Jugendchor Waldbreitbach erobert Münster: ein musikalisches Wochenende zum Erinnern
Ein Chortreffen der Superlative
Waldbreitbach. Nach einer längeren Pause lud der deutsche Pueri-Cantores-Verband zu einem umfangreichen Jugendchortreffen ein. Dieses Mal fungierte die Diözese Münster als Gastgeber und überzeugte durch exzellente Organisation. Die Eröffnungszeremonie im Münsteraner Dom beeindruckte alle Anwesenden durch den mächtigen Klang von mehr als 1.500 Stimmen.
Für den Jugendchor Waldbreitbach, geleitet von Dekanatskantor Peter Uhl und als einer von 57 teilnehmenden Chören, stellte die Veranstaltung ein unvergessliches Ereignis dar. Achtzehn Sängerinnen und Sänger des Chores repräsentierten das Bistum Trier und erfreuten an diesen drei Tagen das Publikum mit eigenen Darbietungen. Sie traten zunächst in einem Seniorenheim in Münster auf, wo besonders choreografierte Volkslieder wie „Kein schöner Land“ und „Horch, was kommt von draußen rein“ Begeisterung hervorriefen.
Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt auf einer zentralen Bühne, wo in einem halbstündigen Konzert Lieder von Elton John, ABBA und diverse Gospels präsentiert wurden. Parallel dazu boten die Münsteraner Innenstadtkirchen Raum für weitere Konzerte und Friedensgebete.
Ein besonderes Highlight war die Chorparty am Samstagabend in einer großen Veranstaltungshalle. Ein DJ, Bodennebel und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm sorgten für ausgelassene Stimmung. Der Abschlussgottesdienst am Sonntag, geleitet vom ehemaligen Trierer Weihbischof und jetzigen Münsteraner Bischof Dr. Felix Genn, setzte einen eindrucksvollen Schlusspunkt. Hier erklang spontan der Klassiker „Wäre Gesanges voll unser Mund“, der das erfolgreiche Festival musikalisch abrundete.
Der über 20 Jahre alte Jugendchor Waldbreitbach sieht in diesem Treffen ein weiteres Highlight seiner Geschichte und plant bereits für das nächste internationale Treffen in München, bei dem etwa 6.000 Kinder und Jugendliche aus aller Welt erwartet werden. Proben finden donnerstags im Pfarrheim in Waldbreitbach statt, wobei verschiedene Altersgruppen zu unterschiedlichen Zeiten proben.
BA
