Vernissage in der Galerie M.A.S.H. in Remagen
„Dreierlei“ künstlerische Blicke auf Mensch und Umwelt
Ausstellung mit Werken von Almuth Leib, Eva Töpfer und Ursula Adrian-Rieß ist noch bis zum 24. Februar zu sehen
Remagen. Auf großes Interesse stieß am Sonntag die Vernissage zur Ausstellung „Dreierlei“ der drei Künstlerinnen Almuth Leib und Eva Töpfer aus Remagen sowie Ursula Adrian-Rieß aus Bonn.
Almuth Leib war im Jahr 2010 Mitbegründerin der Produzentengalerie M.A.S.H., des Modern Art Showroom Remagen, und beschäftigt sich seit 1986 intensiv mit Malerei und Fotografie. In ihren kaleidoskopartigen Bildern wird aus Segmenten der Realität mittels Achssymmetrie und seriellem Prinzip Unentdecktes in Farbe, Form, Licht und Schatten sichtbar. Die Blickwinkel sind flexibel, Starres gerät in Bewegung, Horizonte werden aufgelöst, Unscheinbares wird zum Hauptdarsteller. Bekanntes bekommt eine neue Bedeutung, Grobes wird filigran, Schweres wird leicht und gerät ins Schweben, Strukturen lösen sich auf und gewinnen eine überraschend neue Identität.
Eva Töpfer lebt und arbeitet ebenfalls in Remagen und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Malerei, Fotografie und Objekten. Seit 2012 ist sie an der Produzentengalerie M.A.S.H. beteiligt. Die beiden Bilder „Hürdensprung“ und „Entwicklungssprung“ stammen aus dem Themenbereich „JUMP – Sprung ins Unbekannte“, der sich mit den Facetten der menschlichen Existenz befasst und aus dem zwei Einzelausstellungen hervorgegangen sind. Der „Hürdensprung“ steht symbolisch für das Überspringen von Grenzen, die in der Außenwelt zu überwinden sind, wenn man bestimmte Ziele erreichen will. Der „Entwicklungssprung“ deutet die Überwindung der Grenzen im Menschen selbst an, die bewusst oder unbewusst der inneren Entwicklung im Wege stehen. Die indischen Skizzen entstanden bei einer Indienreise.
Ursula Adrian-Rieß aus Bonn, ebenso wie Eva Töpfer Mitglied des BBK Bonn-Rhein-Sieg, dessen erste Vorsitzende Almuth Leib ist, präsentiert in ihrer Malerei das Spiel zwischen Figuration und Abstraktion, die Kraft des Zusammenwirkens von Farbe und Form, den Rhythmus getragen von reiner Emotion. Ihre abstrakte Bildsprache dient der Sichtbarmachung der inneren Welt. Experimentell entstanden die Arbeiten von Adrian-Rieß auf Holz mit neuer Technik: Kreidegrund auf Holz, Bearbeitung mit Winkelschleifer, mit Acrylfarbe, Moorlauge, zum Teil mit Bitumen bis hin zur Entstehung von Traumfeldern und Fabelwesen. Die Ausstellung „Dreierlei“ ist noch bis zum 24. Februar zu sehen, samstags und sonntags von 14 Uhr bis 17 Uhr.
AB
