Allgemeine Berichte | 12.12.2024, 16:09 Uhr

Symbolischer Meilenstein beim 1. Koblenzer Advents-Spendenlauf

Ehemaliges Frühchen läuft 1,2 km

Angefeuert von anderen Teilnehmern und den Zuschauern lief Sam fröhlich und voller Energie 3 ganze Runden im Stadion.  Foto: Cali Burton
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Koblenz. Am 1. Dezember fand der erste Advents-Spendenlauf zugunsten der Kinderklinik Kemperhof statt. Organisiert von der Firmengruppe S2H und BS2, lockte das Event trotz winterlicher Temperaturen über 500 Teilnehmer an und war ein voller Erfolg – auch für den jüngsten Läufer, den 18 Monate alten Sam.

Zahlreiche Familien aus Koblenz und der Region tauschten am ersten Adventssonntag das gemütliche Sofa gegen die Tartanbahn und nahmen am Spendenlauf im Stadion Oberwerth teil – für das gemeinsames Ziel, so viele Kilometer wie möglich für die Kinderklinik Kemperhof zu sammeln. Denn für jede Runde, die Erwachsene liefen, wurden 1 Euro, für jede Kinderrunde 2 Euro gespendet. Als das Startsignal durch Baudezernent Prof. Dr. Andreas Lukas erfolgte, setzten sich Erwachsene jeden Alters mit und ohne Kinderwagen und ebenso viele Kinder hoch motiviert in Bewegung. Doch unter all den Teilnehmern zog ein ganz besonderer Läufer schnell die Blicke auf sich. Mit seinen 18 Monaten war er der wahrscheinlich jüngste Sportler des Tages. Dabei musste er noch im vergangenen Jahr seine Kämpfernatur auf der Kinderintensivstation unter Beweis stellen.

Sam wurde alsextremes Frühchen geboren

Sam wurde in der 29. Schwangerschaftswoche als extremes Frühchen im Kemperhof zur Welt gebracht. Die Geburt kam völlig unerwartet. Sam erblickte die Welt mit nur 1004 Gramm Geburtsgewicht und war 37,5 cm groß. Trotz dieser schwierigen Startbedingungen war er von Anfang an ein Kämpfer. „Sam war unglaublich stark und hat seine Zeit auf der Frühchen-Station im Kemperhof wie ein wahrer Überlebenskünstler gemeistert“, berichtet seine Mutter. Nach einer Rekordzeit von nur sechs Wochen konnte Sam die Kinderintensivstation verlassen und durfte nach Hause. „Das war einer der schönsten Tage unseres Lebens“, sagt Cali Burton. Sie ist dankbar, dass der Kemperhof ein sogenanntes Perinatalzentrum Level 1 für die spezielle Betreuung extrem frühgeborener Kinder hat. „Wir sind unendlich dankbar für die großartige Arbeit der Ärzte und Pflegekräfte dort. Sam wurde von Anfang an so rundum gut betreut – wir hatten immer das Gefühl, dass wir in den besten Händen sind.“

Heute, 18 Monate später, ist Sam ein fröhlicher, gesunder und aktiver Junge, der das Leben seiner Familie jeden Tag bereichert. „Sam ist unser ganzer Stolz“, so die Mutter. „Er hat sich unglaublich gut entwickelt und ist zu einem kleinen, tollen Jungen herangewachsen.“ Beim Advents-Spendenlauf zeigte Sam dann auch allen anderen, wie weit er gekommen ist: Mit strahlendem Lächeln und voller Energie legte er sagenhafte 1,2 Kilometer zurück und lief damit drei Runden im Stadion Oberwerth. „Es war ein ganz besonderer Moment für uns, als Sam mitgelaufen ist“, erzählt seine Mutter. „Zu sehen, wie von allen Teilnehmern gefeiert, angefeuert und bestaunt wurde – vor dem Hintergrund seiner persönlichen Geschichte – das hat uns so glücklich gemacht.“ Der Advents-Spendenlauf war aus Sicht von Burton nicht nur ein sportliches Event, sondern auch ein Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber der Kinderklinik Kemperhof. „Uns war es ein großes persönliches Anliegen, an diesem Lauf teilzunehmen und die Klinik zu unterstützen“, sagt Cali Burton. „Unser Sohn Sam ist ein lebendes Beispiel für die großartige Arbeit, die dort geleistet wird.“

Benedikt Seuss, Initiator des Spendenlaufs und Geschäftsführer der S2H und BS2 Unternehmensgruppe, ist überwältigt von der großen Resonanz auf den 1. Koblenzer Advents-Spendenlauf: „Wir haben mit etwa 300 Menschen gerechnet, jetzt sind es weit über 500!“ Die Idee für den Lauf hatte Seuss im November, nachdem der Förderverein der Kinderklinik erneut zur Spendenaktion „Weihnachtsgeschenk für die Kinderklinik“ aufgerufen hatte. „Wir hatten uns letztes Jahr schon an der Weihnachts-Spendenaktion für die Kinderintensivstation beteiligt. Als wir dann vom diesjährigen Spendenaufruf des Fördervereins der Kinderklinik hörten, kam der Entschluss, etwas Großes auf die Beine zu stellen. Es war uns eine Herzensangelegenheit.“ Mit der finanziellen Unterstützung weiterer Koblenzer Unternehmen realisierte er das Event. Am Ende des Tages wurde eine beeindruckende Spendensumme von 20.000 Euro erzielt. Benedikt Seuss freute sich besonders, dass mit diesem Betrag eine innovative Anschaffung für die Kinderklinik möglich wird: „Der Förderverein sammelt für ein kabelloses Patientenmonitoring. Damit sind die Kinder während ihres Krankenhausaufenthalts nicht mehr ans Bett gebunden und können sich viel freier bewegen – eine enorme Erleichterung für die kleinen Patienten!“

Das Team der Kinderklinik und der Förderverein bedankten sich bei allen Läufern, Spendern und Helfern für ihren Einsatz und die großzügigen Spenden. Die Spendenaktion des Fördervereins der Kinderklinik läuft noch bis zum 18. Dezember. Für die Ausstattung von 30 Patientenplätzen mit dem innovativen Monitoring gibt es immer noch weiteren Unterstützungsbedarf. Informationen zur Spendenaktion und Spendenmöglichkeiten finden Interessierte unter weihnachtsgeschenk-kinderklinik.de.

Ehemaliges Frühchen läuft 1,2 km

Foto: ANDREA_MAXSISCH

Ehemaliges Frühchen läuft 1,2 km

Angefeuert von anderen Teilnehmern und den Zuschauern lief Sam fröhlich und voller Energie 3 ganze Runden im Stadion. Foto: Cali Burton

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