Neben dem Sport wird besonders die Geselligkeit bei den Frauen großgeschrieben
Dreitägige Jubiläum- Frühjahrstour führte nach Düsseldorf
Montagsriege des Turnverein Remagen feiert 70-jähriges Jubiläum mit Jubiläumstour zum GOP Varieté-Theater Bonn
Remagen. Das 70-jährige Jubiläum, genau halb so alt wie der Turnverein selbst, feiert in diesem Jahr die Montagsriege des Turnvereins Remagen mit einem vielversprechenden Abend im GOP Varieté-Theaater Bonn. Schon im Frühjahr hatten die sportlichen Frauen eine dreitägige Jubiläumstour nach Düsseldorf genossen. Die Jubiläumstour war von Riegenmitglied Agnes Krumscheid organisiert worden und hatte den Mädels viel Freude bereitet. Gegründet wurde die Montagsriege 1947, als Übungsleiterin Gerda Weber eine reine Gymnastikriege eröffnet. Und weil die Übungsstunde montags stattfand, hatte die Montagsriege ihren Namen rasch gefunden. 1960 löste Übungsleiterin Gertrud Wagner, ehemalige Vorsitzende des Turnvereins Remagen und inzwischen Ehrenvorsitzende, Gerda Weber ab und übernahm die Montagsriege, die von da an neben der Gymnastik auch das Geräteturnen absolvierte. Zahlreiche Stadtmeistertitel im Turnen und unzählige Sportabzeichen konnte die Montagsriege im Laufe der Jahrzehnte erringen. Allein Gertrud Wagner legte in diesem Jahr das 48. Sportabzeichen ab. Ebenso wurden viel Gau- und Turnfeste besucht. Und wer bei den Turnfesten nicht selbst ans Gerät ging, der reiste als Fan mit. Vorführungen bei Festen in Remagen und bei den Jahreshauptversammlungen gab es ebenso regelmäßig wie die Beteiligung an den Karnevalszügen. Neben allem Sport war aber besonders auch die Geselligkeit gefragt. Das „dritte Gerät“, früher bei bei Vereinswirt Berthold in der „Krone“ und heute bei Marc in der „Bauernschenke“ gehörte und gehört für die rund 22-köpfige Montagsriege im Anschluss an die Turnstunde einfach dazu. Rund ein Dutzend Frauen turnen noch heute, die anderen Mitglieder der Montagsriege sind beim „dritten“ Gerät sowie bei allen Festen und Veranstaltungen immer mit dabei.
Großer Zusammenhalt
Wie groß der Zusammenhalt der Montagsriege ist, beweist nicht nur, dass am „dritten Gerät“ auch Frauen teilnehmen, die nicht mehr turnen, sondern auch, dass es in den 70 Jahren nur fünf Übungsleiterinnen gab. Im Jahr 2003 gab Gertrud Wagner die Montagsriege in die jüngeren Hände von Heike Klein. Danach übernahm Bärbel Löffler für eine Zeit die Montagsriege, bevor der sportliche Teil seit rund zwei Jahren in den Händen von Übungsleiterin Ulla Sänger liegt.
Immer wichtig war der Montagsriege der gesellige Zusammenhalt, ohne den kein Verein und keine Gruppe bestehen können. So wurden und werden Frühjahrs- und Herbstwanderungen gemacht, gemeinsam Theatervorführungen besucht, Weihnachtsfeiern abgehalten und natürlich jedes Jahr eine mehrtägige Tour gestartet. Nicht der Einzelne, sondern immer die eingeschworene Gemeinschaft steht bei der Montagsriege im Mittelpunkt. In zahlreichen Städten hat sich die Montagsriege bereits bestens amüsiert. Nun freuen sich die Frauen schon auf das GOP Varieté-Theater Bonn. Mit einer Spende, die für diesen Abend genutzt wird, hat auch der Vorstand des Turnvereins der Montagsriege zum Jubiläum gratuliert. Ein großer Teil der Montagsriege ist bereits seit zig Jahren zusammen, doch auch die jüngere Generation hat sich bestens in die Gruppe integriert, sodass der Zusammenhalt zwischen Alt und Jung hervorragend funktioniert. Was sich die Montagsriege wünscht, sind noch viele gemeinsame Jahre, beim Turnen, beim Wandern, bei Touren und beim Feiern.
AB
