Frankreichaustausch des Megina Gymnasiums Mayen
Ein Ausflug voller Höhepunkte
Mayen. „ J’ai jamais vu l’Yonne si haute “ („Ich habe die Yonne noch nie so hoch gesehen“), war einer der meist gehörten Sätze der Franzosen, aber auch der diesjährige Austausch war „ à sa hauteur “. Am Montagmorgen ging es für 49 Schülerinnen und Schüler, begleitet von den Lehrern Vanessa Rilk, Claus Gallinger und Gereon Schlupkothen, nach Frankreich in die Partnerstadt Joigny. Schon bei der Abfahrt war das Wetter wichtiges Thema, und spätestens die ersten großen Pfützen auf den französischen Landstraßen ließen erahnen, was die Woche noch bringen könnte.
Begrüßung durch den Bürgermeister
Nach einem ersten Abend in den Familien traf man sich am Dienstag an den jeweiligen Schulen (Collège Marie Noël und Lycée Louis Davier), um dort von den Schulleitungen begrüßt zu werden. Beim anschließenden Empfang im Rathaus wurden die Gäste von Pierre-Yves Girardin als Vorsitzendem des Freundschaftskreises Mayen-Joigny und Bürgermeister Bernard Moraine willkommen geheißen. Danach konnten die Schülerinnen und Schüler bei einer Stadtführung die wichtigsten und schönen Ecken Joignys entdeckten.
Kanutour fiel buchstäblich ins Wasser
Am Mittwoch stand zunächst der deutsch-französische Ausflug auf dem Programm. Leider musste aufgrund der Niederschläge die Kanutour abgesagt werden, da der ruhige kleine Fluss ganze Dörfer überflutet hatte und zu einem Wildwasserstrom angewachsen war. Nach der Besichtigung Vézelays mit der imposanten Basilika und grandioser Aussicht auf die umliegenden Täler ging es zu einem unterirdischen Steinbruch, wo die Schülerinnen und Schüler zunächst viel über den Abbau von Steinen und Steinmetzarbeiten gelernt haben, bevor sie selbst Hammer und Meißel anlegen durften, um ein Kunstobjekt zu gestalten. Die Schülerinnen und Schüler des Lycées konnten ihre geplante Tour Cyclorails, Fahrradtour auf Schienen, unternehmen. Diese Ausflüge haben wieder gezeigt, dass gemeinsame Aktivitäten auch das deutsch-französische Miteinander der Schülerinnen und Schüler stärken. Abends trafen sich alle beim deutsch-französischen Abend wieder, an dem die Eltern für Spezialitäten aus Frankreich und der Region gesorgt haben.
Nach dem Besuch von Versailles gab es am Donnerstag zur Überraschung der Schüler eine kleine „visite en bus“ von Paris. So betrachteten viele die Monumente aus dem Lehrbuch das erste Mal aus der Nähe. Besonders beeindruckend war jedoch auch der historisch hohe Stand der Seine, die so manche Brücke schon fast verschlungen hatte.
Freitag ging es nach Troyes – eine wichtige kleine Stadt, die noch heute viele alte Wohnhäuser und Kirchen besitzt. Abends durften einige Schülerinnen und Schüler noch an einer besonderen Soirée teilnehmen: le spectacle de la fin de l’année des collège (Aufführung zum Schuljahresende). Dabei führten alle künstlerischen Gruppen der Schule ihr Können vor.
Am „freien“ Wochenende unternahmen alle etwas mit ihren Gastfamilien und konnten am Montag viel berichten: Kommunionfeier, besondere Essen, Freizeitpark, Paris, Eislaufen, Shoppen, Markt und vieles mehr standen auf dem Programm.
Pünktlich zur Abfahrt kam auch das gute Wetter wieder. Der tränenreiche Abschied von vielen Austauschpaaren und das Versprechen, sich wiederzusehen, zeigt, wie in der kurzen Zeit kleine internationale Freundschaften geschlossen wurden und somit den Erfolg des Austausches.
