Waldbreitbach stellt am Ostermontag eine neue Kirchenorgel mit einem Klassikerlebnis vor
Ein Gänsehaut-Erlebnis fast wie in Notre-Dame und bei Mozart
Kirchenchor Cäcilia lädt zur Mitwirkung ein – Proben ab 6. März
Waldbreitbach. Es muss nicht immer Zauberflöte sein: „Die Orgl ist doch in meinen Augen und Ohren der König aller Instrumenten“, schrieb am 17. Oktober Anno 1777 niemand Geringeres als Wolfgang Amadeus Mozart in einem Brief an seinen Vater.
Wenn eines der größten Genies unter den Komponisten eine solche Lobeshymne ausgerechnet im Gründungsjahr des Kirchenchors „Cäcilia“ 1777 angestimmt hat, muss eine ganz eigene Verbindung von Wien nach Waldbreitbach in der Luft liegen. Oder besser auf der Empore der Waldbreitbacher Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“. Die Klais-Orgel in der Waldbreitbacher Kirche wurde 1896 erbaut und erklingt bereits seit 129 Jahren zuverlässig zur höheren Ehre Gottes. Ob Begleitung der Gemeindegesänge oder musikalische Umrahmung der Sängerinnen und Sänger auf der Empore – die Orgel ist die in Form gegossene besondere Note.
Um die Chöre im Chorraum zu unterstützen, wurde 2003 eine gebrauchte kleine Pfeifenorgel mit drei Registern angeschafft. Wegen der wachsenden Zahl der Sängerinnen und Sänger im Kirchenchor „Cäcilia“ 1777 erwies sich das Instrument jedoch als zu klein. Nun wurde dieses Orgelpositiv verkauft und eine neue Chororgel bestellt. Diese elektronische Orgel hat zwei Manuale und Pedal und ist fast baugleich mit dem Instrument, das vor einigen Jahren für die Wallfahrtskapelle Verscheid erworben wurde und sich bestens bewährt hat.
Am Ostermontag, 21. April, um 17 Uhr wird die neue Chororgel in der Waldbreitbacher Pfarrkirche in einer kirchenmusikalischen Andacht der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei soll das Instrument in vielen Facetten zum Klingen kommen - mit Solisten, mit Chören, mit Instrumenten und sonstigen Schlüsselfiguren, die über den Klangteppich aus der Tastaturwelt noch famoser in Szene gesetzt werden können. Außerdem werden Stücke für zwei Orgeln und Chor erklingen - eine Tradition, die in vielen französischen Kathedralen noch heute praktiziert wird. So steht auch das „Kyrie“ aus der „Messe Solennelle“ von Louis Vierne auf dem Programm. Das Stück wurde während des ersten Gottesdienstes nach der Restaurierung des französischen Nationalheiligtums Notre Dame in Paris am 8. Dezember aufgeführt. Mozart und Notre Dame treffen sich in Waldbreitbach – wenn das mal nicht Musik in den Ohren klassischer Töne ist.
Abgerundet wird das Konzerterlebnis durch ein Orgelkonzert von Georg Friedrich Händel, Motetten von Gabriel Fauré, Teile aus der Orgelsolomesse von -da ist er wieder- Wolfgang Amadeus Mozart und das „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel.
Ausführende sind Solisten, der Kinder- und Jugendchor Waldbreitbach, der Kirchenchor „Cäcilia“ 1777 Waldbreitbach, Eric Schmidt (Saxophon) sowie ein Orchester. Die beiden Orgeln spielen Dekanatskantorin Marion Oswald (Cochem) und Bernhard Bätzing (Großmaischeid).
Dieses Ereignis aktiv mitgestalten zu können, dürfte Gänsehaut-Faktor besitzen. Tatsächlich lädt der Kirchenchor „Cäcilia“ 1777 Waldbreitbach ganz herzlich zum Mitsingen als Projektsänger/in ein. Die Proben finden statt am 6. März, 13. März, 20. März, 27. März, 3. April, 10. April und 17. April, jeweils um 20 Uhr im Pfarrheim Waldbreitbach. Eine Anmeldung ist nicht nötig - alle sind herzlich willkommen.
Pressemitteilung
Kirchenchor „Cäcilia“ 1777
