Dreimol von Hätze Rheembach Alaaf
Die „Lachende Stadthalle“ proklamierte Prinzessin Eve I.
Rheinbach. Endlich! Punkt 19 Uhr marschierte die Prinzengarde der Großen Rheinbacher Karnevalsgesellschaft unter Führung ihres Kommandanten Hans Joachim Müller in die „Lachende Stadthalle“ ein, und Rheinbachs Karnevalisten erhoben sich von den Sitzen, um den Auftakt der heißen Phase der Session zu feiern. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge musste Astrid Faßbender, die 1. Vorsitzende der KG, den Zug passieren lassen.
Zwar bekam sie reichlich Bützchen, durfte aber selbst nicht auf die Bühne, da sie wegen einer Fußoperation „Auftrittsverbot“ hatte. Musikalisch begleitete den Einmarsch der Spielmannzug Rheinbach von 1902, der im 111. Jahr seines Bestehens erstmals dabei war.
„Nun hört mal mit dem Bützen auf“, mahnte Sitzungspräsident Reiner Faßbender die große Narrenschar auf der Bühne, „das Programm muss weiter gehen“. Und mit ihren begeisternden Tänzen zeigten die Kinder- und Jugendtanzgruppen der Prinzengarde, dass man sich in Rheinbach um den tanzenden Nachwuchs keine Sorgen machen muss.
Vizebürgermeister proklamierten Prinzessin Eve I.
Der nächste Höhepunkt war die Ehrung von Robert Zimmer, der aufgrund seiner Verdienste in der Prinzengarde zum Ehrensenator auf Lebenszeit ernannt wurde. Mit dem Einmarsch aller Kernstadtvereine wurde dann der nächste Höhepunkt des Abends vorbereitet: Die Proklamation Ihrer Lieblichkeit Prinzessin Eve I. Vizebürgermeister Claus Wehage, selbst Ehrenmitglied der Prinzengarde, und Vizebürgermeisterin Tamara Voigt, übergaben die Insignien der Macht, den Stadtschlüssel und die Herrschaftsurkunde, über die Stadt Rheinbach. Das „Dreimol Rheembach alaaf“ von Prinzessin Eve I (Mros) ging im tosenden Beifall der bis auf den letzten Platz besetzten Stadthalle fast unter.
Buntes Sitzungsprogramm bis Mitternacht
Mit einem neuen Gardetanz und einem rassigen Showtanz der Tanzgruppe der Prinzengarde begann das Unterhaltungsprogramm. Begeistern konnten u.a. auch die „6 Richtije“, die Musikband mit bekannten kölschen Liedern aller bekannten Kölner Gruppen. Den alltäglichen „Ehewahnsinn“ boten das Rednerduo „Beckendorfer Knallköpp“, ebenso wie der Kölner Redner Ralph Kuhn als „Ne Usjeflippte“. „Die Hände zum Himmel“ hieß es dann mit den „Kolibris“, eine der bekanntesten Kölner Bands, und die „fünf Mädche vum Rhing“, Funky Mary, ließen mit ihrem neuen Song „Mädchen lügen nie“ den Saal der Stadthalle noch einmal erbeben.
Nach dem Bühnenprogramm stieg die Mitternachtsparty von DJ Siggi Schneider im Foyer, so dass die Nacht noch sehr lang wurde. RFW
Proklamation Ihrer Lieblichkeit Prinzessin Eve I.
Robert Zimmer wird zum Ehrensenator ernannt
