Karnevalsgesellschaft Odendorf 1925
Dreigestirn „met Baachwasser jedäuf“
Odendorf. Die Karnevalsgesellschaft Odendorf freut sich über alle Maßen, dass es auch in der kommenden Session Tollitäten geben wird. Aus Anlass der Mitgliederversammlung wurden Toni Schüller, Klaus Isenmann und Ewald Karst als Prinz Toni I., Bauer Klaus und Jungfrau Waldtraud von Präsident Christoph Knappe, der in der vergangenen Session gemeinsam mit seiner Ehefrau Ricarda Prinzenpaar in Odendorf war, vorgestellt. Die drei Mittfünfziger verbindet zusammen mit ihren Ehefrauen eine langjährige Freundschaft, die unter anderem auf zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten rund ums Jahr basiert. Da ist zu allererst ein gemeinschaftlich organisierter Weihnachtsmarkt zu nennen, der im privaten Rahmen eine gut inszenierte Mischung aus weihnachtlichem und karnevalistischem Brauchtum bietet. Zudem besuchen sie gern die vielfältig in Odendorf angebotenen Events, nicht nur in der Karnevalssession, sondern auch das Dorffest oder den Tanz in den Mai. Und bei einem dieser gemeinsamen Abende entstand, quasi aus einer Bierlaune heraus, die Idee, dass das WMKO, kurz für Weihnachtsmarkt-Komitee Odendorf, doch mal die Tollitäten in einer Session stellen könnte. Für Toni Schüller, den künftigen Prinz Karneval, geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung: Der gebürtige Bonner kam im Alter von zehn Jahren mit seinen Eltern nach Odendorf. Seine Kindheit auf dem Lande war enorm prägend. „Hier wurde ich ein richtiger Junge“, sodass er sich selbst als waschechter Odendorfer wahrnimmt, zumal er nahezu in allen Vereinen aktiv war, zum Beispiel in der Feuerwehr und bei den Sportschützen. Seit 1995 ist der künftige Prinz Toni I. Flötist und Zweiter Vorsitzender im örtlichen Tambourcorps Loreley. Klaus Isenmann, aufgewachsen in Rheinbach und seit über 30 Jahren in Odendorf beheimatet, ist Karnevalist mit Leib und Seele. Nicht nur, dass er bereits Adjutant für die Prinzenpaare der Sessionen 2014 und 2019 war, er moderiert auch seit mehr als 20 Jahren den Rosenmontagszug in der Odendorfer Germanenstraße. Er kann es kaum erwarten, die für eine Tollität einzigartige Proklamation zu erleben und somit ein Teil des Dreigestirns, der karnevalistischen Hauptattraktion, zu sein.
Als Anspielung auf sein künftiges Engagement trug er bereits in der vergangenen Session an seiner Adjutanten-Kappe eine Pfauenfeder. Seine Erfahrungen, die er als Prinzenführer sammeln, und die Kontakte, die er dabei zu den Karnevalsgesellschaften der umliegenden Gemeinden knüpfen konnte, werden dem exzellenten Organisationstalent auch auf dem vorläufigen Höhepunkt seiner karnevalistischen Karriere von Vorteil sein. Der Dritte im Bund, Ewald Karst, künftig ihre Lieblichkeit Jungfrau Waldtraud, stammt gebürtig aus der Vulkaneifel und lebt seit 1994 in Odendorf. Er freut sich besonders darauf, gemeinsam mit seinen Freunden das künftige Odendorfer Dreigestirn zu sein und damit den Karneval mal hautnah aus einer anderen, durch und durch aktiven Perspektive erleben zu dürfen. Unterstützt wird das Dreigestirn in der kommenden Session von den Ehefrauen Karin Schüller, Roswitha Isenmann und Petra Karst, die als Adjutantinnen debütieren. Seit vielen Jahren haben sie Spaß am Feiern und am karnevalistischen Brauchtum, denn sie engagieren sich im Rosenmontagszug als Fußgruppe, wofür sie immer ausgefallene Kostüme kreieren, basteln und nähen. Zuletzt wurden sie als feierlustige Sekt-Raupen gesichtet.
Es heißt, wer im Orbach gelegen hat, wird zum Odendorfer. Daher wurden in den vergangenen Jahren einige zugezogene Bürger aus dem Umfeld des Dreigestirns von Toni Schüller als „Pastor“ getauft. So erging es auch Jungfrau Waldtraud und Bauer Klaus. Daher steht die kommende Regentschaft des Dreigestirns zurecht unter dem Motto „Met Baachwasser jedäuf“.
Die Proklamation des Dreigestirns ist am 9. November im Dorfsaal Odendorf. Aktuelle Informationen unter www.kg-odendorf.de.
