Oberbürgermeister Prof. Dr. Hofmann-Göttig lud in den Historischen Rathaussaal ein
Ein Abend des Dankes
Koblenz. Zu einem Abend des Dankes für das Ehrenamt lud die Stadt Koblenz mit ihrem Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig am vergangenen Freitag in den Historischen Rathaussaal ein.
Gekommen waren die Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren, Mitglieder des Verbandes Zivil-Militärische-Zusammenarbeit, Vorsitzende und Chorleiter der Gesangvereine und Kirchenchöre sowie die Vorsitzenden und Stellvertreter der Kirmesgesellschaften, Ortsringe und Heimatvereine. Unter den weiteren Ehrengästen zudem Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein, Stadtbeigeordnete und Ortsvorsteher, und Vertreter des Kreis-Chorverbandes.
Dass das Ehrenamt für Koblenz eine wichtige Rolle spielt und dass ohne diesen Einsatz unzähliger Männer und Frauen das Kulturleben der Stadt an Rhein und Mosel so nicht möglich wäre, betonte Hofmann-Göttig in seiner Begrüßungsansprache. Der Oberbürgermeister lobte den Einsatz und sagte, dass dieser Abend eine Gelegenheit zum „Danke“ sagen sei, ohne dass dadurch der Einsatz gerechtfertigt werden könnte. Zu unterschiedlich und vielseitig sei das Engagement in seiner Stadt. Besonders stolz sei er auf die Kirmesfeierlichkeiten, die Veranstaltungen der Ortsringe und der Heimatvereine, die sich in den einzelnen Stadtteilen größter Beliebtheit erfreuen.
Den Abend im Historischen Rathaussaal nutzte er auch dazu den neuen Leiter für Brand- und Katastrophenschutz, Meik Maxeiner, vorzustellen. Der im Anschluss stellvertretend für die Koblenzer Vereine sprach. Im nächsten Jahr wird diesen Part Dietmar Weidenfeller übernehmen, Vorsitzender des Kreis-Chorverbandes Koblenz.
Maxeiner sprach die Worte nicht nur in seinem dienstlichen Amt, sondern auch als ehrenamtlicher Stadtfeuerwehrinspekteur. Er kenne also beide Seiten, die Stadtverwaltung und das Engagement im Ehrenamt. „Ehrenamt und Hauptamt bilden gemeinsam die Sicherheit in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr und dies schon seit über 100 Jahren.“
Vielseitiges Engagement
„Ehrenamtliches Engagement ist nicht nur vielseitig, sondern es steckt ein sehr großes und flexibles Potenzial für uns Alle darin. Grundsätzlich müssen wir mit Bedauern erfahren, dass die Mitgliederzahlen in den Vereinen und Organisationen stetig rückläufig sind. Zahlreiche Vereine, insbesondere im kulturellen Bereich und der Traditionspflege, kämpfen täglich um deren Erhalt. Einige Vereine haben diesen Kampf bereits verloren. Jede ehrenamtliche Vereinigung stellt für mich ein Individuum dar, deren historischer Ursprung in aller Regel auf ein örtliches Interesse beruht“, so Maxeiner, der im Folgenden beispielhaft den Einsatz der Feuerwehren anführte. „Feuerwehr steht für spontane und direkte Hilfe für in Not geratene Bürgerinnen und Bürger. Jeder Einsatz verlangt neben der theoretischen Beurteilung der Einsatzlage auch zielgerichtetes praktisches Handeln, zum Teil unter Einsatz seines eigenen Lebens.“ Hier empfahl er von 170-stündigen Ausbildungszeiten, sich auf das Nötigste zu beschränken und Feuerwehrfrauen und –männer schneller zu den Einsätzen zuzulassen.
Dass ehrenamtliches Engagement durchaus sehr stark vorhanden ist, zeige sich bei jeder Großschadenslage, wie beispielsweise dem starken Hochwasser 2013, wo tausende Menschen unbürokratisch, solidarisch und direkt ihre Mithilfe angeboten haben. „Freiwilligkeit“ sei demnach für das Ehrenamt kein Fremdwort. Ehrenamt bedeute zum Beispiel Nächstenliebe, Brauchtumspflege, Positives Lebensgefühl, Geborgenheit, Hilfe und Selbsthilfe oder auch politisches Engagement als Form der Basisdemokratie.
Umfassendes Projekt in 2017
In Koblenz findet bis zum Jahresende eine umfassende Brandschutzbedarfsplanung und Organisationsuntersuchung statt. Ein Projekt, dass nicht nur die Berufsfeuerwehr, sondern auch die elf Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr, die Jugendfeuerwehr und die beiden Katastrophenschutzeinheiten des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser-Hilfsdienstes umfasst. Für dieses Projekt hat der Stadtrat einen Betrag über 100.000 Euro kurzfristig zur Verfügung gestellt. Es wird von einem externen Unternehmen und zugleich intensiver Beteiligung der Betroffenen durchgeführt.
Umrahmt wurden die beiden Redner vom Chor „Quodlibet“ aus Rübenach unter der Leitung von Wolfgang Fink. Dieser Frauenchor hatte sich 1991 als Projektchor gegründet und trug mit modernen Liedern zum Gelingen der Veranstaltung bei, an deren Ende es bei einer Stärkung für alle Anwesenden zu einem lebhaften Austausch untereinander kam.
Meik Maxeiner sprach im Namen und für die Ehrenamtlichen.
Oberbürgermeister Hofmann-Göttig brachte seine Wertschätzung gegenüber den zahlreichen Ehrenamtlichen zum Ausdruck.
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