Bürgerverein Beul St. Willibrord feierte Beuler Kirmes
Edeltrud Küpper strahlte mit der Sonne um die Wette
Beul. Nicht festzustellen war, wer mehr strahlte, die kühle Novembersonne am Sonntagnachmittag oder die neue Bohnenkönigin Edeltrud Küpper des Bürgervereins Beul aus der Willibrordusstraße. Mit einem geänderten Ablauf feierten die Beuler auch in diesem Jahr im Ortsteil Beul ihre traditionelle Kirmes. In Anwesenheit von Stadtbürgermeister Guido Orthen eröffnete der Bürgerverein Beul die Kirmes mit der heiligen Messe in der Kirche St. Willibrordus am Sonntag. Pfarrer Peter Dörrenbächer las die Festmesse, ehe Vorstand und Bürger zum Ehrenmal am Friedhof zogen, um dort mit der Niederlegung eines Kranzes der verstorbenen Beuler zu gedenken. Im traditionellen Vereinslokal „Alt Beul“ begrüßte anschließend Bürgervereins-Vorsitzender Frank Jeub eine stattliche Zahl von Gästen zum Frühschoppen. Ein besonderer Gruß galt den Abordnungen der beiden anderen Neuenahrer Bürgergesellschaften, der Feuerwehr, den Ehrenmitgliedern Matthias Odenkirchen, Doris Ronstadt und dem Ehrenvorsitzenden Dieter Brand. Verabschiedet mit einem Blumengebinde und vielen Dankesworten für ihre Regentschaft 2015-2016 wurde Bohnenkönigin Marlies von Czerniewicz, die sich zum letzten Mal ihre Königinnen Schärpe umlegen durfte. Am Nachmittag machten sich der Vorstand der Bürgergesellschaft und viele Gäste gemeinsam mit dem Spielmannszug Ahrweiler zu einem Umzug durch Beul auf. Erste Station der Kirmesgäste war bei der neuen Bohnenkönigin Edeltrud Küpper. Fähndelschwenker René Gäb aus Heimersheim demonstrierte hier seine Kunst im Fahnenschwenken. Heinrich Kohlhaas, zweiter Vorsitzender der Bürgergesellschaft, brachte der neuen Bohnenkönigin ein launiges Ständchen, frei nach dem belgischen Sänger Adamo. Begleitet mit Musik ging es nach der Krönung der neuen Bohnenkönigin des Jahres 2016 weiter durch den Ortsteil Beul, um Freunden und Jubilaren einen Besuch abzustatten. Unter anderem ging es zu den Jubilaren Hans Günther Jeub (80 Jahre) und zum Hotel Giffels. Klar, dass es an allen Stationen ein wenig flüssige Nahrung gab. Wieder am Vereinslokal angekommen, stellten die Beuler fest, dass die Kirmes doch arg die Geldbeutel strapaziert hatte. Schnell war mit dem „Kirmesmann“ ein Schuldiger gefunden worden. Dem wurde kurzerhand auch der Prozess gemacht, ehe er den Flammentod erleiden musste. Wer danach noch ein paar Euro in der Tasche hatte, brachte diese kurzerhand auch noch ins Vereinslokal. Der Vorstand freute sich, dass nach der Verbrennung des Kirmesmannes, viele Freunde und Mitglieder sich im Vereinslokal Alt Beul trafen und mit viel Klaaf die Kirmes abschlossen. Der Bad Neuenahrer Stadtteil Beul wird geprägt von der historischen Willibrorduskirche aus dem Jahre 990 sowie den Kuranlagen der Stadt, die alle rechts der Ahr im Ortsteil Beul liegen.
