Allgemeine Berichte | 27.12.2024

Adventskonzerte des Stadtorchesters Andernach füllten dreimal die Mittelrheinhalle

Ein Fest für die Ohren am vierten Advent

Über 60 Instrumentalisten zogen das Publikum in den Bann ihres Spiels.  Foto: Karl-Peter Schmelzeisen.

Andernach. Welch ein Kontrast erwartete doch die Besucherinnen und Besucher der diesjährigen Adventskonzerte in Andernach. Draußen eher schmuddeliges Herbstwetter, drinnen wohlige Weihnachtsatmosphäre. Die Andernacher lieben „ihr“ Stadtorchester und so verwundert es nicht, dass dieses in der Region einzigartige Orchester am vierten Advent an drei Tagen jeweils die Mittelrheinhalle füllte. Ebenso voll besetzt war die Bühne, 64 Musikerinnen und Musiker reihten sich um Musikdirektor Bertram Kleis.

Festlich, weihnachtlich emotional, aber auch fröhlich ließ das Orchester mit seiner anspruchsvollen sinfonischen Blasmusik nach Frühlingskonzerten und Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit seine Konzertsaison 2024 ausklingen.

Festlich, Märchenhaft undKlassisch mit brillanten Solisten

Festlich war das Stichwort für das erste Werk. Die „Weihnachtliche Eröffnungsmusik“ aus der Feder von Guido Rennert ließ so manche bekannte Melodie erklingen. Märchenhaft ging es weiter im Programm, durch das der bewährte Moderator Frank Kastor führte. Melodien aus dem Filmklassiker „Der Zauberer von Oz“ entführten in dieses rätselhafte Land und endeten mit dem bezaubernden Lied „Somewhere Over The Rainbow“. Zum Ende des Jahres wurde in diesem Werk auch das Instrument des Jahres 2024 - die Tuba - meisterhaft solistisch von Georg Abels in Szene gesetzt.

„In The Bleak Midwinter“, ein Weihnachtsgedicht der britischen Dichterin Christina Rossetti, wurde von Gustav Holst vertont. Zu Deutsch „Mitten im Kalten Winter“, ließ dieses Werk mit seinen warmen Tönen allerdings niemanden im Publikum frieren.

Bei Verdis dreiteiligem „Konzert für zwei Trompeten“ zeigte das Stadtorchester mit den beiden Solisten Thomas Maur und Marc Podschadly einmal mehr, welch brillante Solisten es zu bieten hat. Der langanhaltende Applaus war nach diesem Meisterwerk mehr als verdient.

„A John Rutter Christmas“ führte musikalisch auf die andere Seite des Ärmelkanals zur britischen Tradition der „Christmas Carols“. Mit „Swing Into Christmas“ verabschiedete das Stadtorchester Andernach sein Publikum fingerschnippend in die Pause.

Orchesterklangund Chorgesang

Nach der Pause weckte das Orchester mit „Angels Of Joy“ und „Wir freuen uns auf Weihnachten“ auch weiterhin die Freude auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Nochmals märchenhaft wurde es im nachfolgenden Werk. Die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ ist wohl das bekannteste Werk von Engelbert Humperdinck und in dem berühmten „Abendsegen“ erkennt man die Melodie „Morgen kommt der Weihnachtsmann“. „Jingle Bells“ war ursprünglich ein Lied für die Thanksgiving-Feste und wurde erst später ein Weihnachts-Klassiker und war, wie Frank Kastor dem Publikum verriet, das erste Weihnachtslied, das im Weltall erklang.

Mit „Go Tell It“ verwandelte sich die Mittelrheinhalle in eine Gospelkirche. Der Aufforderung „Klatschen Sie mit, stampfen sie mit den Füßen und singen sie zu den bekanntesten Gospels“ folgte das begeisterte Publikum nur zu gerne.

Seit nunmehr 40 Jahren bietet das Stadtorchester Andernach die Adventskonzerte auf der Bühne der Mittelrheinhalle dar. Von Anfang an dabei sind die beliebten Weihnachtslieder zum Mitsingen und auch in diesem Jahr sang der „Mittelrheinhallen Chor“ begeistert zu „Leise rieselt der Schnee“ und „O du fröhliche“ mit.

Wahrheitsgemäß traumhaft, nämlich mit „Dream In The Silent Night“, endete dieses Adventskonzert. Passend ausgewählt, stammt das Werk aus der Feder des japanischen Komponisten Toshio Mashima. In diesem Jahr ehrte das Stadtorchester beim Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit den hundertsten Todestag der Andernacherin Therese Schumacher mit einer eigens dafür angefertigten Komposition. Therese Schumacher heiratete seinerzeit den japanischen Pharmazeuten Nagai Nagayoshi, zog mit ihm nach Japan, bewirkte sehr viel für die Bildung japanischer Frauen und sie und ihre Familie blieben stets ihrer Andernacher Heimat verbunden.

Mit Standing Ovations bedankten sich die Besucherinnen und Besucher für dieses beeindruckende Konzert. Doch getreu dem selbst auferlegten Motto „wann Schluss ist bestimmt das Publikum“ ließ Musikdirektor Bertram Kleis das Publikum nochmal setzen. Nach einem Dank und einer kurzen Ansprache gab es als Zugabe, auch wenn die Aussichten auf weiße Weihnachten in der Region eher schlecht aussehen, noch „Sleigh Ride“ und „Tochter Zion“. Seit 40 Jahren steht dieses Lied für den wirklichen Schluss des Konzerts. Daher ist es beim Stammpublikum bekannt als „Mantellied“, denn danach heißt es immer, nun an der Garderobe den Mantel abzuholen.

Nach diesen letzten Klängen dürfen sich die Fans des Stadtorchesters Andernach nun auf die Frühlingskonzerte am 05. und 06. April 2025 freuen, in denen es heißen wird: „Let’s Go Broadway“. Dazu läuft bereits der Vorverkauf und Eintrittskarten können als „Last Moment“ Weihnachtsgeschenke über www.ticket-regional.de oder bei der Tourist Info der Andernach.net GmbH in der Stadthausgalerie, Hochstraße 80, erworben werden.

Über 60 Instrumentalisten zogen das Publikum in den Bann ihres Spiels. Foto: Karl-Peter Schmelzeisen.

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