Unkel startete fulminant in die Karnevalssession
Dreier-Prinzessinnenteam und vier Kölner Bands in Unkel
Unkel. Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Saal im Center-Forum in Unkel am 5. November, als pünktlich um 11 Uhr in die Session gestartet wurde. Hunderte jecke Karnevalsgäste konnten Markus Winkelbach, erster Präsident der Karnevalsgesellschaft (KG) Unkel 1930 e.V., und Manfred Himmelbach, erster Vorsitzender und zweiter Präsident, zu Beginn begrüßen. Ob Robin Hood, Seemann, schwarzer Engel oder Gärtnerin, die bunte Schar der Gäste hatte sich nicht nur in phantasievolle Kostüme ge- und verhüllt, sondern auch beste Laune für ein sehr abwechslungsreiches und stimmungsvolles Programm mitgebracht.
Kölner Musikgrößen zu Gast
So füllten zum Beispiel viele Tanzgruppen und Vereine aus der Region die Agenda, untermalt vom eigenen Bläserchorps der KG Unkel. Das erinnerte schon fast ein wenig an große Fernsehsitzungen; ebenso, wie die musikalischen Highlights: Vier nicht nur karnevalsbekannte Kölner Bands: Cat Ballou, Miljö und – als „Rausschmeißer“ gegen 15.30 Uhr - die Domstürmer. Den Kölner karnevalsmusikalischen Reigen eröffneten aber die Räuber um 13 Uhr. Sie alle brachten den Saal zum Toben, niemand saß mehr auf dem Stuhl.
Junges Prinzessinnenteam sang sich in die Jecken-Herzen
Die Räuber läuteten dann auch den weiteren grandiosen Höhepunkt des karnevalistischen Sonntages ein: Denn nach ihnen zog das Prinzessinnenteam unter lautem Beifall des Publikums ein. Prinzessin Nele I. eroberte mit ihren Paginnen Hanna und Jana die Herzen des jecken Volkes im Sturm.
Zusammen sind die drei erst gut halb so alt, wie die KG Unkel, die sie in der Session 2023/24 repräsentieren. Nele Goldammer, ohne „h“, wie sie auf der Bühne betonte, ist 20 Jahre alt und studiert nach bestandenem Abitur seit Oktober, um Grundschullehrerin für Deutsch und Geschichte zu werden. Pagin Hanna Waldbröhl, mit dreizehn Jahren die jüngste im Team, ist sportlich beim Tanzen unterwegs und reitet auch gern. Sie besucht die achte Klasse im Siebengebirgsgymnasium. Die dritte im Bunde ist Jana Kox, sie ist 16 Jahre alt, geht in Honnef auf die Gesamtschule und ist in der 10. Klasse. Sport und die Naturwissenschaften zählen zu ihren Lieblingsfächern.
Nicht nur das junge Prinzessinnenteam war ein gutes Zeichen dafür, dass sich die KG Unkel um Nachwuchs keine Sorgen machen muss. Beim Einmarsch der kompletten KG Unkel mit dem Prinzessinnenteam war die Einmarschmusik zu Ende, bevor die letzten auf der Bühne standen, „so viel Zulauf haben wir in der jüngsten Vergangenheit gehabt“, kommentierte Winkelbach. Aber im Applaus und Mitklatschen hat das ohnehin kaum einer gemerkt.
Ein „wahnsinniger“ Sessionsauftakt
Und dann zeigte das Prinzessinnenteam auf der Bühne, dass sie es mit ihrem Sessionsmotto „Mer bränge, wat e Glöck, die goldene Zick noh Unkel zoröck“ durchaus ernst meinen. Auf die Melodie von Wolfgang Petrys „Das ist Wahnsinn“ performten und sangen die drei mit großer Begeisterung und Perfektion „Das ist Unkel“. Und wenn dieser Proklamationsauftritt und Sessionsauftakt bezeichnend für die jetzt gestartete Unkeler Karnevalssession sein soll, wird sie in der Tat der „Wahnsinn“ werden.
Neben anderen Highlights sorgten die Räuber für ausgelassene Karnevalsstimmung.
Bis auf den letzten Platz war der Saal des Center-Forums gefüllt.
