Ortsbürgermeister Martin Lerbs freute sich über Rekordteilnahme beim Weihnachtsdorfstart in Waldbreitbach
Ein Fackelzug mit fast 150 Teilnehmern
70 Aktionen und Events gibt es bis zum 27. Januar im mittleren Wiedtal
Waldbreitbach. Schon der Auftakt war ein Rekord: Fast 150 Bürger beteiligten sich an dem Fackelzug zur Eröffnung des Weihnachtsdorfs Waldbreitbach. „Ich bin überwältigt,
dass heute fast 150 Leute mitgekommen sind und das bei dem Wetter. So viel waren es noch nie“, freute sich Ortsbürgermeister Martin Lerbs.
Er glaubt, dass viele Bürger die neue Attraktion erleben wollten: Den Lichterbaum an dem 18 Meter hohen Zunftmast auf dem zentralen Platz am Alten Kreuz. Der neue, weithin sichtbare Blickfang wurde unter anderem mit einem Preisgeld von 5000 Euro finanziert: „Bei dem bundesweiten Wettbewerb ´Best Christmas City 2017` hatte Waldbreitbach in der Kategorie Kleinstadt den ersten Preis gemacht“, erläuterte Lerbs bevor das Christkind (Hannah Liekenbröcker) mit seinen Engeln (Marietta und Isabella Brixius) den Lichterbaum per Fernbedienung anschalteten.
Fackelzug zum Fluss
Zuvor waren die Bürger, für die Fackeln hatte der Gewerbeverband um Vorsitzenden Peter Paffhausen gesorgt, unter weihnachtlichen Liedern des Musikvereins Wiedklang zum Fluss gezogen. Martin Lerbs ließ dort, wie für die anderen sechs Weihnachtsdorf-Attraktionen auch, von Kindern per Fernbedienung den schwimmenden, acht Meter Durchmesser großen Adventskranz einschalten.
Weiter ging es zum Marktplatz, von wo aus der große „Stern von Bethlehem“ im Wald über Waldbreitbach zum Leuchten gebracht wurde: „Das sind etwa 3500 Glühbirnen die alljährlich von fleißigen Helfern aufgehängt werden“, dankte der Ortsbürgermeister den Ehrenamtlichen. Durch diesen beleuchteten Wald sind auf einem etwa 2 km langen Wanderweg etwa 30 Krippen zu bewundern.
Zur Einstimmung der Weihnachtsdorfbesucher ist auf dem Marktplatz in einer von Christbäumen umrahmten
Vitrine
eben-
falls
eine Krippe zu bestaunen. Hier stehen wertvolle handgeschnitzte Holzfiguren aus Oberammergau, die Krippenbauer Gustel Hertling organisiert hatte.
Nächste Station war der beleuchtete Adventskalender an einem alten Fachwerkhaus in der Neuwieder Straße, an dem zwei Holzfiguren aus dem Erzgebirge dekorativ integriert wurden.
Schöne Weihnachtspyramide
Etwas weiter steht die 8 Meter hohe metallene Weihnachtspyramide, die ein Kind mit einem Schalter zum Leuchten und Drehen brachte. „Auch hier haben wir etwas Neues“, verkündete der Ortsbürgermeister, „die Pyramide quietscht nicht mehr.“
Verlegt wurde die Freiluftkrippe vom Kirchberg (wegen Bauarbeiten) an die Alte Schmiede wo sie in ein romantisches Ambiente eingebunden ist.
Letzte Station des Fackelzugs war die Wiedbrücke von der aus Kinder die schwimmende Krippe einschalteten und in verschieden farbigem Licht leuchtet.
Zum Abschluss dankte Martin Lerbs dem Musikverein Wiedklang, der an allen Attraktionen spielte, den zahlreichen Helfern für das Weihnachtsdorf und den vielen Teilnehmern des Fackelzugs. Die stärkten sich dann an der Mühle mit Döppekooche, Glühwein und anderen Getränken.
Naturwurzelkrippe in der Pfarrkirche
Außer diesen besuchten Attraktionen hat das Weihnachtsdorf noch viel mehr zu bieten: Die große Naturwurzelkrippe in der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ mit 1000 von Hand gesammelten Wurzeln, 40 Figuren, 85 Tieren und unzähligen echten Pflanzen, die täglich von 9 bis 18 Uhr (sonntags ab 12 Uhr) besichtigt werden können.
Ferner das Internationale Krippen- und Bibelmuseum von Krippenbaumeister Gustel Hertling mit etwa 2500 Krippen aus aller Welt auf 800 m², das bis 27. Januar bis auf wenige Ausnahmen täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist.
Am 2. und 3. Adventwochenende (8./9. und 15./16. Dezember) ist Christkindchenmarkt, den überwiegend der Gewerbeverband auf dem Platz am Alten Kreuz organisiert. Alljährlich besucht auch das Christkind mit Geschichten, Gedichten und kleinen Geschenken den Markt. Am 2. Advent-Wochenende öffnet im Kolpinghaus zusätzlich den Selbermacher-Weihnachtsbasar mit Handarbeiten aus der Region. Im mittleren Wiedtal gibt´s noch mehr: In einer Broschüre des Touristikverbands Wiedtal, Leiter ist Florian Fark, sind bis 27. Januar ca. 70 Events und Aktionen aufgeführt.
Vor etwa 150 Fackelzugteilnehmern spielte der Musikverein Wiedklang an jeder der sieben Attraktionen.
Die Freiluftkrippe steht jetzt an der Alten Schmiede.
