Am Sonntag trat das Percussion Ensemble „FourSchlag“ im Keramikmuseum in Höhr-Grenzhausen auf

Ein Konzert der ganz besonderen Art

Quartett präsentierte einen bunten Mix aus afrikanischen Trommelrhythmen, märchenhaften Xylophon-Kompositionen und außergewöhnlichen Beats

21.02.2017 - 10:36

Höhr-Grenzhausen. Eine schöne Japanerin sitzt vor einer afrikanischen Trommel. Sie schließt die Augen und plötzlich wird es ganz still im Saal. Die Musikerin sammelt ihre ganze Konzentration und beginnt mit rhythmischen Trommelschlägen und außergewöhnlichen Takten. Es ist Sakiko Idei, die das Publikum mit ihren afrikanischen Beats fesselt...


Hinter den Zuschauern gesellen sich langsam die zwei weiteren Musiker des Ensembles hinzu: Michael Zeller und Hans Rudolf mit dem Klang zweier Lamellophone, kleinen Zupfinstrumenten, die im Kontrast zur dominanten Trommel feenhafte Stimmen erzeugen und in dieser Kombination einen außergewöhnlichen Sound bilden. Das Publikum ist gefesselt und erstaunt zugleich, alle sind gespannt was als Nächstes folgen wird.


Hohe Instrumentenvielfalt


Die drei Musiker führten mit den verschiedensten Instrumenten: fort, unter anderem das Vibraphon, die Marimba, afrikanischen und japanischen Trommeln, das Regenrohr, verschiedene Xylophone, Rasseln, Cymbals, aber auch auf Tischen, Stühlen oder durch das eigenen Händeklatschen wurde musiziert. Dies ist eine klassische Eigenschaft der Perkussion. Sie zählt zur ältesten Form der Musik und bildet den Oberbegriff des Spielens aller Instrumente aus der Schlag- und Effektmusik.

Im Verlauf des Konzerts wurde das Publikum durch ein perfektes Zusammenspiel, tolle Soloeinlagen und außergewöhnliche Klänge fasziniert.

Nie hätte man gedacht, dass Schlaginstrumente neben spannenden Rhythmen und afrikanischen Klängen auch eine solche Fülle an Emotion und Leidenschaft überbringen können, wie es uns „FourSchlag“ gezeigt hat.

Immer wieder überraschten die Musiker ihre Zuschauer: Plötzlich flogen wilde Rufe zu kriegerischen Trommeltönen durch die Luft und sie fingen an, ihre Instrumente von außen zu bearbeiten – alles selbstverständlich in perfekter Harmonie und mit Klangergebnissen, die niemand erwartet hätte. Dann dient plötzlich der Tisch als Instrument: die drei Musiker streichen, kratzen, klopfen, wischen, schnipsen, klatschen, als würden sie dem Publikum in Zeichensprache eine Geschichte erzählen wollen, doch den Augen bleibt der Inhalt unschlüssig, es sind die Ohren, die ihn verstehen.


Genuss für Auge und Ohr


Doch nicht nur für die Ohren war das Konzert von „FourSchlag“ ein Genuss: In einem Trommeltrio führten die Musiker mit optischen Effekten und tollen Choreografien mit leuchtenden Trommelsticks, Spielereien und Tricks mit diesen eine aufregende Bühnenshow vor.

Bereits seit 2014 spielt die Gruppe in dieser Konstellation gemeinsam und trotz des Ausfalls des vierten Mitglieds von „FourSchlag“ meisterten die Musiker ihr Konzert mit Bravour. Mit Standing Ovations am Ende des Konzerts bedankte sich das Publikum bei dem Ensemble für das außergewöhnliche Klangerlebnis.

Am Ende bleibt dem Zuhörer die Frage bestehen, ob es die Trommellaute der Musiker oder der Applaus ist, der noch in den Ohren hallt.


Weitere Infos:


Am 14.März können Interessierte das Percussion-Ensemble in der Rhein-Mosel Halle in Koblenz erleben. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Quartetts unter www.fourschlag-percussion.de.

-ESS-

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Kommentare
Frau Heidtmann:
Sehr schöner Artikel Danke Ihnen. So ist er der Mann für alle Fälle :) ...
Peter Gregorius:
Ich wohne weit weg von diesem schlimmen Ereignis, aber wenn ich sehe welche Solidarität da vorherrscht, kann ich nur sagen: wir halten zusammen egal woher wir kommen, egal wohin wir gehen-wir alle sind Menschen und brauchen Unterstützung in der Not- und genau da zeigen wir wie zivilisiert wir in Deutschland...

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Mark Bloemeke:
Spannend! Schade, dass wir so weit weg sind, aber toll, dass es in dieser gebeutelten Region, kulturell wieder etwas zu erleben gibt....
 
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