Allgemeine Berichte | 14.05.2014

Rheinbach ist Fairtrade-Stadt

Ehrenbotschafter von Fairtrade Deutschland überreichte Urkunde

Auftakt und Ermunterung zum Weiterdenken

Es ist geschafft. Rheinbach wurde als 1500ste Stadt mit dem Titel Fairtrade-Stadt ausgezeichnet. Stolz ist die Sprecherin der Steuerungsgruppe, Doris Kübler, auf die Verleihung der Urkunde. Rechts neben ihr steht der Ehrenbotschafter Manfred Holz. -STEIN-

Rheinbach. Nun ist es amtlich: Rheinbach ist Fairtrade-Town. Der Ehrenbotschafter von Fairtrade Deutschland, Manfred Holz, überreichte Bürgermeister Stefan Raetz in einem Festakt im Ratssaal des Himmeroder Hofes die Urkunde zur Anerkennung der Stadt Rheinbach als Fairtrade-Town. Damit reiht sich die Stadt ein in die Reihe solcher Fairtrade-Towns wie Madrid, London oder Städte, die diesen Namenszusatz tragen können und sich den Handel mit fairen Produkten auf die Fahne geschrieben haben. Die Bewerbung der Stadt Rheinbach als Fairtrade-Stadt geht in das Jahr 2012 zurück, in dem Bündnis 90/Die Grünen in Rheinbach den Antrag stellten, dass sich Rheinbach um das „soziale Siegel“ Fairtrade-Town bewerben solle. Der Rat und die Stadt standen diesem Antrag positiv gegenüber und es kam zur Unterzeichnung des Bewerbungsformulars entsprechend des Beschlusses des Rates am 9.12.2013. Seit Januar 2000 können sich Kommunen in Deutschland um den Titel Fairtrade-Stadt bewerben und müssen etliche Kriterien erfüllen: Neben dem entsprechenden Ratsbeschluss und der Einrichtung einer Steuerungsgruppe muss in den Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeisterbüro, Fairtrade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet werden. Im Einzelhandel sollen gesiegelte Produkte aus fairem Handel angeboten und entsprechende Produkte in Restaurants und Cafés ausgeschenkt werden. Auch in den anderen öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen, Kirchen und bei Vereinen müssen Fairtrade-Produkte zum Einsatz kommen. In Rheinbach konstituierte sich die Steuerungsgruppe mit zwölf Mitgliedern am 22.11.2012. Ihre Sprecherin, Doris Kübler, freute sich über die große Resonanz anlässlich der Anerkennung Rheinbachs als Fairtrade-Stadt während des Festaktes. Für BM Stefan Raetz ist es der Beweis, dass das Thema Handel mit fairen Produkten in Rheinbach angekommen ist. Er hob die Ausdauer der Steuerungsgruppe bei der Durchsetzung ihres Anliegens hervor und äußerte sich lobend und anerkennend zum Engagement der Stadtverwaltung und hier besonders zum Einsatz von Sachgebietsleiter Norbert Sauren in dieser Angelegenheit. Erfrischend sei auch, dass viele junge Menschen sich dafür interessieren, wo ihr Frühstück herkommt, wie es in den Ländern aussieht, aus denen die Produkte kommen, meinte Raetz. Er erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die Aktivitäten des Togo-Teams des Städtischen Gymnasiums Rheinbach, das an sozialen Projekten in Togo mitwirkt. BM Stefan Raetz ermunterte die Anwesenden, diese Veranstaltung als Auftakt zum Weiterdenken zu nutzen. Auch der Gewerbevereinsvorsitzende Oliver Wolf bedankte sich bei der Steuerungsgruppe für ihr Engagement. Er ist sich sicher, dass die Auszeichnung mit dem Titel Fairtrade-Stadt eine weitere positive Außenwirkung für Rheinbach entfalten wird.

Fairer Handel hat in Rheinbach Fuß gefasst

Doris Kübler skizzierte dann den langen Weg vom Antrag bis zur Anerkennung Rheinbachs als Fairtrade-Stadt. Sie ist stolz, dass der Gedanke des fairen Handels in Rheinbach Fuß gefasst hat. 14 Einzelhandelsgeschäfte, fünf Cafés und Restaurants, das Stadthotel Rheinbach, zwei Vereine und drei Schulen, sowie zwei Kirchengemeinden und selbstverständlich das Bürgermeisterbüro vertreten die Sache mit ihren Fairtrade-Angeboten. „Das sind mehr Unterstützer, als von der Einwohnerzahl her für die Anerkennung erforderlich gewesen wären“, berichtete Doris Kübler. Manfred Holz, der Ehrenbotschafter von Fairtrade Deutschland, bescheinigte in seiner Festrede der Stadt ein herausragendes Engagement und freute sich, Rheinbach als 1500ste Fairtrade-Stadt begrüßen zu können. „Durch ihr Engagement für den fairen Handel vor Ort setzt die Stadt Rheinbach ein konkretes Zeichen für eine gerechte Welt und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von benachteiligten Produzentengruppen im globalen Süden“, heißt es in der Urkunde

.

Fair gehandelte Produkte gab es im Innenbereich des Himmeroder Hofes vom „Eine Welt-Laden“ beim Festakt zur Anerkennung der Stadt Rheinbach als Fairtrade-Stadt.

Fair gehandelte Produkte gab es im Innenbereich des Himmeroder Hofes vom „Eine Welt-Laden“ beim Festakt zur Anerkennung der Stadt Rheinbach als Fairtrade-Stadt.

Es ist geschafft. Rheinbach wurde als 1500ste Stadt mit dem Titel Fairtrade-Stadt ausgezeichnet. Stolz ist die Sprecherin der Steuerungsgruppe, Doris Kübler, auf die Verleihung der Urkunde. Rechts neben ihr steht der Ehrenbotschafter Manfred Holz. Fotos: -STEIN-

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