RKK verleiht den goldenen Narren an Wolfgang Bosbach und Christoph Kuckelkorn
Ehrenpreise und große Gefühle bei RKK Gala
Nürburg. Die diesjährige RKK Gala im Dorint Hotel am Nürburgring bot wieder einmal alles, was zu einem perfekten Abend gehört, inklusive der Preisverleihung an verdiente und sympathische Preisträger. Der bekannte CDU-Politiker Wolfgang Bosbach (Kategorie Politik und Wirtschaft), sowie der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval Christoph Kuckelkorn (Brauchtum und Tradition) wurden im Rahmen dieser Veranstaltung mit dem goldenen Narren 2018 ausgezeichnet.
Rund 200 Gäste hatten sich im festlich geschmückten Saal in der Nähe der legendären Rennstrecke in der Eifel eingefunden und erlebten dort einen stimmungsvollen Abend, zu dem neben den Ehrungen auch das handverlesene Programm seinen Teil beitrug. Ein Abend, der für die Gäste mit Sicherheit unvergessen bleiben wird und die besondere Stellung des Bundesverbandes RKK deutlich unterstrich.
Nach dem Grußwort des Präsidenten Hans Mayer eröffnete die Kinder Showtanzgruppe der Wissener KG mit dem Tanz „Eisprinzessinnen“ den Reigen. Nach dem Tanz konnten die Galagäste gut verstehen, warum sich dieser Verein schon viermal in die Siegerlisten der RKK Meisterschaften eintragen konnte. Aber auch die Sweet Honeys aus Dienheim, Ruut Wiess Ranzel und die Tanzgruppe aus Solingen begeisterten und zeigten einen wesentlichen Aspekt der gelebten Brauchtumspflege auf. Mehrfach wurde in den Festreden die besondere Bedeutung des Karnevals für das Brauchtums und für die Jugendarbeit thematisiert. Die besondere Bedeutung, die der Karneval in diesem Bereich spielt unterstrich beispielsweise der rheinland-pfälzische Minister Dr. Volker Wissing, der gleichzeitig die Grüße der Landesregierung überbrachte.
Klare Worte mit Humor gepaart
Als Preisträger aus dem Jahre 2017 fiel Wissing zusätzlich die Aufgabe des Laudatoren für seinen Nachfolger Wolfgang Bosbach zu. Eine Rolle, die Wissing großartig ausfüllte. Sehr persönlich und gleichzeitig humorvoll und für die Gäste unterhaltsam. „Ich hätte Sie mir auch im höchsten Staatsamt vorstellen können.“ rief Wissing seinem Nachfolger zu, den er als einen Politiker bezeichnete, der „nah an der Bevölkerung und gelassen im Umgang mit sich selbst“ sei.
Bosbach freute sich über Auszeichnung und Laudatio sehr, und präsentierte sich dann so, wie man ihn kennt, als Freund klarer Worte, aber immer humorvoll und lebenslustig. Immer wieder wurde seine Dankesrede von Beifall und auch lautem Lachen unterbrochen, wenn er die menschliche Seite der Politik darstellte. „Glauben Sie keinen Politikern, die nicht Lachen können.“ war einer der zentralen Aussagen eines Politikers für den es nach eigenen Aussagen wichtig ist zu seiner Meinung zu stehen und diese zu vertreten, auch wenn diese gerade nicht opportun sei. Und auch für die Karnevalisten hatte er, der sich seit mehr als fünfzig Jahren der Narretei zugehörig fühlt, einen wertvollen Leitsatz für die Brauchtumspflege. „Tradition heißt nicht Asche aufbewahren, sondern die Flamme weiterzugeben.“
Tradition und soziale Aspekte betont
Der guten Tradition folgend, dass die Preisträgers des Vorjahres die Laudatio für ihre Nachfolger halten, fiel diese Aufgabe in der Kategorie Brauchtum und Tradition der Kölner Karnevalsikone Hans Süper zu. Er hielt eine Rede auf den Präsidenten des Kölner Festkomitees Christoph Kuckelkorn, die unter die Haut ging. Kuckelkorn selbst wirkte bei dieser Laudatio sehr gerührt und bewegt. Süper wäre natürlich nicht Süper, wenn nicht immer wieder zwischendurch der Karnevalist und Komödiant aufgeblitzt wäre. Aber wohl dosiert und immer die eigentliche Hauptperson im Blick. Kuckelkorn selbst bedankte sich quasi standesgemäß in Kölsch für seine Auszeichnung und warb in seiner Rede für die Ursprünglichkeit des Karnevals, der vom Ehrenamt getragen wird. Alleine in Köln resultieren jährlich zwei Millionen Euro an Barspenden für soziale Zwecke, so Kuckelkorn, der damit auch den Bogen zur Traditionspflege spannte. „Bereits früher war die Lustbarkeit immer mit einer Abgabe für Arme versehen“ so Kuckelkorn, der nach den launigen Worten seiner Vorredner eher die nachdenklichen und ruhigeren Akzente setzte und so dafür sorgte, dass die bunte Palette der Emotionen, die zum Karneval gehört auch bei dieser Gala komplett ausgeschöpft wurde.
Anschließend wurde im Dorint Hotel noch ausgiebig gefeiert, denn die Kolibris und DSDS Star Lucas Otte heizten kräftig ein und so verwandelte sich die vorherige Bühne schnell in eine Tanzfläche. Aus dem bis dato sitzenden und hörenden Publikum wurde schnell eine bunte Parygesellschaft – die ganze Gefühlspalette eben.
BLA
Die Sweet Honeys aus Dienheim begeisterten mit ihrem spanischen Showtanz.
Strahlende Preisträger 2018 sind Wolfgang Bosbach (l.) und Christoph Kuckelkorn (r.). Erste Gratulanten waren natürlich RKK-Präsident Hans Mayer, das kölsche Original Hans Süper und Laura Herter (amtierende Miss Rheinland-Pfalz).
Karneval und Musik überwinden Altersgrenzen spielend. Elfriede Endres aus Gappenach freute sich, im Rahmen der RKK Gala den DSDS-Halbfinalisten Lukas Otte zu treffen.
