Buch der Stadt Remagen eintragen. Eine große Ehre wurde schließlich einigen Damen aus den Reihen der ehemaligen Weinköniginnen zuteil. Mit großem Jubel wurde Resi Decroupet, die erste Weinkönigin der Stadt Remagen vor 75 Jahren, auf der Bühne empfangen. Ihr Festzug zum ersten Weinfest der Stadt Remagen sei der Überlieferung nach noch größer gewesen als der heutige, so der Stadtchef. Mit ihr habe die Tradition des Weinfestes für die Stadt Remagen begonnen. Und ganz einfach habe es Resi in ihrem riesigen Weinkelch auf dem Festwagen nicht gehabt, schmunzelte Ingendahl. Als weitere Jubilarinnen der 24 Ex-Weinköniginnen, die am Samstag teilnahmen, konnte der Bürgermeister Petra Feldner für ihre Regentschaft vor 50 Jahren, Maike Thomsen für ihre Regentschaft vor 40 Jahren und Kathrin Kleebach, die Enkelin von Resi Decroupet, für ihre Regentschaft vor 25 Jahren auszeichnen.
Nach der Proklamation mischten sich die neuen Weinregentinnen unters Volk und im idyllischen Weindorf ging wirklich die Post ab. Dicht gedrängt standen die Weinfestgäste und tanzten zur Musik von DJ André bis in die frühen Morgenstunden. Die ausrichtenden Vereine hatten alle Hände voll zu tun, um den riesigen Ansturm über viele Stunden zu bewältigen.
Am Weinfestsonntag ging es angesichts des Regens zunächst etwas ruhiger zu. Das Platzkonzert der Stadtsoldaten wurde kurzerhand in den Sitzungssaal des Remagener Rathauses verlegt. Einige Unentwegte hielt es dennoch im Weindorf. Am Nachmittag ging dann, ohne Regen, im Weindorf wieder die Post ab. Zahlreiche Regentinnen von Rhein und Ahr statteten den Remagener Weinmajestäten einen Besuch ab und alle hatten gemeinsam jede Menge Spaß. Für die musikalische Unterhaltung sorgte erneut die Band „Wahnsinn total“. Bis in die späten Abendstunden wurde der letzte Tag des Remagener Weinfestes ausgiebig gefeiert. Ein herzlicher Dank gebührt nicht nur dem strahlenden Remagener Wein-Dreigestirn. Dank gilt auch den ausrichtenden Vereinen, die den Gästen und Bürgern nichts vermissen ließen.
AB
Auf dem Marktplatz wurde ein tolles Programm geboten. Fotos: ABss
Bürgermeister Björn Ingendahl mit den neuen Weinmajestäten.