Allgemeine Berichte | 24.04.2020

Fallzahlen steigen auf 206 im Kreis Neuwied

Drive-In System in der Fieberambulanz ab Montag

Keine Entwarnung durch lockernde Maßnahmen

Drive-In System in der Fieberambulanz ab Montag

Kreis Neuwied. Im Kreis Neuwied ist die Summe der Fallzahlen auf 206 Personen weiter angestiegen. Hierunter sind drei Todesfälle sowie 172 Personen, die bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden konnten. Die Summe der Fälle verteilt sich auf die Kommunen wie folgt:

KommunePositive FälleTodesfälle

Stadt Neuwied 73(1)

VG Asbach 29 (1)

VG Bad Hönningen 15

VG Dierdorf 5 (1)

VG Linz 21

VG Puderbach 10

VG Rengsdorf-Waldbreitbach 30

VG Unkel 23

Landrat Achim Hallerbach appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Die lockernden Maßnahmen sollen jetzt nicht zu einem fahrlässigen Handeln führen.“ Auch Bundesregierung, Virologen und weitere Experten warnen vor einem Rückfall und einer schlagartigen Welle an schweren Erkrankungen und damit einhergehend einer Überlastung des Gesundheitssystems. „Daher kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, dass die lockernden Maßnahmen keine Entwarnung oder ein Freibrief sind. Die abflachende Kurve an neuen Infektionen ist erfreulich und dies soll auch so bleiben,“ fügt Landrat Hallerbach an. In Kombination mit dem Netzwerk an Corona-Ambulanzen im Kreis Neuwied, gibt es ein flächendeckendes System zur Versorgung von Corona-Patientinnen und Patienten sowie Verdachtsfällen. Auch mit den Krankenhäusern ist der Landkreis in enger Abstimmung. In unserer Region ist eine gute Krankenhaus-Struktur vorhanden und auch der direkte Austausch mit den Maximalversorgern und dem Bundeswehr-Zentral-Krankenhaus in Koblenz findet regelmäßig statt. Es wurden zusätzliche Intensiv-Kapazitäten geschaffen und in den Häusern entsprechend umstrukturiert, um Patienten isoliert behandeln zu können. „Eins ist aber momentan der Fall: es herrscht eine gewisse Anspannung, ob und wann die erste große Welle an schwer Erkrankten auf uns zu kommt. Wir tun alles um bestens vorbereitet zu sein. Aber alle Bürgerinnen und Bürger sind dabei auch gefragt und gefordert: Bleiben Sie weiterhin zu Hause, halten Sie Abstand und schützen Sie sich und ihre Mitmenschen. Nur gemeinsam schaffen wir es, diese Krise zu meistern,“ betont der Landrat.

Am kommenden Samstag bleibt die Fieberambulanz in Neuwied geschlossen. Hintergrund ist, dass am Wochenende das System der Fieberambulanz auf ein sogenanntes „Drive-In“ System umgebaut wird. Ziel von diesem System ist es, dass mit dem PKW auf das Gelände gefahren wird und der Test im Fahrzeug abgestrichen werden kann, ohne dabei auszusteigen. Ein Arzt sowie Assistent kommen in Schutzkleidung direkt ans Fahrzeug und nehmen die entsprechenden Daten auf und führen den Test durch. Es wird ein Einbahnstraßensystem geben, wo die Fahrzeuge über das Gelände herein- und rausgeführt werden. „Durch dieses System können wir den Personaleinsatz nochmals optimieren, um unsere Kräfte bestmöglich vor einer Infektion zu schützen,“ erklärt Tim Wessel, Pressesprecher der Technischen Einsatzleitung. Die Betriebszeiten der Fieberambulanz in Neuwied werden nach dem Umbau am Wochenende geändert auf montags bis freitags von 8-10 Uhr, samstags bleibt vorerst geschlossen. Auch die Hotline des Gesundheitsamtes ist am Wochenende nicht erreichbar. Die landesweite Corona-Hotline 0800 99 00 400 hingegen ist rund um die Uhr erreichbar. Auch ist die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes unter 116 117 erreichbar.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Lampionfest in Weißenthurm
Heimat aktiv erleben - Anzeige Biergarten
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Grillsaison Filiale Dernbach
Anzeige Number One Sports
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Empfohlene Artikel
In Bad Breisig wurde erneut erstklassiger Chorgesang geboten.  Foto: DU
45

Bad Breisig. Erstklassiger Chor- und Vokalgesang mit vielen klassischen, aber auch mit Spiritual-Aspekten in Verbindung mit hervorragender Solo-Instrumental-Musik – all das hatte unlängst das Sommerkonzert des Kirchenchores „St. Marien“ Bad Breisig zu bieten. Die Breisiger Kirche Maria Himmelfahrt bot hierfür erneut den passenden optischen und akustischen Rahmen. Dass eben jene Akustik dort genau...

Weiterlesen

Der Marktplatz von Ahrweiler.  Foto: ROB
162

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Auch in diesem Jahr lädt die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler wieder zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung anlässlich des nunmehr fünften Jahrestags der Flutkatastrophe ein, die in diesem Jahr unter Beteiligung der Landesregierung ausgerichtet wird. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 14. Juli, um 19 Uhr auf dem Ahrweiler Marktplatz statt.

Weiterlesen

Fünf Jahre danach: Altenburg im Sommer 2026.  Foto: ROB
150

Ahrtal. Die Flutkatastrophe im Ahrtal und in weiteren Teilen Deutschlands am 14. Juli 2021 hat Deutschland tief erschüttert. Mehr als 180 Menschen verloren ihr Leben, zahlreiche Orte wurden schwer zerstört und viele Betroffene kämpfen bis heute mit den Folgen der Katastrophe. Auch fünf Jahre später bleibt die Erinnerung an die Opfer und die enormen Herausforderungen dieser Katastrophe lebendig.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aufgrund eines Ladendiebstahls fahndet die Polizei nach dem Verdächtigen.
1096

Hochpreisiges Parfüm gestohlen

Bonn: Polizei fahndet nach Ladendieb

Bonn. Fahndung nach einem mutmaßlichen Ladendieb in Bonn: Das Kriminalkommissariat 15 der Bonner Polizei hat eine öffentliche Suche nach einem Verdächtigen eingeleitet, der im Verdacht steht, am 12. März 2026 ein teures Parfüm aus einer Parfümerie in der Bonner Innenstadt gestohlen zu haben.

Weiterlesen

Die B267 in Rech.  Foto: ROB
549

Der Grund: Die Deutsche Bahn saniert

Ahrtal: Vollsperrung der B267 und Zugausfall ab 29.06.

Rech/Mayschoß. Die Bundesstraße 267 zwischen Rech und Mayschoß wird von Montag, 29. Juni, bis einschließlich Montag, 13. Juli 2026, für den Verkehr voll gesperrt. Grund hierfür sind Sanierungs- und Böschungsarbeiten der Deutschen Bahn. Die Vollsperrung ist notwendig, da die eingesetzten Arbeitsmaschinen beide Fahrstreifen in Anspruch nehmen und eine sichere Vorbeifahrt für Verkehrsteilnehmende nicht gewährleistet werden kann.

Weiterlesen