Bürgermeister nahm Neubau in Augenschein
Dreißig Kinder lernen in neuen Klassen
Neue Räumlichkeiten in Wormersdorfer Grundschule offiziell übergeben
Rheinbach. Die offizielle Eröffnung der neuen Räumlichkeiten in der Wormersdorfer Grundschule fand in der zweiten Oktoberwoche in der Wormersdorfer Straße statt. Aufgeteilt auf zwei Klassen lernen hier nun insgesamt 30 Kinder in den hellen, freundlichen und gut ausgestatteten Räumen. Gerade so pünktlich zum Schuljahresbeginn war es gelungen, den Erweiterungsbau an der ursprünglichen Grundschule fertigzustellen. So saßen bei der offiziellen Übergabe in der Klasse 4 a des Lehrers Alexander Gemein 16 Schüler, die sich mit dem bekannten Gedicht Theodor Fontanes des Herrn von Ribbeck im Havelland beschäftigten. Sichtlich zufrieden zeigten sich die Direktorin Nicole Jaax, die beiden Lehrer und auch die Schüler in der angenehmen Atmosphäre. Vorher hatten sie mit den beengten Räumlichkeiten im Hauptgebäude vorliebnehmen müssen, in dem man die Lernwerkstatt zum Klassenraum umfunktioniert hatte. Nun haben die Kinder der Delfinklasse und der Walklasse wieder eine angenehme Lern- und Arbeitsatmosphäre zur Verfügung.
Sinnvolle Aufteilung
Nachdem der letzte Jahrgang lediglich einzügig gewesen sei, habe man wegen der erhöhten Schülerzahlen die jetzige vierte Klasse sinnvoll aufteilen müssen. Nicht nur die steigende Anzahl der Schüler sei zu bewältigen gewesen, sondern auch der steigende Bedarf an Plätzen in der offenen Ganztagsschule, berichtete Nicole Jaax. Die nunmehr 166 Schüler, von denen fast die Hälfte auch die OGS besucht, mussten in den letzten Jahren allesamt im Hauptgebäude untergebracht werden. Der Schulbetrieb sei durch die Enge deutlich beeinträchtigt gewesen. Auch Stefan Raetz zeigte sich sichtlich erfreut über die rechtzeitige Fertigstellung der Erweiterung. Rund 450.000 Euro habe man für diese Baumaßnahme investiert. Der Bürgermeister verwies auf das Wachstum des Ortes Wormersdorf, das sich aller Voraussicht nach durch die Ausweisung von Neubaugebieten weiterhin steigend entwickeln werde. Deshalb sei für die Wormersdorfer Schule in den nächsten Jahren zu erwarten, dass es jeweils zwei Jahrgänge geben werde, die ihren Platz benötigten. Die Tatsache, dass auch die Schulen innerhalb der Stadt Rheinbach bereits am Limit seien, habe gegen eine Übergangslösung gesprochen, bei welcher die Beschulung der Kinder in Rheinbach Zentrum hätte stattfinden können. Auch in Rheinbach selbst sei der Handlungsdruck durch steigende Schülerzahlen und den Bedarf an OGS Betreuungsplätzen gestiegen, sodass es zu den Investitionen in Wormersdorf zugunsten der Kinder keine Alternative gegeben habe. Auch in Rheinbach Zentrum seien zurzeit Investitionen in Millionenhöhe in den Bildungsstandort Rheinbach vorgesehen. Besondere Erleichterung zeigte sich bei allen Beteiligten über die Tatsache, dass trotz vielfältiger Widrigkeiten der Erweiterungsbau pünktlich fertiggestellt werden konnte. Nicht nur die üblichen baulichen Belange seien zu bewältigen gewesen, sondern auch das Wetter habe das Seine dazu beigetragen eine rechtzeitige Fertigstellung zu erschweren. Mehrfach sei die Baustelle wegen des Regens buchstäblich „abgesoffen“, berichtete Stefan Raetz bei der offiziellen Übergabe. Deshalb bedankte er sich ausdrücklich bei den beteiligten Firmen und Einzelpersonen, die mit besonderer Initiative und teilweise ungewöhnlichen Einsätzen dafür gesorgt hatten, dass die Kinder pünktlich zu Schuljahresbeginn die neuen Räumlichkeiten beziehen konnten.
In den hellen, freundlich gestalteten Räumen ist Platz für eine ruhige Lernumgebung.
Der von außen klein erscheinende Erweiterungsbau beherbergt nun 30 Kinder in zwei Klassen.
Bürgermeister Stefan Raetz verschafft sich gemeinsam mit den Baubeteiligten einen Eindruck der neuen, verbesserten Lernsituation.
