Dritter Rheinbacher Römertag
Ein Fest für die ganze Familie
Rheinbach. Alle Vorbereitungen für das große Rheinbacher Römerfest laufen im Zeitplan. Der Freizeitpark ist für das Fest reserviert, die Arena für die echten Gladiatorenkämpfe ist angelegt, Parkplätze sind ausgewiesen, die Standorte der „Dörfer“ sind markiert, die Zelte, Hütten, Streitwagen und Ausrüstungen stehen bereit. Alle beteiligten Gruppen, die Legionäre, Gladiatoren, Kelten und Köche, haben ihre Ausrüstungen zurechtgelegt und warten auf den Einsatz am Sonntag, 31. August. „Es war ein gutes Stück Arbeit“, sagt Lorenz Euskirchen, der Vorsitzende des Freundeskreises Römerkanal, und fügt hinzu: „Es hat aber auch Spaß gemacht. Jetzt hoffen wir auf einen sonnigen Sonntag für ein tolles Fest.“
Dieser dritte Rheinbacher Römertag reiht sich ein in eine ganze Reihe von Veranstaltungen, die 2014 im Rheinland über die Bühne gehen. Vor 2000 Jahren starb der römische Kaiser Augustus, den viele aus der biblischen Weihnachtsgeschichte kennen. Er hatte die erste Volkszählung angeordnet und die Menschen aufgefordert, sich an den Geburtsort des Familienvaters zu begeben. Deshalb ging Josef mit seiner hochschwangeren Frau Maria nach Bethlehem, wo Jesus geboren wurde.
In dieser Zeit erreichte das römische Reich seine größte Ausdehnung. Augustus war nicht nur Kriegsherr, sondern auch Friedensstifter und ein großer Förderer der Kultur und Künste. Der Wohlstand wuchs, eine Epoche des Friedens begann im Kern des römischen Reiches und den zahlreichen Provinzen. Auch das Rheinland war römisch geworden. In Erinnerung an diese Zeit der kulturellen Blüte feiert das Rheinland das Römerjahr 2014 - und Rheinbach ist mitten drin dabei.
Dieses von vielen Kommunen, Institutionen und Vereinen getragene Projekt hebt die große überregionale Bedeutung des kulturellen Einflusses des römischen Reiches hervor. Überall im Rheinland finden sich Spuren und Reste aus römischer Zeit. Es sind Zeugnisse der Größe und Pracht dieses alten Reiches, das weite Teile Europas und Nordafrikas umfasste. Das Römerjahr 2014 ist heute im Zeitalter eines erneut zusammenwachsenden Europas auch ein Signal zur Gemeinsamkeit.
Der Rheinbacher Römertag am 31. August im Freizeitpark ist einer der Höhepunkte des Römer-jahres. Das Fest beginnt um 11 Uhr und endet um 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Es gibt einen bunten Reigen aus Darstellungen, Aufführungen, Vorträgen, Spielen, Exponaten und Filmvorführungen. Der Tag lädt zum Schauen, Hören, Verweilen, Entspannen und Mitmachen ein. Es gibt römisches Essen, römische Spiele, römische Kunst, römische Kleidung und römische Rüstungen. Kommunen, Schulen und Vereine beteiligen sich an diesem Tag der Erinnerung an das alte Rom.
Es ist auch ein Tag, an dem die Lebendigkeit des heutigen Rheinlands gefeiert wird.
Euskirchen ist voller Vorfreude: „Es wird ein Fest für die ganze Familie. Jung und alt werden den Tag genießen und von der Fülle des Gebotenen überrascht und begeistert sein.“ Er dankt der Stadt für die Unterstützung sowie die überaus großzügige Spende der Kreissparkasse Köln, die als exklusiver Sponsor dafür gesorgt hat, dass diese Veranstaltung für alle Besucher kostenfrei angeboten werden kann.
Im Vorfeld dieses Tages startet das Glasmuseum Rheinbach am Samstag, 30. August, eine große Ausstellung zu Ehren des Glasgestalters Josef Welzel, der die Kunst des römischen Diatretglases neu belebt hat. Diese Ausstellung wird bis zum 19. Oktober gezeigt. Infos unter www.freundeskreis-roemerkanal.de.
