Allgemeine Berichte | 27.12.2017

Bundeskriminalamt warnt vor neuer Betrugsmasche

Dreister Briefbetrug

Täter verlangen Kautionszahlungen

Dreister Briefbetrug

Wiesbaden. Aktuell werden bundesweit Briefe verschickt, die angeblich von einem türkischen Gericht stammen. In dem Brief steht, dass der oberste Gerichtshof in Istanbul ein Strafverfahren gegen den Empfänger führen würde. Auch läge ein gültiger Haftbefehl vor, der schon bei der deutschen Regierung eingereicht sei. Die Adressaten werden in dem Brief beschuldigt, für eine Firma „Soraplex“ Geldwäsche zu betreiben, kinderpornografische Videos über das Online-Portal „Soraplex“ zu verbreiten und Verbindungen zu Terrororganisationen zu unterhalten. Die Empfänger werden zu einem angeblichen Gerichtstermin in Istanbul vorgeladen. Sollten sie nicht erscheinen, würde der Haftbefehl international in Kraft gesetzt. Zusätzlich soll der Empfänger sofort eine Kaution in fünfstelliger Höhe bezahlen. Dem Schreiben ist eine Verschwiegenheitsverpflichtung beigefügt, die angeblich vom Bundeskriminalamt stammt. Der Empfänger wird aufgefordert, sich umgehend telefonisch mit einem angeblichen BKA-Mitarbeiter in Verbindung zu setzen, um die Einzelheiten zu besprechen. Hierfür ist eine Telefonnummer aus Frankfurt am Main angegeben. Die Schreiben haben auf den ersten Blick einen seriösen Anschein. Das Bundeskriminalamt warnt: Diese und ähnliche Briefe werden immer in der Absicht verschickt, die Adressaten um ihr Geld zu bringen. Hinter den Telefonnummern verbergen sich Betrüger aus ausländischen Call-Centern. Das Bundeskriminalamt rät dringend: Wer solche oder ähnliche Post erhält, sollte nicht auf die Schreiben reagieren und die darin angegebenen Telefonnummern nicht anrufen. Sollten die betrefenden Personen einen Anruf erhalten, sollte man sich nicht in ein Gespräch verwickeln lassen. Auch wenn man unter Druck gesetzt und staatliche Konsequenzen angedroht werden, sollte man sich nicht verunsichern lassen und den Kontakt abbrechen. „Wenn Sie Opfer geworden sind, erstatten Sie Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle.“, so die Polizei. Weitere Informationen zu den verschiedenen Formen des Betruges findet man unter www.bka.de und auf den Informationsseiten des Programms Polizeiliche Kriminalprävention unter www.polizei-beratung.de.

Quelle: Bundeskriminalamt

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