Koisdorfer Käskömpche-Fest war erneut ein voller Erfolg bei Jung und Alt
Drei Tage wurde im Höhenort gefeiert
Natürlich gab es das Käskömpche – eine Schale Klatschkäs mit Kräutern zu Backesbrot
Koisdorf. Hochbetrieb herrschte von Freitag bis in den Sonntagabend hinein beim Käskömpche-Fest im Sinziger Höhenort Koisdorf. Und wo ein kleiner Ort ist, da scheint die Bevölkerung noch mitzumachen, auch wenn auch das Wetter nicht immer so mitspielte.
Das Fest hat seinen Namen von der Skulptur, die 2008 am sogenannten „Deutschen Eck“ (Ecke Ahrentalerstr./Neue Straße) in Koisdorf als „Koisdorfer Käskömpche“ aufgestellt wurde. Der Name ist ein Synonym für die Koisdorfer Bürger, etwas, das es in anderen Ortsteilen ebenfalls gibt, zum Beispiel Westumer Murre oder Löhndorfer Ochsen.
Spitzname der Koisdorfer hat lange Tradition
Alte Koisdorfer erinnern sich an Erntedankumzüge vor dem Zweiten Weltkrieg, wo Koisdorfer Bürger auf ihren Wagen selbst gemachten Käse verteilten. Der Spitzname geht also weit zurück.
Natürlich gab es auch in diesem Jahr wieder den erfrischenden Klatschkäs in „Kömpchen“, hergestellt nach alter Koisdorfer Rezeptur, mit Backesbrot.
Organisator des Festes waren die Chorgemeinschaft Koisdorf um den Vorsitzenden Joachim Fiege und die Feuerwehr Koisdorf um Löschgruppenführer Reinhold Menzen.
Sibbeschröm-Turnier mit 23 Teilnehmern
Eröffnet wurde das Käskömpche-Fest auf dem Dorfplatz, der sich wirklich herrlich für Veranstaltungen anbietet, am Freitag mit einem Sibbeschröm-Turnier. Immerhin 23 Teilnehmer gab es, die an sechs Tischen spielten. Glücklicher Sieger, der mit dem ersten Preis belohnt wurde, war Dirk Enzinger. Am Samstag wurde das Fest mit der Festmesse in der Wendelinus-Kapelle, zelebriert von Pater Paul, eröffnet. Die Chorgemeinschaft Koisdorf, die 46 Sängerinnen und Sänger zählt, gestaltete die Messe musikalisch mit. Juliane Hanke leitete stellvertretend den Chor und spielte die Orgel. Beim anschließenden Fassanstich durch das Maikönigspaar Inka Reece und Nils Ockenfels waren Ortsvorsteher Karl-Heinz Arzdorf, Beigeordnete Charlotte Hager, Pater Paul und die Junggesellen um Georg Seul mit von der Partie. Herrlichen Chorgesang auf dem Dorfplatz gab es im Anschluss. Den Reigen der Chorgesänge eröffnete die Koisdorfer Chorgemeinschaft unter anderem mit „Wie schön, dass Sie gekommen sind“ und „Nimm mich so wie ich bin“. Als Tenor-Solist begeisterte dabei Thomas Bauer. Im Anschluss unterhielt die Chorgemeinschaft Oedingen/Fritzdorf ebenso wie der MGV Löhndorf das Publikum. Livemusik vom Feinsten lieferten im Anschluss „The Giants“, bevor die gesamte Festgesellschaft natürlich das Deutschlandspiel auf der Großleinwand verfolgte und zum Schluss nach dem Elfmeterschießen und dem Sieg Deutschlands über Italien unendlich jubelte.
Frühschoppen und original italienische Pizza
Der „Käskömpchens-Sonndach“ begann mit einem zünftigen Frühschoppen, und die Metzgerei Daniel Gemein aus Löhndorf sorgte, wie auch an den beiden anderen Tagen, dafür, dass die Küche zuhause getrost kalt bleiben konnte. Neben herzhaften Spezialitäten gab es sogar original italienische Pizza aus dem Ofen.
Beste Unterhaltung mit schmissigen Klängen gab es ab dem späten Mittag mit dem Blasorchester Hönningen. Inzwischen drängten sich die Menschen auf dem Dorfplatz, und sogar die Treppen waren willkommene Sitzmöbel. Der Nachwuchs hatte seinen Spaß bei Kinderspielen wie Kegeln, Torwandschießen und vielem mehr, und auch das Feuerwehrauto „Mäxchen“ lud die Kids immer wieder zu Fahrten durch den Ort ein. Für eine reich gedeckte Kaffeetafel hatten die Sängerinnen im Dorfgemeinschaftshaus mit hausgebackenen Kuchen gesorgt. Da kamen die Besucher ganz auf ihre Kosten. Bis in den Abend wurde ausgiebig gefeiert. AB
Am Sonntag herrschte Hochbetrieb, und viele nutzten gerne die Möglichkeit, sich das Kochen zu sparen.
Auch die jüngeren Besucher hatten ihren Spaß.
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