Die Koblenzer-Innenstadtpfarreien feiern Fronleichnam
„Du machst meine Finsternis hell“
Koblenz. Seit vielen Jahren feierten die vier Koblenzer-Innenstadtpfarreien Herz Jesu, St. Josef, St. Kastor, Liebfrauen das Fronleichnamsfest gemeinsam. Im vergangenen Jahr hatte man beschlossen die traditionelle Feier wegen der hohen Pandemiezahlen nicht zu begehen. Da sich zum jetzigen Zeitpunkt die Lage, Gott sei Dank, positiv entwickelt hat, und die Zahlen sich, leicht verbessern, hat der Pfarreienrat beschlossen, das Fronleichamsfest in jeder der vier Pfarrgemeinden einzeln zu begehen.
Damit der Gedanke der Gemeinsamkeit aber nicht verloren geht, feierten die vier Pfarrgemeinden ihre Eucharistiefeier unter dem gleichen Leitgedanken nach dem Psalmvers 18,29 „Du machst meine Finsternis hell“. Die gemeinsame Kollekte ist für die Aufgaben der Caritas bestimmt, zur einen Hälfte für die Corona-Hilfe und zur anderen für Opfer der häuslichen Gewalt die leider in der Coronazeit sehr stark zugenommen hat.
Die Pfarrgemeinde Sankt Kastor feierte mit 100 Gläubigen, mehr wurden wegen der Pandemie nicht zugelassen, auf dem Platz vor der Basilika. Pater Xavier Manickathan zelebrierte zusammen mit Diakon Horst Dany bei sonnigem Wetter den feierlichen Gottesdienst der musikalisch von der Coralschola und Prof. HeinzAnton Höhnen an der Orgel mitgestaltet wurde.
In seiner Predigt betonte Pater Manickathan das, wir in unserem Leben – im Alltag, im Beruf, in Familie und Gesellschaft immer wieder Momente der Finsternis erleben. Seit über einem Jahr erleben wir die Finsternis der Pandemie. Wir glaubende wissen aber, das Gott unsere Zuversicht ist, unser Licht das unsere Finsternis hell macht, wenn wir sein Licht in unser Leben aufnehmen. Aus diesem Grund haben wir diese Feier auch unter diesen Leitgedanke gestellt. So konnte das Fest des Leibes und Blutes Jesu Christi, wenn auch ohne die sich sonst anschließende Prozession im Freien gefeiert werden.
Der Gottesdienst wurde Live über You Tube übertragen und kann jederzeit über die Internetseite der Pfarrgemeinde www.sankt-kastor-koblenz.de auch nachträglich abgerufen werden.
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Das Einzige, was hier Finsternis (wenn man es denn so sehen will) hell macht und Zuversicht verbreitet, ist doch, das die Kollekte Institutionen zugute kommt, die sich für greif- und sichtbare Dinge einsetzen, die Hilfe für notleidende Menschen erfordern. Ich wüsste nicht, dass Glaube alleine je etwas bewirkt hätte. Was hat Glaube an etwas, was nicht sichtbar und greifbar ist, dessen Existenz nach wie vor zweifelhaft ist, bei alldem menschverursachten weltlichen Elend positiv bewirkt? Nichts. Aber jedem "glaubenden" sein Licht und seine Zuversicht.
Ich bin mir heute noch selbst dankbar für meinen Entschluss, damit nichts mehr zu tun haben zu wollen. Der katholische Gegenwind ausgerechnet von denjenigen, von denen ich es nicht erwartet hätte, war schon beachtlich. Genau das, was früher Menschen , die anders waren, auf den Scheiterhaufen brachte. Die Pandemie hat keine Finsternis bedeutet, eher eine Prüfung/Denken in Dingen, die unsere heutige Gesellschaft auszeichnet - Ich-Denken, Egoismus, soziale Kälte, Profitdenken. Gebracht hat es Nix, dieses Denken. Man macht einfach weiter so. Und eines kann ich mit Sicherheit sagen, dass der da oben entweder ausgewandert ist, sich im Dauerurlaub befindet oder einfach nur taub u. blind ist. Nicht nur die Krebserkrankung in eigener Familie, in engster Verwandschaft, in unmittelbarer Nachbarschaft, die Kriege, Unwetter, Zerstörung unserer Umwelt, Konfrontation tagtäglicher ICH-Mentalität, Gewalt u. Zerstörungswut wo ich mich frage, wo ist der Typ, was macht er? Licht sieht anders aus.