Are-Gymnasium Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ein Blick hinter die Kulissen des politischen Berlins
„Areaner“ Sozialkunde-Schüler zu Gast in der Bundeshauptstadt
Berlin. Berlin erleben und vor allem einen Blick hinter die Kulissen des politischen Berlins werfen – dies war das Motto der politischen Informationsfahrt in die Bundeshauptstadt, an der 39 Schülerinnen und Schüler des LK sowie des GK Sozialkunde der elften Jahrgangsstufe des Are-Gymnasiums gemeinsam mit ihren Fachlehrern Marco Müller, Ursula Haustein und Ingrid Näkel-Surges teilnahmen. Auf Einladung von Mechthild Heil, Bundestagsabgeordnete der CDU aus dem dem Wahlkreis Ahrweiler/Mayen, besuchte die Schülergruppe das Paul-Löbe-Haus, wo sich viele Abgeordnetenbüros befinden und diverse Ausschüsse tagen. Inmitten des Regierungsviertels bot sich die Gelegenheit, mit Mechthild Heil über ihre Arbeit als Bundestagsabgeordnete zu sprechen und Fragen zu aktuellen politischen Themen zu stellen. Flüchtlinge in Deutschland waren das große Thema.
Mechthild Heil machte deutlich, dass sich die Bundesregierung auf dem richtigen Weg befindet, es aber keine schnelle Lösung geben wird und es nur Schritt für Schritt vorangeht. Abgerundet wurde der Tag mit einer Besichtigung des Reichstagsgebäudes und dem Besuch des Plenarsaals samt Reichstagskuppel. Im Stelenfeld, dem Denkmal für die ermordeten Juden in Europa, hatte am 71. Gedenktag zur Befreiung des KZ Auschwitz jeder einzelne Schüler Gelegenheit, sich individuell mit der Ausstellung im „Ort der Information“ auseinanderzusetzen.
Bei ihrem Besuch im Kanzleramt verpassten die Oberstufenschüler Bundeskanzlerin Angela Merkel nur knapp. Die Einlasskontrollen dort waren sehr streng und die Führung wurde zudem von zwei Bundespolizisten begleitet. Interessant war neben der Architektur des Kanzleramtes die Orte zu sehen ,die aus den Nachrichten bekannt sind, wie der große Tisch, an dem das Kabinett tagt oder auch die Presse-Ecke, an der die Bundeskanzlerin häufig Statements abgibt.
Die Führung durch das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen ging vielen Schülern unter die Haut: Die Besichtigung der Gefängniszellen und Räumlichkeiten samt Dokumentation der Verhörmethoden führten allen Teilnehmern den Alltag eines politisch Inhaftierten und die Unmenschlichkeit des DDR-Regimes vor Augen. Umso unverständlicher für die Schüler scheint dabei die Tatsache, dass viele damals dort beschäftigten Personen „immer noch im nahen Umfeld des Gefängnisses unbehelligt leben“, wie ein Zeitzeuge während der Führung erzählte. Trotz der vielen Programmpunkte blieb für die Gymnasiasten dennoch genug Zeit, um die Millionenstadt selbstständig zu erkunden.
