-Anzeige Willkommen zum 3. Wissenschaftsmarkt im Römerbergwerk Meurin
„Du kannst forschen“
Am Samstag, 17. September und Sonntag, 18. September
Kretz/Kreis MYK. Nach fünf Jahren Pause ist es wieder soweit: Im Römerbergwerk Meurin findet der nunmehr dritte Wissenschaftsmarkt statt. Am Samstag, dem 17.9. von 12-17 Uhr und Sonntag, dem 18.9. von 11-17 Uhr präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Mainz, der Hochschule Mainz und des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) in Mainz und Mayen ihre Arbeit.
Das Konzept ist so einfach wie wirkungsvoll: Unter dem Motto „Du kannst forschen“ werden die verschiedenen Wissenschaften im Vulkanpark von Experten an „Marktständen“ anschaulich vorgeführt und erklärt – allen voran Mineralogie, Archäologie und Experimentelle Archäologie, Technikgeschichte und Geodäsie. An vielen Stationen dürfen natürlich auch Besucherinnen und Besucher Hand anlegen und so selbst zu Forschern werden.
Was tun Archäologen, wenn sie von der Ausgrabung zurückkehren – haben sie dann etwa frei? Keineswegs: Zunächst müssen sämtliche Befunde dokumentiert werden, wie es am Beispiel des Römerbergwerks direkt greifbar wird. Archäologinnen und Archäologen des RGZM führen außerdem die einzelnen Schritte der wissenschaftlichen Fundbearbeitung vor: Zeichnen und Fotografieren der Fundstücke, Vergleichen und Bestimmen – es ist ein langer Weg von der Ausgrabung bis zur wissenschaftlichen Publikation. Besonderes Wissen verlangen Funde von Tierknochen; Küchenabfälle aus alter Zeit verraten viel über die Lebensbedingungen der Menschen. Spezialgebiete wie Luftbild- und Schiffsarchäologie runden die Darstellung archäologischer Arbeiten ab.
Viele Fundstücke müssen erst restauriert werden, bevor sie überhaupt für eine Bearbeitung zur Verfügung stehen. Die archäologische Restaurierung ist ein anspruchsvoller und abwechslungsreicher Beruf, den Restauratoren des RGZM anhand von erstaunlichen Arbeitsproben demonstrieren werden.
Auch in den historischen Fächern ist es heute selbstverständlich, dass Geistes- und Naturwissenschaftler eng zusammenarbeiten und digitale Methoden nutzen. Die Palette der Darbietungen reicht von der 3D-Laserscan-Vermessung ganzer Bergwerke durch das Institut i3mainz bis hin zur Entwicklung neuer Analysemethoden zur Herkunftsbestimmung von vulkanischen Gesteinen, präsentiert von Mineraloginnen der Universität Mainz.
Der Filmraum wird zeitweise zum Vortragssaal. Hier erfahren Interessierte Näheres über die alte Industrielandschaft der Osteifel, aber auch über ein außergewöhnliches Marmorrelief aus Rom sowie über das Berufsbild der Archäologen.
Das Außengelände der Antiken Technikwelt wird beim Wissenschaftsmarkt zur Bühne der Experimentellen Archäologie. Was die Forschung mithilfe des archäologischen Experiments alles herausfinden kann, zeigen Experten an den funkti
onsfähigen Nachbauten antiker Maschinen und im Film.
Der Wissenschaftsmarkt ist ein „gescheites“ Vergnügen für die ganze Familie. Gerade junge Menschen, die noch vor der Berufswahl stehen, können durch direkte Anschauung wissenschaftliche Berufe kennen lernen. Und bei allem Wissensdurst sei eines nicht vergessen: Es muss auch niemand hungrig nach Hause gehen.
Vulkanpark GmbH
