Brohler Kulturverein „Aalschokker Katharina e.V.“
Drei Tage ließ der Brohler Kulturverein die Mühlen im Brohltal klappern
Brohl. Drei Tage ließ der Brohler Kulturverein die Mühlen im Brohltal klappern und damit 32 Mühlen, die es einmal hier gegeben hat, wiederaufleben. Bei der älteren Bevölkerung weckte das zahlreiche Erinnerungen und die jüngeren Besucher zeigten reges Interesse an der Kulturlandschaft Brohltal.
Eine gute Mischung aus Ausstellung, dem Ambiente der historischen Mühle, mit der Besichtigungsmöglichkeit der Schweppenburg, hatte hunderte Besucher an dem Wochenende zur Mosen-Mühle gelockt.
Am Freitag begann die Veranstaltung mit geladenen Gästen. Zunächst begrüßte der 1. Vorsitzende des Brohler Kulturvereins Helmut Rosenbaum das Mühlenteam, die erschienenen Künstler, die Sponsoren aus der Wirtschaft, die lokalen Politiker und die Menschen, die mit ihren Gemälden und Leihgaben die Ausstellung erst ermöglicht hatten.
Der 1. Beigeordnete der Ortsgemeinde Brohl-Lützing, Paul Delfs, überbrachte Grüße im Namen der Ortsgemeinde und war gleichzeitig der Experte, der die geologischen Besonderheiten im Brohltal hervorzuheben wusste.
Müllermeister Rainer Mosen bedankte sich ebenfalls bei der Familie von Baron Karl Theodor Freiherr von Geyr zu Schweppenburg, die es ermöglichte Führungen durch einige Räume der Burg anzubieten. Das profunde Wissen über die Mühlengeschichte fesselte die Zuhörer. In der Folge bedankte sich Mosen bei weiteren Gästen, die aus der ehemaligen Mühlenszene stammten und anwesend waren.
Den Abschluss der Redner bildete der Verbandsbürgermeister der VG Bad Breisig Marcel Caspers.
Auch der Verbandsbürgermeister der VG Brohltal, Johannes Bell, hatte es sich, trotz Bürgermeisterwahl am Wochenende, nicht nehmen lassen, die Veranstaltung mit Familie zu besuchen.
Über 700 Besucher sahen die Ausstellung
Das Mühlenteam des Brohler Kulturvereins hatte einiges auf die Beine gestellt. Die Ausstellung zeigte weit über 100 historische Exponate über die Mühlen im Brohltal, die Trasslandschaft und über Bad Tönisstein. Wertvolle Informationen über die einstigen Mühlen wurden in aufwendigen Recherchen zusammengestellt und konnten in der Ausstellung vermittelt werden. Diese Ergebnisse sollen erhalten bleiben und sind weiterhin über die Internetseite des Vereins erfahrbar.
Parallel zur Ausstellung wurden Mühlenbesichtigungen durch die Familie Mosen durchgeführt. Bei einer so alten, im historischen Zustand erhaltenen Mühle, war das Interesse der Besucher riesig. Sowohl an der funktionierenden Getreidemühle, dem imposanten Wasserrad, aber auch am alten Kollergang der aus der Mühlenvergangenheit als Trassmühle zu sehen waren. Auch hier waren im Rahmen der Ausstellung Fotos über die historische Trasslandschaft des Brohltals zu bestaunen.
On Top und für viele das „Highlight“ war für diejenigen, die eine Führung reservieren konnten, die Besichtigungsmöglichkeit der Schweppenburg. Baron Karl Theodor Freiherr von Geyr zu Schweppenburg hatte die Burgführer für ihre neue Aufgabe gebrieft und geschult. Der Crashkurs war Achim Schmitz, Hubert Altenhofen und Rainer Mosen nicht anzumerken. Gekonnt und unterhaltsam führten sie durch die Burggeschichte und wussten viele Details zu erzählen.
