Tagesexkursion in die Wacholderheide
Ehrenamtliches Engagement am Weiselstein
Agrarstudenten der Uni Bonn und Viertklässler der Regenbogenschule tragen zum Erhalt der Wacholderheide bei
Schalkenbach. Als Lern- und Begegnungsort der nicht alltäglichen Art durfte eine multinationale Studentengruppe der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn die Wacholderheide auf dem Weiselstein bei Schalkenbach erleben.
Die rund 30 TeilnehmerInnen aus über 20 Nationen von fünf unterschiedlichen Kontinenten müssen auf ihren Abschluss noch hinarbeiten. Einige von Ihnen sind Masterstudenten, andere promovieren bereits. Die Tagesexkursion in die Eifel bot bei angenehmen spätsommerlichen Wetterbedingungen hervorragende Einblicke in die Praxis.
Erstmals in diesem Jahr bekamen die Studenten Unterstützung der benachbarten Grundschule aus Schalkenbach. Im Rahmen eines Vorab-Treffens mit Vulkanparkführer Peter Krebs hatten die Grundschüler bereits zahlreiche Informationen über den Wachholder, seine Herkunft und die Notwendigkeit der Arbeit erhalten. Am Aktionstag selbst setzten die Viertklässler gemeinsam mit den Studenten auf einer Wiese unweit des Aussichtsturms am Waldgut Schirmau neue Wacholderpflanzen. Bemerkenswert war die Zusammenarbeit zwischen Studenten und Grundschülern. Obwohl sich die Verständigung untereinander teilweise als nicht so einfach herausstellte, funktionierte die Arbeit im Team reibungslos, und mehr noch, es herrschte eine solche Harmonie, als würden sich die Teilnehmer schon länger kennen.
Großes Engagement der jungen Menschen
Mittags traf man sich mit kommunalen Vertretern zu einem stärkenden Mittagessen in idyllischer Atmosphäre des Waldgut Schirmaus. Martina Liemersdorf und Team hatten dort bereits zweierlei leckere deftige Eintöpfe vorbereitet. Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, Alfred Schomisch, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel, Toni Harst, Ortsbürgermeister von Schalkenbach - zu welchem das Idyll Waldgut Schirmau zählt – sowie Werner Breuer, Ortsbürgermeister von Königsfeld, freuten sich über das Engagement und den Einsatz der jungen Menschen. Erstmals in diesem Jahr nahm auch Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, an der Veranstaltung teil und ließ es sich nicht nehmen, den Studenten und Grundschülern nochmals persönlich für die getane Arbeit zu danken.
Die Bonner Gäste bedankten sich zum Ende des abwechslungsreichen Tages vor allem bei Peter Krebs, der wiederholt die Kontakte vermittelt hatte und den Tag durch Spenden der Kommunen realisieren konnte. Der „Nationale Geopark Laacher See“ gehört zu den bedeutenden Kulturlandschaften der Osteifel, durch den tatkräftigen Einsatz der Studenten konnte dem Weiselstein wieder Luft verschafft werden, der zur Erhaltung des Biotops beiträgt. Die Wacholderwacht wie auch die Bonner Fakultät möchten die Zusammenarbeit durch weitere Aktionen vertiefen und zum Erhalt der herrlichen Landschaft beitragen.
Die Wacholderwacht Osteifel ist eine Gruppe von Männern und Frauen, die sich ehrenamtlich als Wanderführer zur Verfügung stellen und Auskunft geben können über die Besonderheit und Einmaligkeit der Heidevegetation sowie zu den Grenzen und zum Erfolg der laufenden Naturschutzmaßnahmen und vielem mehr. Kontakt: Gerhard Krämer, Tel. (0 26 55) 18 35.
Pressemitteilung
Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal
