Allgemeine Berichte | 08.10.2021

Geburtstag der Schönstätter Marienschule in Vallendar

Ein Haus aus lebendigen Steinen

Alle Schülerinnen und Lehrpersonen waren auf den Steinen des Hauses zu lesen. Foto: privat

Vallendar. Als die Schönstätter Marienschule am 1. Oktober ihren 76. Geburtstag feierte, gewann man nicht den Eindruck, dass es sich um eine ältere Dame handelt. Das wurde zunächst deutlich bei den Gottesdiensten, die unter dem Thema „Ein Haus aus lebendigen Steinen“ standen. Mit Begeisterung sang eine Gruppe von Schülerinnen unter der Leitung von Jutta Jocks das Schuljubiläumslied, in dem die Besonderheiten der Schule als Haus aufgegriffen werden. Wie dankbar man für „Unser Haus inmitten der Sterne“ sein muss, machte der Blick auf die Schülerinnen und Schüler im Ahrtal bewusst, die durch die Flutkatastrophe ihre Schule verloren haben.

Direkt morgens um 8 Uhr hatten die Klassen 8 – 10 eine Eucharistiefeier in der Pilgerkirche. Vor dem Altar war die Vorderfront eines Hauses mit den Steinen der einzelnen Schulklassen aufgebaut. Darauf standen die Namen der Schülerinnen und Lehrpersonen als Ausdruck dafür, wie wichtig jede Person für den Zusammenhalt des Hauses ist. In Anlehnung an das Evangelium von einem Menschen, der mit Sachverstand und im Vertrauen auf Gott sein Haus gebaut hat, erzählte Pater Schneider sehr anschaulich von Hilfsaktionen im Ahrtal. Er verwies auf Jesus als Eckstein. Bei den Fürbitten wurde an alle gedacht, die von der Flutkatastrophe betroffen sind, auch an die Hilfskräfte, und an alle aus unserer Schulgemeinschaft.

Das Erlebnis einer „jungen, dynamischen“ Kirche setzte sich gegen 10 Uhr bei einem Wortgottesdienst für die 5. bis 7. Klassen auf dem Schulhof bei strahlendem Sonnenschein fort. Unter Anleitung von Claudia Schambortski und Elisabeth Rohrbeck bauten Schülerinnen das gleiche Haus, wie es in der Pilgerkirche stand, also ein „Zwillingshaus“. Im Freien leitete Anke Blatt den Gesang. Auch hier wurde die Schule als Haus besungen und der Menschen im Ahrtal gedacht.

Ab 10.30 Uhr erlebte sich die Oberstufe in der Pilgerkirche bei der Eucharistiefeier mit Pater Herter als „Haus aus lebendigen Steinen“. Jutta Jocks unterstützte wieder mit einer Gruppe von Schülerinnen den Gesang, während Andrea Seibel mit der Jahrgangsstufe 11 für die inhaltliche Gestaltung verantwortlich war.

Wie ein roter Faden zog sich durch alle drei Gottesdienste und die morgendlichen Aktionen in der Schule der Refrain des Schuljubiläumsliedes „Miteinander, füreinander, mit Respekt und fair gestalten wir die Welt… Gott lädt uns ein: Unser Einsatz zählt.“ Einzelne Klassen bastelten, malten und schrieben, um damit ihren „Klassenstein“ zu füllen. Diese sollen jetzt den Schülerinnen und Schülern des Ahrtalgymnasiums überreicht werden, um diesen eine Freude zu bereiten. Deren Schule wurde nämlich durch die Flut zerstört. Sie wurden auf verschiedene Schulen verteilt und werden bald in eine „Containerschule“ umziehen.

Alle Schülerinnen und Lehrpersonen waren auf den Steinen des Hauses zu lesen. Foto: privat

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